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BODEGA CHAÑARMUYO

Die Bodega Chañarmuyo wurde im Jahr 2006 im Norden von La Rioja in Betrieb genommen und produziert sehr empfehlenswerte Weine. Der geheimnisvolle Name stammt von einem vorkolumbianischen Stamm, der einst in der nordöstlichen Region des Cuyo lebte. Der Respekt vor der damaligen "La Aguada" Kultur, dazu Tradition und Fortschritt im Weinbau, prägen die Erfolgsphilosophie dieses Betriebes und auch das Logo auf den Flaschen ist passend zu dieser Philosophie gewählt. Die Vögel repräsentieren den Regen, der vom Himmel fällt und ihre Federn die Wolken, die wieder lang erwarteten Regen bringen. Auf den Schildern an den Rebenreihen steht allerdings noch der alte Name "Viñas San Gabriel".

Wir haben in der dazu gehörigen Lodge vier Nächte verbracht, in wunderschöner Umgebung und mit zahlreichen Ausflugsmöglichkeiten. Die Wanderungen im schönen Tal am örtlichen Stausee oder innerhalb der Weinfelder sind uns in guter Erinnerung und eine Empfehlung wert. Hier wohnt man knapp 90 Kilometer nördlich von Chilecito nahe der berühmten Ruta 40 auf einer angenehmen Höhenlage von 1.720 Metern über dem Meeresspiegel am Fuße der Paimán-Bergkette. Im Oktober waren die Tage warm, die Nächte kühl und der Himmel meist blau. Der Blick auf die Berge ist besonders am Morgen schön und das sechstausend Meter hohe Famatina-Massiv ist von hier aus deutlich zu sehen. Die höchsten Gipfel sind vergletschert, doch um sie zu sehen muss man in das Tal am Stausee wandern.

Das Weingut erstreckt sich über 800 Hektar auf perfektem Terroir. Auf Grund sehr geringer Niederschläge, niedriger Luftfeuchtigkeit und großer Trockenheit ist eine künstliche Bewässerung unumgänglich. Diese erfolgt in der Landwirtschaft meist durch ein Kanalnetz, das bereits vor Jahrhunderten durch die indianischen Ureinwohner begonnen wurde. Das Wasser kommt von den zahlreichen Flüssen mit Quellen in den nahen Anden und aus der Sierra de Famatina, jeder Ort hat seinen eigenen Stausee, in dem es gesammelt wird. Hier in Chañarmuyo arbeitet man mit der modernen Form der Bewässerung: die roten und weißen Reben werden mit Tröpfchen-Beregnung über Schläuche versorgt und um die Ernte zu schützen werden hier in den Sommermonaten Netze gegen Hagelschäden gespannt. Die Weine der Provinz La Rioja werden aus Rücksicht auf die gleichnamige Region in Spanien bei Export mit der Herkunftsregion "Famatina Valley" etikettiert.



Weinprobe

Verkostungen in der Kelterei sind für Hotelgäste natürlich eingeschlossen und wir konnten uns einen Termin aussuchen. Leider hat es mal wieder mit der Verständigung nicht so ganz geklappt und zur verabredeten Zeit war niemand in der Umgebung der Lodge zu finden. So machten wir uns zu Fuß auf zur modernen Bodega, die von der Posada aus nicht zu sehen ist, denn sie liegt in einer Talsenke. Für den Weg brauchten wir eine knappe halbe Stunde, die Sonne brannte vom Himmel und ein paar Papageien neckten uns in den Bäumen an der Grundstücksgrenze. Unterwegs kamen wir an den mit Netzen geschützten Weinstöcken vorbei, schier endlose Reihen. Im Oktober hatten sie schon kleine Mini-Trauben ausgebildet. Der Anblick muss sehr schön sein, wenn im Herbst die reifen Trauben hängen uns sich die Bäume der Umgebung zu einer Art "Indian Summer" bunt verfärben.

Wie geschäftig es zur Erntezeit von März bis Mai hier zugeht, kann man schön in den beiden Videos sehen, die ich bei Youtube gefunden habe und die unten auf der Seite eingebunden sind. Im Frühling war es hier extrem ruhig und beschaulich, keine Spur von Hektik.

Als wir die Bodega erreichten, kam ein junger Mann auf uns zu, der hier gewartet hatte. Leider störten wir den armen Kerl, denn es fand gerade ein Fußball-Länderspiel statt und er saß am Radio und hörte dem Spiel zu. Tat uns fast ein wenig leid, dass er sich jetzt mit uns Gringos befassen musste die kaum ein Wort von dem verstanden, was er auf spanisch erkläre. Immerhin konnte er die Radioübertrgung in der ganzen Halle hören, trotz unserer Anwesenheit...

Die Bodega ist groß und modern, mit französischer Technologie ausgestattet. Der repräsentative Tasting Room war noch nicht ganz fertig eingerichtet. Irgendwann werden hier mit Sicherheit auch mal Busse halten um die Weine zu verkosten.

Wir wurden herumgeführt und konnten alle Weine probieren, die wir wollten. In riesigen Beton-Tanks von meist 5000 Litern lagern sie hier, denen man auf das Dach klettern kann und von oben durch die Luke hereinschauen. Der Duft, der den geöffneten Luken entströmt ist wunderbar.

Hier werden die Reben per Hand gelesen, dann folgt die Mazeration für 20 Tage, pneumatische Pressung, dann kontrollierte Gärung bei 25°C, 15% der Trauben reifen in Barriques für 8 Monate. Dann folgt die Filtration, und die Abfüllung und Reifung in Flaschen. Pro Saison werden hier 1.500.000 Liter verarbeitet.

Eine Weile nach unserer Ankunft kam auch noch der junge Winemaker selbst hinzu und die beiden zapften uns direkt am Tank einen Probeschluck der gewünschten Weine. Weil es Nachmittag war und wir anschließend noch einen längeren Spaziergang vorhatten, probierten wir nur jeweils zwei Sorten. Vier weitere tranken wir ja am Abend zum Essen: die drei Reservas aus Malbec, Cabernet Sauvignon und Tannat. Außerdem noch einen Syrah. Angebaut werden auch noch Vigonier, Chardonnay, Bonarda und Cabernet Franc für einen Blend.

Unser Lieblingswein der Bodega Chañarmuyo ist der sehr empfehlenswerte Tannat Reserva.



Videos zum Thema

Bodega Vinos Chañarmuyo Documental Institucional Parte 01

Bodega Vinos Chañarmuyo Documental Institucional Parte 02

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