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OTWAY NATIONALPARK

Wenn man die Great Ocean Road entlangfährt, kommt man etwa bei der Hälfte am Otway Nationalpark vorbei. Hier am Cape Otway findet man eines der größten erhalten gebliebenen Gebiete subtropischen Regenwalds auf dem australischen Kontinent. Aus Richtung Port Campbell kommend, passiert man zuerst beim Überklettern der Otway Ranges den höchsten Punkt der Straße. Das Gebirge trennt den östlichen Teil der Küste mit seinen direkten Übergang von Bergen aus Vulkangestein ins Meer von ihrem westlichen Teil, wo die flachere Landschaft mit 30 m hohen Kalksteinklippen zum Strand abbricht. Der Aussichtspunkt bei Lavers Hill bietet einen schönen Ausblick auf die Berge und die Küste. Das Hinterland ist üppig grün und bergig, das südliche Kap bildet den 121 Km² großen Otway National Park.

Einsame, windumtoste Strände, steile Klippen, eine reiche Fauna und wunderbare kühlgemäßigte Regenwälder mit Baumfarnen bietet dieser Park seinen Besuchern. Auch gewaltige Bergeschen wachsen hier, die größten blühenden Pflanzen der Erde und in der Höhe direkt hinter den Kalifornischen Mammutbäumen anzusiedeln. Da es hier vor vielen tausend Jahren eine direkte Landverbindung nach Tasmanien gab, finden sich im Otway Nationalpark fast die gleichen Tierarten wie auf dieser Insel des gleichnamigen Bundesstaates.

Ganz in der Nähe ist noch der 48 ha große Melba-Gully-Statepark, der ebenfalls einen Besuch lohnt. Hier ist eines der feuchtesten Gebiete Victorias. Benannt wurde der Park nach einer australischen Diva, der Dame Nellie Melba. Der kleine Ort Johanna Beach im Westen der Otway Ranges hat einen populären Surfstrand mit Sanddünen im Hintergrund und liegt schon weit abseits, außerhalb des Nationalparks.

Wanderwege

Es gibt viele Wanderwege durch die Otway Ranges. Ein bequemer Spazierweg liegt einfach zu erreichen direkt an der Great Ocean Road. Der Maits Rest Rainforest Walk führt auf bequemen Holzwegen durch den Wald, vorbei an Baumfarnen, bizarren Wurzeln und Ruhebänken. Wer schon den Tarra Bulga Nationalpark besucht hat, der wird auf diesem kleinen Rundweg von den Baumfarnen etwas enttäuscht sein. Für einen Erstbesuch des kaltgemäßigten Regenwaldes ist hier man hier genau am richtigen Ort, viele Schautafeln führen mit Wort und Bild durch die üppige Flora. Auch die Fauna ist sehenswert, wenn man das Glück hat, in dem dichten Laub etwas zu sehen. Wallabies, Possums und Koalas leben im Wald und zur passenden Saisonzeit gibt es auch Wale im Meer. Sogar Schnabeltiere sollen hier in den klaren Bächen leben. Nachts soll man hier viele Glühwürmchen sehen, geführte Touren werden ab Apollo Bay angeboten. Leider waren wir nicht bei Dunkelheit in dieser Region.

Leuchturm

Sehenswert ist der weiße Leuchtturm vom Cape Otway, ein beliebtes Fotomotiv. Er wurde im Jahre 1848 auf den 90 m hohen Klippen erbaut und ist über eine Abzweigung von der Great Ocean Road zu erreichen. Die asphaltierte Lighthose Road führt 14 km bis zu einem kleinen Parkplatz mit Kiosk. Hier kann man sich erfrischen und den Eintritt bezahlen. Geschickterweise ist der Parkplatz so angelegt, dass man dort von der ganzen Anlage kein Stück sehen kann, der Ticketerwerb ist unumgänglich - und gerechtfertigt.

Auf Wunsch bekommt man zu bestimmten Zeiten auch einen Guide, der die Geschichte des Leuchtturms erzählt und den Besucher herumführt. Auch oben im Leuchtturm sitzt meist ein Ranger und steht für Fragen zur Verfügung. Wenn man ins Freie tritt, wird man ziemlich vom Wind zerzaust, der auch im Sommer sehr kalt sein kann. Im November hatten wir dort allerdings eine Hitzewelle erwischt und am Cape Otway war es 40°C. Da empfand man den Wind wie einen Föhn auf höchster Stufe...

Im Gegensatz zu vielen Leuchttürmen in Europa war der Job im Lighthouse von Cape Otway ebenso wie bei fast allen anderen australischen Leuchttürmen aber keine einsame, weltabgeschiedene Geschichte. Ausser dem Haupt-Leuchturmwärter gab es noch seine zwei Assistenten und zwei Telegrafisten. Dazu kamen die Familien und weiteres subalternes Personal, so dass rund um den Leuchtturm ein Dorf von über 40 Personen entstand. Dies ist für manche Gegenden Australiens selbst heute noch ein großer Ort.

Hier sind noch einige interessante Webseiten zum Thema, mit vielen Bildern und Informationen:

Myrtenbaum

Am Maits Rest Rainforest Walk steht der berühmteste Myrtenbaum der Region, er ist über 400 Jahre alt. Die mächtigen Wurzeln habe ich fotografiert, auf dem Bild hier sind sie zu sehen. Unter dem riesigen Baum ist genug Platz, um darunter durch zu gehen - wenn man sich soweit durchs Gestrüpp schlagen würde.

An einer anderen Stelle führten ein paar Stufen vom Weg ab zur Seite zu einem riesigen hohlen Baum. Auch hier war vorn und hinten eine fast türgroße Öffnung im Baum, ein großer Mann kann bequem im Inneren des Baumes stehen. Wenn man nach oben blickt, dann sieht man von einer Stelle aus ganz weit oben einen winzigen Punkt Tageslicht.

Video zum Thema

Cape Otway Lightstation

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