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FLORENTINO AMEGHINO DAM

Dies ist eine ältere Seite, neuere Infos und Bilder von einem zweiten Patagonien-Besuch im Oktober 2014 findet Ihr auf der Seite Provinz Chubut - Dique Florentino Ameghino.

Wir kamen aus dem kleinen walisischen Ort Gaiman und fuhren weiter in Richtung Norden entlang der Ruta 25, die aus Trelew kommt und nach Westen nach Las Plumas führt. Nach einer ganzen Weile Fahrt durch ziemlich eintöniges Weideland biegt man dann links ab auf die Ruta Privinzial 31 ab.

Diese Straße führt 71 km lang durch abwechslungsreiche Landschaften und mündet am Ende mitten im Nirgendwo auf der Ruta 3. Dieser Hauptverbindungsweg folgten wir schließlich am Nachmittag einige Kilometer bis zur Abzweigung der Ruta 30, die zum Fischerhafen von Camarones führt, unserem nächsten Übernachtungsziel.

Von Gaiman bis Camarones kamen so schnell 391 km zusammen, für die wir aber einen ganzen Tag Zeit hatten. Nur der erste Teil der Ruta Provinzial 31 ist noch asphaltiert. Schnurgerade führt das Band der Straße durch eine weite Lanschaft, begrenzt von Zäunen und gesäumt von zahlreichen gelb blühenden Polstern.

Dazu hatten wir Glück mit dem Wetter, der Himmel war blau mit dicken Wolken, die in typisch patagonischer Manier schnell über den Himmel trieben. Kein einziges Auto störte uns, die Sonne brannte warm, so das man mit dem T-Shirt herumlaufen konnte und auch der Wind hatte an diesem Tag ein wenig Pause.

Kurz vor Erreichen des Staudamms endet an einem kurzen Tunnel dann der gute Straßenbelag mit dem Schild "Fin Pavimento" und wird wieder zu einer typisch patagonische Schotterstrecke, die allerdings gut zu befahren ist.

Nach der Ebene befindet man sich nun plötzlich in einem engen Tal mit sehr imposanten roten Felsformationen. Einige Serpentinen später hat man dann den ersten Blick auf das grüne Wasser des Staudamms, in dem sich die Wolken spiegeln. Ein weiterer, längerer Tunnel, mit der Hand in den Fels gehauen, führt weiter. Aber an dieser Stelle muss man einfach austeigen und die Stille und Landschaft genießen.


Staumauer

Durch den Tunnel fährt man weiter und befindet sich kurze Zeit später direkt auf der Dammkrone. Am anderen Ende des Damms ist ein Haltepunkt, bevor die Straße wieder in einem weiteren Tunnel verschwindet.

Der Stausee ist ca. 7.000 ha groß, der 255 m lange Damm wurde schon 1943 von dem Ingenieur Antonio Pronsato geplant. Die Bauarbeiten begannen am 19. April 1963, als José María Guido Präsident von Argentinien war.

Der riesige Wasserspeicher liefert Energie mit 3 Turbinen, das Wasser fällt hier 56 m mit einer Fließgeschwindigkeit von 150m³/Sekunde. Damit ist die Versorgung mit Strom und Wasser für die umliegenden Städte und Küstengemeinden Pico Truncado, Caleta Olivia, Comodoro Rivadavia und auch für das gesamte Tal des Rio Chubut gesichert.

Ausblicke

Die Szenerie auf der Dammkrone ist atemberaubend. Die gün schimmernde Wasseroberfläche spiegelt die Wolken und den Himmel ebenso wie die bizarren roten Felsen am Uferrand. Im Stausee gibt es noch einige Felsen, die Inseln bilden. Auf der bei Windstille ruhigen Wasseroberfläche schwimmen einige Kormorane und Schwarzhalsschwäne herum.

Es ist still, nur ganz selten rumpelt mal ein Lastwagen vorbei, der Kaolin von einer unten im Tal liegenden Mineralienmine transportiert.

Auf der anderen Seite blickt man tief hinunter in ein wunderschönes, grünes Tal und auf die Anlagen des Wasserkraftwerks. Die Straße windet sich malerisch am Hang entlang. Bilder davon und eine Beschreibung des weiteren Weges gibt es auf der Seite Valle Verde.

Video zum Thema

Dique Florentino Ameghino

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