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WAPOLE-NORNALUP N.P.

Der Walpole-Nornalup National Park schützte eine Region mit hohen Niederschlagsmengen, die üppige Wälder gedeihen lassen. Hier, rund um die Orte Walpole, Nornalup and Peaceful Bay liegt rund 180 km² undurchdringliche Vegetation mit hoch aufragenden Karri und Tingle Wäldern, Feuchtgebieten und küstennaher Heidevegetation. Die 40 km lange Küste besteht aus Granitfelsen und weiten Sandstränden, dazwischen liegen Dünen und heidebewachsene Hänge. Sie ist weitgehend unzugänglich und nur wenige Tracks für Wanderer und 4x4-Fahrer führen hin. Die einzige Bucht innerhalb des Nationalparks, die man mit einem normalen Auto erreichen kann, ist Conspicuous Cliff.

Schon im Jahr 1924 wurde der kleinere Nornalup National Park gegründet, der heute ein Teil des 1972 entstandenen großen Walpole-Nornalup National Park ist. Für Botaniker ist der Park besonders interessant, denn durch die hohe Regenwahrscheinlichkeit wächst hier alles besonders üppig. Vor allem die Red-Tingle Bäume (Eucalyptus jacksonii) sind ziemlich einmalig und sie wachsen nur hier in einem rund 20 Kilometer großen Radius rund um den kleinen Ort Walpole. Zweifelsfrei gab es sie schon im Jahr 1627, als der holländische Navigator Pieter Nuyts die Region erstmals erkundete. Neben den Rot-Tingles gibt es auch noch Gelb-Tingles (Euclyptus guifoylei), die sich voneinander durch die unterschiedliche Färbung des Holzes unterscheiden.

Außerdem findet man im Wald 104 verschiedenen Orchideenarten und 4 verschiedene Eukalypten, die hier nur hier wachsen. Darunter den schon erwähnten Red Tingle und den Red Flowering Gum. Im niedrigen Unterwuchs wachsen die Kängurupfoten (Anigozanthos manglesii), die aber leider im März nicht blühten. Innerhalb von Westaustralien bekam diese Pflanze eine besondere Ehre: Sie wurde die Nationalblume des Bundesstaates. Auffällig sind zur Blütezeit auch die leuchtend roten Albany Bottlebrush (Callistemon glaucus).

Tiere befinden sich natürlich auch im Park, wobei es schwierig ist sie zu sehen. 19 Säugetierarten, 109 Vogelarten und 22 Reptilien wurden gezählt. Um sie zu schützen hat man zahlreiche giftige Spezial-Köder im Wald ausgelegt, um die ärgsten Feinde der heimischen Fauna zu vernichten: wilde Katzen und Füchse richten großen Schaden an und werden mit allen Mitteln bekämpft.

Aborigines vom lokalen Stamm der Minang (was übersetzt so viel wie Leute aus dem Süden heißt) leben schon seit ungefähr 40.00 Jahren in der Region, man fand im Park Artefakte die 6.800 Jahre zurückdatiert wurden.


Hilltop und Giant Tingle Tree

Beschauliche und recht wenig befahrene Buschpisten führen durch die Wälder rund um Walpole, hin zu Aussichtspunkten, Wasserfällen und Flüssen. Besonders beliebt ist die Fahrt zum Circular Pool oder an die Küste zur Peaceful Bay.

Wer die berühmten Red Tingle Eukalypten und ihre riesigen Wurzelstöcke, die einen Umfang von bis zu 20 Metern haben können, mal aus der Nähe ansehen möchte, fährt am besten den Tingle Drive zum Giant Tingle Tree. Vom South Western Highway führt eine gut beschilderte Abzweigung zum Hilltop Lookout. Die 6 km lange, schmale Strecke ist aber eine Einbahnstrasse, nur die Einfahrt kurz östlich von Walepole kann man nehmen. Sie schlängelt sich durch waldige Wildnis bis zu einem kleinen Parkplatz, etwa zwei Kilometer hinter der Abzweigung. Von hier aus führt ein netter Rundweg 800 Meter lang durch den Wald, vorbei an einigen beeindruckenden Bäumen. Während die bis zu 40 Meter hohen Gelb-Tingles ebenmäßig wachsen, ist der Stamm der Rot-Tingles unten merklich verdickt. Diese Basis gibt den 70 Meter hohen Riesenbäumen den nötigen Halt, denn sie besitzen nur ein verhältnismäßig flaches Wurzelwerk und sind so natürlich auch extrem anfällig für Störungen. Deshalb sollte man immer auf den ausgeschilderten Wegen bleiben. Dazwischen wachsen einige Karris und die bis zu 15 Meter hohe Karri-Kasuarine. Ihre Borke ist meist mit Moos bewachsen und sieht aus wie Kork.

Der Giant Tingle Tree, Ziel des Rundwegs, hat einen Umfang von über 20 Meter und ist der mächtigste Baum seiner Art. Erst im Jahr 1952 wurde er entdeckt und auf Infotafeln sieht man ein Auto, das in seinem Inneren geparkt wurde. Auf alten Broschüren udn Postkarten kann man ihn noch in voller Höhe bewundern, aber seit 1991 fehlt dem Baum die Krone, nur noch die Außenwände stehen. Buschbrände höhlten den Stamm aus, aber Teile von ihm leben immer noch. Vogelstimmen sind im dichten Buschwerk zu hören, auch wenn man die kleinen Pieper eher selten zu sehen bekommt.

Wenn man den Rundweg beendet hat und die Einbahnstrasse weiterfährt, gabelt sich der Weg am Ende. Nach links fährt man auf der Gully Road in Richtung Circular Pool, einem beliebten Picknick- und Badeplatz am Franklin River, und von dort in einer Schleife zurück nach Walepole. Nach rechts fährt man nur ein kurzes Stück steil hinunter zum South Coast Highway. Über Nornalup sind es nur noch wenige Kilometer bis zur nächsten Attraktion, dem Tree Top Walk.



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