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ISCHIGUALASTO 3

Vom Aussichtspunkt am Valle Pintado aus fuhr der Konvoi weiter, vorbei an hellen Felsformationen und auf holperiger Piste. Die gewaltige Bodensenke, durch die man hier fährt, wird von den Einheimischen auch poetisch Aguada de la Pena (Wasserstelle der Mühsal) genannt. Unterwegs hoppelte ein Mara (Pampashase) über den Fahrweg, sonst sahen wir keine Tiere hier.

Der nächste Stopp hat einige Überraschungen parat, hier sollte man bei Sonnenschein Wasser und eine Kopfbedeckung mitnehmen. Zuerst kommt man nach wenigen Metern zu einer Skulptur, die in etwa einer Sphinx entspricht. Je nach Blickwinkel kann man sie ganz gut als solche erkennen. Dann führt der Weg allerdings noch ein Stück weiter, durch eine fast unwirklich anmutende Mondlandschaft. Ab und zu lockern ein paar Büsche, trockene Zweige oder seltsame Strukturen die Landschaft auf. Ein paar große, runde Felsen wurden von einigen aus der Gruppe fachgerecht als versteinerte Dinokacke identifiziert. Am Ende des Weges liegt eine weitere, oft fotografierte Sehenswürdigkeit: Cancha de Bolas.

Eine Menge Steinkugeln liegen hier auf einer flachen Ebene herum, in Größen bis zu 30cm Durchmesser. Einige sind kugelrund, andere in der Mitte auseinandergebrochen. Da auch hier eine weiße Steinbegrenzung ist, kommt man nicht näher heran. Diese runden Kugeln, eine Laune der Natur, waren einst ein beliebtes Souvenir und wurden gerne geklaut. Daher sind alle Kugeln die in der näheren Umgebung gefunden wurden an dieser Stelle von den Rangern zusammengetragen worden. So kann man sie und die Besucher besser beaufsichtigen. Warum solche Kuller nur hier vorkommen und wie sie entstanden sind, haben wir auf Grund mangelnder Sprachkenntnisse nicht ganz verstanden. Im Museum gibt es Schautafeln zu dem Thema, allerdings auch nur auf spanisch.



Submarino

Die wohl bekanntesten Formationen im Park sind die beiden letzten. Nach der weißen Ebene fährt man hinauf durch gelbliches Gestein auf einen Berg. Hier oben befinden sich zwei große, freistehende Sandsteinfiguren auf einem leichten Abhang. Je nach Blickwinkel sehen sie aus wie ein U-Boot, daher bekamen die den Namen Submarino. In der Ferne im Hintergrund leuchten rot die eindrucksvollen Felswände der Barrancas Colorados. Als wir ankamen schien die Sonne und blauer Himmel zeigte sich. Perfektes Licht für Weitwinkelaufnahmen.

Neben dem U-Boot befindet sich ein in weiterer Stein, der entfernt an einen fetten Pilz erinnert. Einst waren die Formationen verbunden, aber irgendwann ist die Verbindung dann eingebrochen. Das Submarino steht auf reichlich wackligen Füssen, irgendwann wird es auch in sich zusammenfallen.

In der Nähe dieser Formation kann man im Sandstein zwei Felsenfenster sehen. Früher führte ein Wanderweg dorthin und der gerahmte Ausblick auf das Submarino war grandios, wie man auf einigen älteren Bildern noch sehen kann. Das erste Felsenfenster befindet sich ca. 20m über Grund. Irgendwann im Jahr 2002, so erzählte unser Führer, hatte eine ältere Argentinierin versucht da durchzuklettern und war die 20 Meter in die Tiefe gestürzt. Dieser Ausflug endete leider tödlich und seitdem ist der gesamte Berg für alle Besucher gesperrt und der schöne Ausblick für immer Geschichte.



El Hongo

Der letzte Halt des Konvois und der fünfte Punkt der 40 Kilometer langen Rundfahrt ist ebenfalls sehr fotogen. Offiziell heisst die Formation El Hongo - der Pilz. Könnte auch ein Sonnenschirm oder eine Tischplatte sein, jedenfalls steht das Ding frei und einsam in der Landschaft. Direkt vor einer eindrucksvollen Felskulisse. Ist der Pilz noch im dezenten Grau gehalten, so erstrahlen die hinter ihm liegenden Berge in einem satten Rot. Ein kleiner Vorgeschmack auf den Canyon de Talampaya, den wir eine Woche später besuchten.

Am Abend ist das Licht hier wohl am schönsten, aber auch am frühen Nachmittag war es sehr beeindruckend. Viel herumlaufen kann man an diesem Haltepunkt nicht.

Nach einer Weile fuhren wir dann alle zurück zur Rangerstation, immer in Richtung des dunklen Berges namens Cerro Morado. Nach dem 5. Stopp sind es noch 18 km bis zum Eingang. Zur Linken die roten Felswände, zur Rechten das weite, hell gepuderte Tal. Ab und zu konnte man anhalten für Fotos und der Konvoi kam am Ende nicht mehr geschlossen zur Station zurück.

Rundfahrten finden von April-September zwischen 9:00 Uhr und 16:00 Uhr stat, zwischen Oktober und März zwischen 8:00 Uhr und 17:00 Uhr. Wer nicht mit dem eigenen Auto kommt, für den gibt es Transportmöglichkeit in kleinen Bussen gegen Extra-Gebühr. Die Sommer sind hier sehr heiß und die Winter kalt, daher sollte man stets auf richtige Kleidung und festes Schuhwerk achten. Neuerdings kann man sogar in Vollmondnächten in den Park, was wohl ein besonderes Erlebnis ist. Die Webseite der Parkverwaltung von Ischigualasto ist bisher nur auf spanisch im Netz.

Hier geht es zur Ischigualasto Seite 1 und Ischigualasto Seite 2


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