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WINDJANA GORGE II

Wir sind ganz früh am Morgen aufgestanden und noch vor einem ausgiebigen Frühstück im ersten Morgenlicht in die Schlucht gelaufen. Vom Campingplatz aus sind es nur ein paar Minuten, bis man zu den senkrechten Felswänden kommt, die den Eingang zur Windjana Gorge markieren.

Der 3,5 Kilometer lange Weg am Schluchtboden führt vorbei an an der östlichen Wand aus steilen, roten Felsen. Am frühen Morgen ist die linke Seite von der Sonne beschienen, zuerst nur die Spitzen. Die Wanderung erfolgt so weitgehend im Schatten, was sehr angenehm ist. Die ersten 400 Meter des Weges sind als Nature Trail beschrieben, beim Ranger bekommt man eine Broschüre dazu.

Am Anfang ist die Schlucht eng, die ersten Meter muss man sogar durch einen engen Felsspalt und einen kleinen Tunnel. Etwas weiter kann man in der Trockenzeit über Kiesel am Wasser entlanggehen, in dem Krokodile schwimmen. Dann folgt der Wanderweg durch dichten Bewuchs dem Fluss, festes Schuhwerk braucht man hier, und genug zu Trinken sollte man mithaben, denn die schnell steigende Sonne brennt heiß. Ab und zu gibt es eine Abzweigung zum Flussufer, wo man sitzen und das Leben beobachten kann. Zu so früher Stunde waren wir hier fast alleine, sogar die Krokodile schliefen noch.

Für den Weg durch die Schlucht bis dorthin, wo sie sich das erste Mal erweitert, braucht man hin- und zurück ungefähr 2 Stunden. Man kann aber auch noch weiter auf eigene Faust in den hinteren Teil der Schlucht vordringen. Hier gibt es einige größere Sandflächen, wo man neben den nächtlichen Spuren von kleinen Echsen und Schlangen auch schöne Kiesel und Quarzsteine finden kann.

Tierwelt

Die Tierwelt ist mit vielen Vogelarten vertreten: Raubvögel kreisen in regelrechten Schwärmen oben am Rand der Schlucht und versuchen von den Aufwinden zu profitieren, Bienenesser und Eisvögel schwirren über dem Wasser und zahlreiche Kakadus krächzen in den Bäumen.

Hört man unterwegs komische quietschende Geräusche und es stinkt nach Salmiak, dann hängen garantiert Flughunde in den Bäumen am Ufer. Der schwarze Flughund ist hier häufig vertreten, so das man auf jeden Fall einige Tiere sehen kann. Wenn es Abend wird, flattern die Kolonien auf Nahrungssuche aus der Schlucht heraus in die Ebene.

Nur mit viel Glück sieht man mal eines der seltenen Zergfelsenkängurus oder ein Flinkwallaby. Wir hatten das Glück hier leider nicht, obwohl wir schon so früh und fast alleine unterwegs waren. Nur die Kothäufchen waren überall.

Mit Sicherheit kann man aber Süßwasser-Krokodile beobachten, die sich auf den Sandbänken auf der anderen Seite am Anfang der Schlucht sonnen. Es gibt hier eine Kolonie von etwa 80 Tieren, die im tiefen und kühlen Wasser der Schlucht immer genug Fische finden. Manche schwimmen im Wasser, manche liegen auch auf dieser Seite am Ufer und lassen Menschen ziemlich nahe ran. Es handelt sich hier aber ausnahmslos um die harmlosere Variante, "freshies" genannt.

Etwa um 8 Uhr morgens kommen die Tiere aus ihren Verstecken, wenn die Sonne hoch genug steht, um auf die Sandbank zu scheinen und die großen Echsen zu wärmen. Wer die Krokies eingermassen formatfüllend fotografieren möchte, der muss entweder Glück haben und eins am eigenen Ufer finden, oder er braucht ein starkes Teleobjektiv. Unten sind einige Exemplare zu sehen, ein schwimmendes befindet sich hier in meiner Fotogalerie.

Video zum Thema

Freshwater Crocodile in Windjana Gorge

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