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SEBATU
     Alle Touristenbusse und Guides stoppen auf dem Weg nach Ubud an den malerischen und steilen Reisterrassen nahe dem kleinen Ort Tegalalang. Hier hat sich in den letzten Jahres einges zum Schlechteren verändert. Fliegende Händler haben an diesem Ort schon immer die anhaltenden Touristen regelrecht überfallen, jetzt hat man aber auf der Straßenseite mit der schönen Aussicht auch noch kleine Plattformen mit Verkaufshütten erreichtet. Wo früher der Blick durch das Tal schweifen konnte, muss man nun erst an der Bebauung vorbei, um einen ungestörten Rundumblick auf die Reisterrassen zu haben. Damit begibt man sich direkt in die Fänge der aufdringlichen Händler, die hier meist T-Shirts, Sarongs und Holzfiguren anbieten.
     Kurz hinter diesem Rummelort biegt eine kleine, steile Straße Richtung Osten ab. Durch kleine Dörfer und vorbei an Reisterrassen fährt man Richtung Sebatu. Dieser Ort ist vor allen durch seine Schnitzkunst bekannt, prächtige Garudafiguren nach altem Vorbild entstehen hier. Sebatu ist reich, Mercedes und schöne Häuser sind im Straßenbild keine Seltenheit. Viele Holzschnitzer zeigen ihre Arbeiten in kleinen Läden direkt an der Straße, alles ist fein weiß gekachelt, obwohl sich nur selten jemand zum Kaufen hierher verirrt. Aber man zeigt gerne, was man sich erarbeitet hat, und das für die eigene Beerdigungszeremonie gesparte Geld wird wegen der Inflation zu Lebzeiten lieber in Immobilien und Kunstwerke investiert.

Pura Gunung Kawi
     Der Pura Gunung Kawi sollte nicht mit dem gleichnamigen, großen Felsengräbern der Könige bei Tampaksiring verwechselt werden. Hier, nahe der Hauptstraße von Sebatu, liegt ein kleiner Tempel mit einigen Wasserbecken in einem tiefen, dicht bewachsenen Tal. Schon vom erhöhten Standpunkt von der Straße aus hat man einen guten Blick über die Anlage. Nachmittags kommen hier die Touristenbusse an, kommt man aber am Morgen, so ist man fast alleine und die vielen Shops auf der gegenüberliegen Straßenseite sowie die Kasse für den Eintritt sind noch gar nicht besetzt. Nur so kann man diesen bezaubernden, grünen Ort in Ruhe genießen. Ein Sarong ist natürlich Pflicht, und mangels Kassenpersonal sollte man den Eintritt beim Gehen in der Spendenbox deponieren.
     Im Zentrum des Tempels speist eine Quelle mit klarem Wassser ein Bassin, in dessen Mitte ein Altar steht. Weitere Bassins mit großen Fischen, kunstvolle Schnitzereien und Steinmetzarbeiten sind bei einem Rundgang durch die Anlage zu bewundern. Die moosüberwucherten Mauern und Figuren täuschen ein hohes Alter vor, das geht in diesem feucht-heißen Klima unglaublich schnell. Richtig alt sind aber nur einige der Steinfiguren im rechten Pavillion des Innenhofes. Viele Details, Statuen, Figuren und Einrichtungsgegenstände werden häufig erneuert, bemalt und renoviert.
     Das öffentliche Bad von Sebatu liegt direkt am Tempel, hier gibt es mehrere Badebecken getrennt für Männer und Frauen, in denen meist einige Badende anzutreffen sind. Wasserspeier aus bemoosten Mauern speisen die Becken mit klarem, kalten Quellwasser. Fotografieren der Badenden ist verboten und man sollte das auf jeden Fall respektieren. Wer möchte schon zu Hause in seiner Badewanne abgelichtet werden?

 
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