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MT. ROBSON - KAMLOOPS

Die Strecke von Mount Robson bis nach Kamloops ist uns aus mehreren Gründen nicht in besonders guter Erinnerung. Nach mehreren Tagen im Banff und Jasper National Park überraschte uns hier der ziemlich heftige Verkehr mit dicken Trucks und zahlreichen Autos. Die Strecke führt vorbei an öde anmutenden Ortschaften, kilometerlangen Gewebegebieten und Häusern mit unaufgeräumten Vorgärten. Allerdings führt dieser Highway auch an ein paar Highlights vorbei, die man auf gar keinen Fall verpassen sollte. Ziel der ersten Tagesetappe war der kleine Ort Clearwater, Ausgangspunkt zum wunderschönen Wells Gray Provincial Park. In diesem haben wir zwei Nächte verbracht und sind dann weiter über Kamloops zum Adams Lake in der Shuswap Region gefahren.

Als wir am Morgen im Ort Jasper gestartet sind hat es wie aus Kübeln geregnet. Die Wolken hingen tief im Berg. Der Highway No. 15 bietet in dem schönen, grünen Tal sicherlich wunderbare Ausblicke auf die Berge. Wir sahen nur die zahlreichen Holzschilder, die mit dem Bergnamen und den Höhenangaben schräg nach oben ins graue Nichts deuteten. Nach einigen Kilometern folgte der Highway dem Moose Lake, er führt über den Red Pass und man erreicht den Mount Robson Provincial Park.

Die Region Robson Valley ist für einen Aktivurlaub gut geeignet, man kann überall auf ausgedehnten Wanderwegen in die Berge. Zum Fischen stehen mehrere See zur Verfügung: der Kinbasket Lake, Moose Lake oder Yellowhead Lucerne Lake. Auch die Flüsse Canoe River, Fraser River, Camp Creek, Swift Creek und der McLennan River bieten Anglern reiche Beute und im Sommer Gelegenheit zum Wildwasser Rafting.

Der Mount Robson Provincial Park ist der zweitälteste Park in British Columbia und wurde nach dem höchsten Berg der kanadischen Rocky Mountains, dem Mount Robson mit seinen 3.954 Metern, benannt. Derr Park hat eine Gesamtgröße von 224.866 ha.

Der Blick auf den majestätischen Berg vom Tal aus muss gigantisch sein, wir hatten leider erst viel später die Gelegenheit, ihn vom Gipfel des Whistler Mountain zu sehen, auf den wir dann bei schönstem Wetter von Jasper aus mit der Tramway hochgefahren sind.

Als wir im Besucherzentrum ankamen, schüttete es wie aus Kübeln. Oben auf dem ersten Foto ist der "Blick" auf den Berg zu sehen. Das Besucherzentrum ist ganz interessant und hat im Keller eine schöne Ausstellung über die hiesige Tierwelt, vor allem konnten wir uns hier mit umfangreichem Informationsmaterial für die Regionen eindecken, die noch vor uns lagen.

Auf dem Parkplatz standen ein paar silberne Airstream-Anhänger aus Kanada und den U.S.A. in verschiedenen Größen, irgendwo musste ein Treffen stattfinden. Auch unterwegs sind wir noch über einem Dutzend davon begegnet. Da unser Camper ein wenig schräg noch vorne bergab stand, hatte sich hinter dem Alkoven-Knubbel Wasser auf dem Dach gesammelt, was zu unserem Erstaunen irgendwie ins Innere gedrungen war. Die Naht in der Decke war feucht und das Pappelholz in einem der Hängeschränke neben der Tür diente als Schwamm. Nix wie weg aus dem Regenloch in Richtung Tete Jaune Cache.



North Thompson Valley

Hier wollten wir eigentlich die Rearguard Falls besuchen, die nur 5 Kilometer östlich von Tete Jaune Cache an der Südseite des Highway 16 liegen. Von einer Aussichtsplattform am Fraser River kann man im August die Königslachse beobachten, wenn sie nach einer langen Reise versuchen, die Fälle zu überqueren, um zu den Laichgründen zu gelangen.

Aber da es immer noch sehr stark regnete hatten wir zu dem Besuch keine Lust und fuhren ab Tete Jaune Cache dann auf dem Highway No. 5 in Richtung Süden über Orte wie Valemount, Cedarside oder Blue River. Am Swift Creek machten wir einen kurzen Stopp, denn hier sollte man angeblich auch Chinook Lachse beim Laichen sehen. Leider waren wir zur falschen Zeit vor Ort und nicht ein einziger Fisch war hier zu sehen. Das Glück sollten wir ein paar Tage später dann am Adams River in der Shuswap Region haben.

Bei Avola hingen Schilder am Highway wie "Hungry?", "The best Burger in the World" und ähnliches. Das ging über etliche Kilometer so, irgendwan wirkte die Wiederholung auch bei uns. Da wir gerade einen Bärenhunger hatten, folgten wir der Werbung und kamen in ein kleines Kaff an der Bahnlinie. Ziel war ein uriges Holzhaus, in dem ein Harley-Fan mit Frau eine Kneipe namens "Log Inn Pub" betreibt und nebenan wohnt. Die Einrichtung mit echtem Bärenfell, Billardtisch und Theke ist genau so urig wie die beiden netten Typen. Der selbstgemachte Hamburger kostete stolze 10 Dollar, kam dafür auf einem kleinen Plastiktellerchen mit Papierserviette, war aber wirklich sehr lecker und dick.

Nach dem Besuch des Wells Gray Provincial Park führte unser Weg weiter durch das North Thompson Valley in Richtung Süden nach Kamloops. Unterwegs gab es einige Aussichtspunkte und Provincial Parks, leider hatte es in der Region stark gebrannt. Ganze Berghänge waren braun und die Nadelbäume standen als dünne Stecken in der Landschaft, unten auf den Fotos gut zu erkennen. Einige Kilometer zog sich das hin.

Bis nach Kamloops passierten wir noch einige kleinere Dörfer, dann erreichten wir das Wirtschaftszentrum am Zusammenfluss des North und Shouth Thompson River. Die günstige Lage war ideal für frühe Handelsstützpunkte, auch heute ist Kamloops ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt in British Columbia. Die zwei Eisenbahnlinien Canadian Pacific und Canadian National verzweigen sich hier und der Yellowhead Highway 5 kreuzt den Trans-Canada Highway 1. Dem Coquihalla Highway folgt man von hier aus bis nach Vancouver.

Wir haben uns nicht lange in der Stadt aufgehalten, der Verkehr war heftig. Nach einem Tankstopp sind wir weiter nach Osten gefahren in die Shuswap Region, wo wir die Nacht am Adams Lake verbracht haben. Mehr dazu auf der Seite Shuswap.




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