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BULLITA STATION

Wegen der Abgeschiedenheit und der Rauheit der Region kommt man nur mit einem Allradwagen zur Bullita Station. 56 km sind es vom Victoria Highway, ohne den Abstecher zur Limestone Gorge. Es ist eine gute Idee, vorher anzurufen und sich über den Straßenzustand zu erkundigen, vor allem am Anfang und Ende der Regenzeit. Selbst bei unserem Besuch Ende Juni war der Campground und die Zufahrt zur Limestone Gorge wegen Straßenschäden noch geschlossen. In in der Gulf Region trafen wir vorher auf einige Rentner, die sich gerade als Volonteers an der Öffnung einger Allradstrecken im Park beteiligt hatten.

Auskunft gibt das Park Office in Timber Creek (Tel 08/8975 0888), oder man studiert die große Hinweistafel am Victoria Highway, die über den Straßenzustand aktuelle Auskunft gibt. Für die in Bullita beginnenden 4WD-tracks - Humbert Track und Bullita Stock Route - braucht man ein permit, zu bekommen im Büro der Park Ranger in Bullita (Tel 08/8975 0833). Man muss sich in ein Buch eintragen und bei Rückkehr wieder schriftlich abmelden. Je nach Gelände sind die Routen mehr oder weniger häufig mit kleinen Schildern markiert, etwa so groß wie Postkarten mit einem bunten Pfeil darauf, wo es weitergeht.

Die beiden Allradrouten sind nichts für Anfänger, ziemlich rauh und man ist in sehr abgelegenen Teilen des Parks vollkommen auf sich alleine gestellt. Für die 90 Kilometer lange Bullita Stock Route braucht man an reiner Fahrzeit ca. 8 Stunden. Der Weg folgt einem alten Viehtrieb, auf denen die Tiere nach Westaustralien getrieben wurden.

Der Humbert Track führt aus dem Park heraus und verbindet die Bullita Station mit der Humbert River Station, indem er einem alten Eselpfad folgt. Am Ende der 122 km langen Strecke erreicht man die Top Springs Road. Südlich des Campgounds beginnt der Track, wenn man die Wegmarken querdurch das Flussbett sieht kann man schon auf die weiteren Schwierigkeiten schließen, die man noch bewältigen muss. Nur mit genügend Trinkwasser, Ersatzteilen und Reservereifen sollte man sich in den abgelegenen Teilen des Nationalparks bewegen.

Diese Touren waren nichts für uns Anfänger im Campmobil. Bis zur Bullita Station selbst kommt man aber recht gut hin - Schotterstrecke mit einigen Bachbläufen wie üblich.

Bullita Camping

Die alte Bullita Homestead wurde restauriert und ist für Besucher zugänglich. Ausführliche Infotafeln erläutern die Geschichte des Anwesens. Auf dem kleinen Bild sieht man die Küche, sehr spartanisch. Draußen vor dem Haus ist die Dusche, neben dem großen Wassertank und dem Windrad steht ein Donkey, ein Wasserfass, das befeuert wurde und so heißes Wasser lieferte. Über Rohre kam es direkt in die Küche, ein Luxus im Outback. Verschiedene Wirtschaftsgebäude sind auf dem Gelände verteilt, unten sieht man unseren Camper vor der Station stehen. Im "Vorgarten" stehen beeindruckende, alte Baobab Bäume. Hier kann man die Entbehrungen und Herausforderungen nachempfinden, denen sich die ersten Siedlern gegenüber sahen. Besonders interessant sind die nahegelegenen Gatter für die Rindermusterung, mit Erläuterung, wie die Rinder dort verteilt, sortiert und gebrandmarkt wurden.

Der Campgound bei Bullita verfügt über 5 Plätze und eine Toilette, das war dann auch schon alles an Einrichtungen. Bemerkenswert an dieser Toilette ist der Eimer mit Kalk, der daneben steht. Nach Benutzung gibt man mit der angeketteten Tasse eine Portion davon ins Plumpsklo und die Geruchsbildung hält sich doch sehr in Grenzen. In Buchten hat hier jeder seinen eigenen Stellplatz mit Blick in den Busch. Einige Gehminuten entfernt gibt es den Fluss, in dem man sogar baden kann. Ansonsten kann man natürlich wandern, den Sonnenuntergang betrachten, dem Kreischen der Kakadus, Loris und Magpies sowie dem Summen der zahlreichen Moskitos und Fliegen lauschen. Die Abgeschiedenheit kostete 3,30 AU$ pro Person und Nacht, eine Fliegenklatsche muss man selbst mitbringen.

Google Map zum Thema

Campground und Bullita Station


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