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HOSTERIA IRUYA

Schon die Anfahrt nach Iruya ist die Reise hierhin wert. Kommt man dann nach langer und kurvenreicher Fahrt im Ort an ist auf den letzten Metern noch einmal Stress angesagt. Denn die Zufahrt zur hoch gelegnen Hosteria führt mitten durch den alten Ort und die Straße ist eng, steil und mit Bruchstein gepflastert. Bei Regen sicherlich keine angenehme Anfahrt, wir hatten allerdings Bilderbuchwetter.

Als wir am späten Nachmittag dann endlich auf dem kleinen Parkplatz der Hosteria standen, waren wir die einzigen Gäste. Dies sollte auch noch eine Weile so bleiben, denn später am Abend kamen nur noch eine größere Reisegruppe und ein weiteres Paar. Am ersten und zweiten Wochenende im Oktober sah das mit Sicherheit anders aus, denn dann feiert Iruya die weithin bekanntes Fiesta Patronal de la Virgen del Rosario, welche viele Besucher anlockt.

Man geht quasi von hinten, also auf der Bergseite, in das Hotel hinein. Dann folgt man einem Gang mit Zimmern und steht dann unvermittelt in einem riesigen, modern eingerichteten Raum. In diesem befinden sich das Restaurant, die Rezeption mit Bar und viele Sitzmöglichkeiten, dahinter folgt ein zweiter Zimmertrakt. Bunte Farbflächen und moderne Möbel bestimmen das Bild, die hohe Holzdecke mit den Streben und viele dicke Kerzen auf Abstellflächen zaubern eine nette Atmosphäre. Nur an den Sofas sieht man die ersten Verschleißerscheinungen, ansonsten wirkt alles noch ziemlich neu.

Davor befindet sich die große überdachte Terrasse, ebenfalls mit Tischen und Stühlen ausgestattet, von der aus man einen herrlichen Blick auf den Ort Iruya und die Berge hat. Die Sonne scheint hier fast den ganzen Tag und bei schönem Sommerwetter kann man auch im Freien frühstücken oder zu Abend essen. Wir saßen am Abend mit einer Flasche Wein noch ein wenig draußen und genossen den Ausblick, während die Reisegruppe direkt nach dem frühen Abendessen schon im Bett lag. Die junge Hauskatze leistete uns Gesellschaft und ließ sich gerne streicheln.

Im Eingangsbereich gegenüber der Rezeption hängen einige Wollsachen, meist Decken aus der Region, zum Verkauf. Ein Internetzugang ist in der Hosteria nicht verfügbar und Kreditkarten werden auch nicht akzeptiert, nur Barzahlung. Da es im Ort weder Bank noch Tankstelle gibt, sollte man sich gut auf den Abstecher vorbereiten. Außer der großen Hosteria gibt es in Iruya noch ein paar kleinere private Unterkünfte, Hostals und Refugios.

Lage

Der malerische Bergort Iruya liegt in der Provinz Salta auf 2.780 Metern über dem Meeresspiegel und die gleichnamige Provinzhauptstadt ist 320 Kilometer entfernt.

Die Lage der Hosteria ist einmalig, sie liegt hoch oben als letztes Gebäude über dem Dorf. Direkt daneben befindet sich der örtliche Friedhof und auf einem schmalen Pfad erreicht man das Gipfelkreuz, von dem aus man einen noch besseren Blick auf die Ortslage inmitten steiler Berge hat.

Die Zufahrtstraße zur Hosteria führt mitten durch den Ort und ist holprig gepflastert und sehr steil. Unten im Ort fährt man bis vor die Kirche, dann links bergauf, gleich die erste Strasse rechts und dann die erste Strasse wieder nach links und dann geradeaus bis ganz nach oben. Es gibt nur eine einzige Ausweichstelle an einer Grundstückszufahrt, ansonsten kommen zwei Autos nicht aneinander vorbei. Oben auf dem Foto ist zu sehen, wie Michael mit seinem Ford genau dort an einem anderen Auto vorbei manövriert. Im Hintergund die rosa gestrichene Hosteria. Die Auffahrt und Abfahrt erfordert schon einige Nerven.

Wer zu Fuß kommt, den erwarten nach steilem Aufstieg noch einmal 60 Treppenstufen bis zum Vordereingang an der Terrasse, sofern er nicht hinten herum üer den Parkplatz geht.


