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ZUM PENTECOST RIVER

Unser erster Tag auf der Gibb River Road begann in Kununurra. Der Victoria Highway führt 51 km aus der Stadt hinaus, bis auf der rechten Seite eine Straße in Richtung Wyndham abzweigt. Nach einigen Kilometern in Richtung Wyndham erreicht man dann links die Abzweigung der Gibb River Road.

An der Straßeneinmündung steht eine Informationstafel und den Besucher erwartet ein richtiger Schilderwald, der teilweise auf der allgemeinen Seite über die Gibb River Road zu sehen ist. Es wird auf Road Trains aufmerksam gemacht und der Straßenzustand kann von den Tafeln abgelesen werden. Schon hier erfährt man, ob Teile der Strecke noch geschlossen oder geöffnet sind. Das gillt auch für die Strecke zum Mitchell Plateau.

Während wir noch Getränke aus dem Camper holten und in Ruhe die Schilder fotografierten, was ungefähr eine Viertelstunde dauerte, kamen mindestens 3 Autos von der GRR heraus und 3 weitere fuhren herein. Da beschlichen uns schon erste Zweifel, ob die Strecke wirklich so einsam und abgelegen ist, wie oft erzählt. Ich glaube, die Legende wird bewusst weiter aufrecht erhalten, auch wenn die Realität der Touristenströme sie längst widerlegt. Wir gesellten uns also ebenfalls zu dieser Reihe der Besucher, gerade als wir losfahren wollten kamen noch 2 Geländewagen an uns vorbei. Die ließen wir dann erst mal in Ruhe fahren, um nicht in der aufgewirbelten Staubwolke folgen zu müssen.

Der erste Teil der Straße war erwartungsgemäss in sehr gutem Zustand und uns kamen auch einige große Reisebusse(!) entgegen, die wohl von der El Questro Station kamen.

El Questro

Von El Questro hatten wir schon eine Menge gehört und vor allem das sehr repräsentative Büro in Kununurra gesehen. Als wir die Preise sahen, mussten wir uns erst einmal setzten. Die Übernachtung mit VP und Wanderung inklusive im Haupthaus schlägt ab 725 AU$ zu Buche, Unterkünfte in Bungalows für 1-4 Personen kosten noch 170 AU$, einen Campingplatz gibt es für 12,50 AU$ pro Person. Wer mit dem Helikopter einfliegen will zahlt sagenhafte 1.000 AU$ pro Strecke, Transfer mit dem Allradwagen kostet nur 75 AU$ pro Person und Strecke. Auch für die zur Station gehörende Emma Gorge muss 5,50 AU$ Eintritt gezahlt werden und wer nur mal kurz auf dem Stationsgelände wandern will wir mit 12,50 AU$ zur Kasse gebeten. Die Übernachtung im Emma Gorge Resort kostet zwischen 133 AU$ und 198 AU$.

Die El Questro Station ist eine 4.000 m² große Rinderfarm mit über 3.000 Tieren. Sie hat sich in den letzten Jahren aber mit Erfolg dem Tourismus zugewandt. So wird hier gegen Gebühr alles angeboten, was das Touristenherz mit großem Geldbeutel begehrt: Helikopterflüge, Buschwanderungen, Verleih von Angelruten und Bootsverleih.

Die Schluchten auf dem Farmgelände sollen sehr schön sein und man kann schon einige Tage hier verbringen. Aus Zeitgründen mussten wir uns allerdings auch dazu entscheiden, an einigen schönen Schluchten vorbeizufahren, man kann einfach nicht alles sehen in der kurzen Zeit, die man zur Verfügung hat. Also entschlossen wir uns, die kommerzialisierte Farm nicht zu besuchen und uns auf andere Sehenswürdigkeiten zu konzentrieren. Der 3. Reisebus, der uns leer entgegenkam, bestärkte uns noch in dem Vorhaben, am gleichen Tag noch weiter bis zur Durack River Station zu fahren und dort zu übernachten.

Die offizielle Webseite informiert über die El Questro Station.

Pentecost River

Nachdem wir die Abzweigung zur El Questro Station passiert hatten, wurde die Straße schlechter. Nach 25 Kilometern erreicht man inmitten herrlicher, schroffer Berge den ersten großen Fluss: den Pentecost River. Vorher lohnt sich ein Anhalten entlang der Strecke allemal, einmal sahen wir direkt an der Straße einen dicken Gekko im trockenen Gras. Auf dem Foto weiter oben ist er zu sehen. Für uns ein Glücksfall, für australische Reptilienkenner vermutlich etwas ganz gewöhnliches. Nach einer halben Stunde Recherche im Internet konnte ich ihn einordnen als einen von drei verschiedenen Northern spiny tailed geckos, in diesem Fall ist es ein Strophurus ciliaris aberrans.

Auch die Berge der Cockburn Range mit ihren schroffen Abbruchkanten lohnen viele Fotostopps. Besonders im Licht des späten Nachmittags leuchten sie über der Furt und dem Fluss. Vor der Furt führt rechts ein kaum erkennbarer Weg am Flussufer entlang zu schönen Campingstellen, die aber von einigen Dauercampern schon besetzt waren. Ein schöner Ort mit den Bergen im Rücken und dem Fluss vor der Haustür. Der eignet sich aber auf Grund seiner Bewohner, den Salzwasserkrokodilen, nicht zum baden.

Der ca. 85 Km lange schlechte Weg dort am Fluss entlang, die Old Karunji Road, führt vom Ufer des Pentecost River als Nebenstraße wieder zurück nach Wyndham. Wer sich hierher traut muss mit verwirrenden Fahrspuren und fehlender Beschilderung rechnen. Pfadfinderfähigkeiten sind hier von Nöten. Reizvoll, aber wohl nur mit mehreren Fahrzeugen im Konvoi zu empfehlen.

Die Furt über den Pentecost River ist uneben, aber gut zu befahren, der Untergrund besteht aus dicken Flusskieseln und Felsbrocken. Wer unsicher ist, der braucht nicht sehr lange zu warten und das nächste Auto kommt bestimmt. Den Fahrer kann man dann bei der Überfahrt beobachten und so einschätzen, an welcher Stelle man besonders aufpassen muss.

Vom Cockburn Range Lookout, kurz hinter dem Fluss, hat man einen wunderschönen weiten Panoramablick über die östliche Kimberley Region.

Google Map zum Thema

Pentecost River Crossing


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Video zum Thema

Pentecost River Crossing Kimberley Australia

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