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KING LEOPOLD RANGE

Der King Leopold Range National Park ist noch ein sehr junger Park. Er umfasst einen großen Teil der King Leopold Range, den Oberlauf des Lennard River und die Lennard River Gorge, den unteren Teil des Isdell River und die Bell Gorge. Nahe der Küste beginnt der Nationalpark und erstreckt sich langezogen ca. 200 km ins Landesinnere. Weite Teile des Nationalparks sind nicht erschlossen und kaum zugänglich.

Einen kleinen Abschnitt fährt man auf der Gibb River Road durch den Park, mehr dazu auf der Seite über die Napier Range. Die Hauptattraktion der Region aber ist die Bell Gorge, die von der Gibb River Road aus recht einfach zu erreichen ist. Der Rest der Gegend um den 744 Meter hohen Mount Bell, der auch Elefantenhügel genannt wird, ist noch wenig bekannt und erschließt sich nur dem Buschwanderer.

Bell Gorge

Die Bell Gorge ist mit Sicherheit die spektakulärste Schlucht an der Gibb River Road. Das hat sich in der letzten Zeit wohl auch rumgesprochen, denn Berichte in Reiseführeren, man wäre hier auch zur Hochsaison alleine, können wir nach einem Besuch nicht bestätigen. Für Kimberley-Verhältnisse war hier jede Menge los.

Die 30 km Abzweig von der Gibb River Road sind als Allradtrack ausgewiesen, in der Trockenzeit aber relativ gut zu befahren. Jedenfalls die ersten zwei Drittel bis zum Campingplatz, vor dem man ein Gatter öffenen und wieder schließen muss. Dahinter gibt es Informationstafeln, die man sich genau durchlesen sollte. Auf dem jetzt folgenden Teilstück der Straße entlang des Flusses sollte man unbedingt auf dem Weg bleiben, denn es führt auf einer Art Damm durch sumpfige Landschaft. Wer hier unachtsam ist und von der Straße abkommt, der landet im tiefen Modder.

Schließlich erreicht man einen Parkplatz, dann geht es nur zu Fuß weiter. Unbedingt Sonnenschutz, Wasser und Badesachen mitnehmen, festest Schuhwerk ebenfalls. Über Felsbrocken, kleine Wasserläufe und unebene Wege geht es in ca. 20 Minuten dem Ziel entgegen: der fantastischen Schlucht mit ihrem Wasserfall.

Zuerst steht man oberhalb der Fälle. Hier kann man in flachen Pools schon prima baden, aber ein Blick in die Schlucht unterhalb des Falles zeigt einige Menschen im großen Pool. Um dorthin zu kommen muss man den Fluss durchwaten und dann folgt eine Kletterpartie auf kaum markierten Wegen über einen Kamm und dann steil hinab zum Pool. Durch die Schlucht selbst führt kein Weg, wer ihr weiter folgen möchte muss immer wieder nach oben klettern, um vorwärts zu kommen. Es gibt weiter hinten noch mehrere Pools, die zum Schwimmen und Sonnenbaden einladen.

Besonders beliebt ist natürlich der tiefe Pool direkt unterhalb der Fälle, hier hat man einen fantastischen Blick. Das Wasser ist eiskalt, man sollte nur sehr vorsichtig hineinklettern. Dabei immer auf die extrem rutschigen Felsen achten, die nicht nur glatt sind, sondern auch etwas glitschigen Algenbewuchs haben.

Auf dem gegenüberliegenden Ufer sonnte sich bei unserem Besuch ein Goanna oder Water Monitor auf einer Felsplatte etwa 20 Meter entfernt. Einmal ist er sogar ins kalte Wasser abgetaucht, um eine blauschwarze Krabbe mit orangen Beinchen zu fangen und dann auf dem Felsen in der Sonne zu verspeisen. Das kleine Foto entstand dank Teleobjektiv vom "Badestrand" aus. Wenn man hinüberschwamm, so konnte man sich dem Tier auf etwa zwei Meter nähern, aber ich hatte keine wasserdichte Trommel für die Kamera.

Nach dem erfrischenden Bad muss man den gleichen Weg zurück und ist schon nach kurzer Zeit wieder schweißgebadet. Noch eine kurze Erfrischung am Fluss oberhalb der Fälle mit Blick auf den Mount Bell. Dann muss auch bis zum Parkplatz der gleiche Weg zurückgegangen werden, wobei man sich leicht verlaufen kann, da es kaum Markierungen gibt.

Camping

Der Campingplatz Silent Grove an der Bell Gorge liegt 20 km abseits der Gibb River Road und ist relativ groß. Hier gibt es eine Telefonzelle, Wasser, Feurstellen inclusive Brennholz, Duschen und Toiletten und Abfallkübel. Es gibt sogar getrenne Bereiche für Generatoren, die von 7 am.bis 9 pm. betrieben werden dürfen.

10 km weiter gibt es noch 10 idyllische Stellplätze entlang des Bell Creek. Da die Anzahl so begrenzt ist hat nur wer früh kommt eine Chance dort zu stehen. Die größeren Plätze sind auch für mehrere Zelte oder Camper geeignet. Hinter dem Gatter zum Silent Grove Campingplatz hängen an der Hinweistafel Metallschilder mit den Namen der einzelnen Stellplätze. Wer hier vorbeikommt, der kann sich die Metallplatte seines Wunschplatzes mitnehmen, und so sehen die Neuankömmlinge direkt, welcher Platz schon besetzt ist. Eine feine Sache.

Abends kommt dann der Ranger vorbei, kassiert und nimmt die Schilder wieder mit. Wer länger bleiben will, der muss für mehrere Tage im Voraus bezahlen, damit er sein Schild solange behalten kann.

Das gegenüberliegende Ufer am Bell Creek darf nicht betreten werden, da dort Aboriginal Land anfängt. Bis 10 Uhr muss man dein Nachtlager verlassen, so haben Nachfolger um diese Zeit die besten Chancen, einen der begehrten Plätze zu ergattern. Wenn hier keine Schilder mehr hängen kann man nur noch an Ort und Stelle sein Lager aufschlagen.

Video zum Thema

Bell Gorge


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Video zum Thema

Bell Gorge - Western Australia

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