Zimmer

Die Hosteria bietet 15 komfortable Zimmer, von denen einige zur Bergseite liegen. Die schönsten haben den Blick ins Tal, einige davon mit Terrasse vor dem Fenster. Am Ende des Flurs befindet sich ein Aufenthaltsraum mit Fernseher und Sofa.

Raum Nummer 12 in der Mitte hat wohl die beste Aussicht. Wir bekamen Raum Nummer 1 jenseits des Speiseraums mit Verandablick und Blick über den Ort. Ein Zimmer nebenan wäre noch besser gewesen, denn dort endet die Veranda, man hat im Zweifelsfall keine Besucher vor dem Fenster stehen. Der erste Eindruck überraschte, denn so einen modernen Raum hatten wir hier gar nicht erwartet.

Die Zimmer sind hell, frisch gestrichen und richtig groß. Es gibt ein großes, bequemes Bett, einen Garderobenständer aus Holz und einen Schreibtisch. Das Bad ist ebenfalls geräumig, schön gekachelt und die Dusche funktionierte hier auch sehr gut.

Am Morgen gab es eine Attacke auf Michael, der beim Anziehen plötzlich wild herum sprang und sich quiekend das schwarze T-Shirt wieder vom Körper riss. Grund für die Verrenkungen waren unzählige winzige Ameisen. Die kleinen Biester waren über Nacht durch ein winziges Loch an der Fußleiste quer durch das Zimmer zum Schemel gelaufen und dort über das Hosenbein hinauf, um sich die anscheinend unwiderstehlichen Deo-Reste zu holen. Also mussten wir erst einmal die Sachen aus dem Fenster halten und kräftig ausschlagen, um die lästigen Krabbler wieder los zu werden. Ein echter Schreck in der Morgenstunde, mit dem wir gar nicht gerechnet hatten.

Frühstück

Das Frühstück nahmen wir ganz alleine im Restaurant ein, denn die Reisegruppe war natürlich schon längst auf dem Weg, als wir gegen 8:00 Uhr zum Essen kamen. Aber wir hatten ja genügend Zeit und genossen die Stille. An diesem Tag mussten wir nur wieder die Strecke aus dem Tal hinaus und durch die Quebrada de Humahuaca über Humahuaca bis nach Tilcara, zur nächsten gebuchten Unterkunft.

Es gab in der Hosteria von Iruya kein Buffet, die Sachen wurden an den Tisch gebracht. Wir bekamen frischen Orangensaft, Fruchtsalat, Toastbrot, Butter, Marmelade, Sandkuchen und einen wirklich sehr leckeren Kaffee.


Essen

Im Restaurant der Hosteria wird Nordargentinische Küche serviert und nach einem Blick auf die Speisekarte sahen wir keinen Anlass, uns im Ort etwas zu suchen. Dazu gab es eine gute Auswahl an Weinen aus der Region.

Wir besetzten einen der beiden Tische, die für 2 Personen gedeckt waren. Außer uns gab es noch ein anders Paar, das aber auswärts essen ging und eine Reisegruppe von über 20 Personen. Die stürmten schon um 19:15 an den gedeckten Tisch und als wir um kurz nach 20:00 Uhr kamen, gingen alle schon eine halbe Stunde später geschlossen ins Bett. Kein Wunder, denn am nächsten Morgen waren sie schon kurz nach 7:00 Uhr beim Frühstück und weg, als wir dann ins Restaurant kamen.

Als Vorspeise hatte sich jeder von uns dann zwei mit Fleisch gefüllte Empanadas entschieden, die in mittlerer Qualität serviert wurden. Dann gab es für beide eine Art Scotch Filet, sehr lecker und mit relativ wenig Fett. Dazu als Beilage jeweils ein viereckiges Stücke Kartoffelgratin. Aus der recht umfangreichen Weinkarte haben wir uns zum Essen dann für einen Malbec von der Bodega Tafuil entschieden, den wir später dann auf der Terrasse zu Ende getrunken haben. Auf ein Dessert haben wir an diesem Abend verzichtet. Wir waren zwar satt, aber es hat uns auch niemand mehr gefragt, ob wir noch etwas wollten. Kaum war die Reisegruppe verschwunden, machten die Kellner scheinbar Feierabend und wurden nicht mehr gesehen.


Fazit

Eine Reise nach Iruya ist ein einmaliges Erlebnis und die Hosteria de Iruya ist das beste Haus am Platz.

Im Oktober 2009 waren wir insgesamt 1 Nacht hier.

Hier ist die Webseite: www.hosteriadeiruya.com.ar/.

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Iruya


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