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ALLGEMEINES

Der Flinders Chase National Park erstreckt sich über den gesamten westlichen Teil von Kangaroo Island mit einer Gesamtfläche von über 740km², die in drei Sektionen unterteilt ist: die Cape du Couedic und Rocky River Area im Südwesten, Gosse Lands im Nordosten und Cape Borda im Nordwesten.

Man erreicht den abgelegenen Park, immerhin 110 km von der Hauptstadt Kingscote entfernt, über den Playford Highway oder über die South Coast Road. Die Ravine des Casoars Wilderness Protection Area innerhalb des Nationalparks ist nur zu Fuß zu durchqueren und die letzte echte Wildnis auf der Insel, die vor der Rodung für Landwirtschaft gerettet werden konnte.

Zum Nationalpark erklärt wurde die Region im November 1919 mit dem Ziel, die ürsprüngliche Fauna und Flora zu bewahren. Das ist gelungen und im Laufe der nächsten 40 Jahre wurden 23 Tierarten, unter anderem auch Koalas (1923), Emus, Cape Barren Gänse und Platypus (1928) vom Festland gebracht und im Park wieder neu angesiedelt. Unter den Reptilien ist besonders der Goulds Waran mit etwas Glück zu sehen, denn dieses Tier erreicht eine stattliche Länge von 1,60 Meter.

Rocky River Visitors Centre

Die meisten Gäste kommen als Tagesbesucher hierher und erster Anlaufpunkt ist das Visitors Centre in Rocky River. Hier macht man leicht erste Erfahrungen mit dem zutraulichen Wildlife der Insel, die Wallabies sind hier eher lästig und betteln um Futter. Leider gibt es immer wieder unbelehrbare Zeitgenossen, die es entgegen aller Schilder und Warnungen nicht lassen können die putzigen Tiere zu füttern. Da diese "zahmen" Tiere gut für den Tourismus sind, wird das nicht besonders streng geahndet, dabei kann ein Kängeru an Brot sterben.

Auch oben in den Bäumen tummeln sich einige Tiere, vom Koala bis hin zu laut lärmenden Schwärmen von Lorikets und Kakadus. Auch Emus sind hier auf Patrouille und einem Mundraub durchaus nicht abgeneigt.

Hinter dem Gebäude beginnen einige Wanderwege. Ein Platypuswalk führt zu einem Wasserloch, an dem man angeblich die scheuen Schnabeltiere beobachten kann. Ich habe aber noch nie gehört das jemand dort wirklich eins gesehen hat, so haben wir uns diesen Weg erspart.

Im Visitorcenter bucht man auch die Unterkünfte und den Campingstellplatz bei einer der netten Damen am Infodesk. Geöffent ist das Center täglich im Juni–August von 10:00–17:00 und im September–Mai von 9:00–17:00 Uhr. Hier zahlt man auch den Parkeintritt, der im November 2004 7 AU$ für den PKW betrug.

Es gibt ein kleines Bistro mit Aussenterrasse, auf der man von vielen Fliegen umschwärmt die wirklich leckeren Fritten essen kann. Daneben gibt es natürlich den üblichen Souvenirshop. Hier bekommt man Wein und Honig von der Insel und auch den sonstigen Touristenklimbim.

Unterkunft

Luxushotels direkt im Park sucht man vergebens. Kleine B&B´s und Farmen bieten Unterküunft auf ganz Kangeroo Island und meist ist der Flinders Chase Nationalpark dann auch nur einen Tagesausflug entfernt.

Wer trotzdem im Park übernachten möchte, dem stehen die historischen Häuser der Leuchtturmwärter in Cape du Couedic und Cape Borda zur Verfügung. Nahe dem Visitorcenter kann man noch in Mays Homestead und im Postmans Cottage wohnen.

Infos über diese Heritage Accomodation gibt es in diesem PDF-File.

Wer mit dem Camper oder einem Zelt auf der Insel ist, dem stehen 4 Campingplätze innerhalb des Nationalparks zur Verfügung. Harveys Return, Snake Lagoon und West Bay sind Buschcampingplätze mit Toiletten, der größte ist in Rocky River am Visitor Center. Hier gibt es auch Duschen und wer auf den anderen Campingplätzen übernachtet kann hier gegen Voranmeldung und eine Gebühr ebenfalls duschen.

Unbedingt zu beachten: Auch die weiter entfernten Campingplätze haben keine Self-Registration, man muss - eigentlich - auf jeden Fall vorher zum Information Center nach Rocky River. Das macht um Punkt 17:00 Uhr zu. Die Plätze werden nach Nummer vergeben, also nicht einfach irgendwo hinstellen, es könnte jemand kommen der den Platz gebucht hat.

Wir hatten uns für die erste Nacht in Snake Lagoon eingebucht. Der Weg dorthin war idyllisch, mit vielen riesigen Grasbäumen am Wegrand. Auf dem oberen Foto ist so ein Prachtexemplar zu sehen. Es gibt 8 Stellplätze in Snake Lagoon, die Lagune war dort allerdings ausgetrocknet und ganze drei Wallabies sahen wir dort am Abend grasen. Dafür waren wir hier fast alleine, erst spät kam noch ein Camper mit Zelt.

Für den nächsten Morgen hatten wir die Duschen in Rocky River gebucht, das heiße Wasser tat gut. Leider gibt es im Gebäude keinen Strom und keine Steckdose, der Wind war kalt und beim Haaretrocknen habe ich mich ziemlich erkältet. Die Toiletten im Visitorcenter 300 m weiter hatten alle Steckdosen, wie wir leider erst später feststellten.

Die zweite Nacht hatten wir in Harveys Return, doch die ebenfalls 8 - 10 Plätze dort lagen fast alle genau im Wind, der ungewöhnlicherweise von Norden kam. Es war außerhalb des Campers kaum auszuhalten, außerdem sassen innerhalb von kurzer Zeit mindestens 80 Fliegen auf uns. Wir haben die bereits bezahlte Buchung verfallen lassen und sind wieder gefahren.

Der kleine Platz in West Bay ist mit einem Camper nicht zu erreichen, da der Weg recht eng und zugewachsen war - Durchkommen nur mit einem kleineren Auto.

Die Preise November 2004: AU$6.50 für die Buschcampingplätze, AU$19.00 für Rocky River pro Auto und AU$3.00 für die Duschbenutzung pro Person.

Kontakt:

Flinders Chase

Accommodation, camping and general Park enquiries:

Telefon: (61 8) 8559 7235

Fax : (61 8) 8559 7364

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Flinders Chase Nationalpark


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