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LAHAINA
     In Lahaina kann man endlich mal den Leihwagen stehen lassen und gemütlich zu Fuß durch das Städtchen bummeln. Die alten Holzfassaden der Front Street verbreiten noch den Hauch jener Tage, als Lahaina ein rauhes Pflaster war, und hier tobt auch heute noch das Leben. Zahlreiche Boutiquen, Restaurants und Artshops mit teilweise gesalzenen Preisen reihen sich hier aneinander.
     Man kann am frühen Abend in Lahaina einen fantastischen Sonnenuntergang erleben und dabei in einer der vielen Bars ein kühles Bier genießen oder einen Cocktail zur Happy Hour. Wenn die Sonne in einer Sinfonie von Rottönen im Meer versinkt, dann serviert die Bedienung in den Bars dazu den passenden orangefarbenen Mai Tai.
     Ein Hard Rock Café gibt es auch hier in Lahaina und viele laufen mit diesen langweiligen T-Shirts herum, die man in jedem Hard Rock Café der Welt mit gleichem Design kaufen kann. Überhaupt: T-Shirts sind der Verkaufschlager von Lahaina, fast überall bekommt man die verschiedensten Designs und Firmen. Ebenso gibt es unzählige Galerien mit teilweise sehr scheusslichen Wal-Bildern, vielfarbige Sonnenuntergängen vor Palmenkulisse in Öl und kitschige springende Delfine aus buntem Glas. Das ist natürlich mein persönlicher Geschmack, aber auf Hawaii wird man mit solcher "Kunst" nahezu überall konfrontiert.
     Die knapp 10.000 Einwohner von Lahaina leben vom Tourismus, aber überarbeiten tut sich hier niemand. Viele Künstler, Möchtegern-Künstler und Lebenskünstler trifft man hier und die lockere Lebensart passt zum Flair dieser Stadt.

Banyan Tree
Wie schon erwähnt lässt sich Lahaina am besten zu Fuß erkunden. Auf einem großen Platz zwischen Courthouse und Font Street steht ein imposanter Banyanbaum. Er ist der größte auf der Insel und kam 1873 als kleiner Mini-Baum auf die Insel.
     Ganze 2,40m war er hoch, als er vom damaligen Sheriff der Insel zum 50. Jahrestag der Ankunft der Missionare auf Maui gepflanzt wurde. Auf seine Luftwurzeln gestützt, die selbst schon Stämme sind, überspannnt seine mächtige Krone nun eine Fläche von 3.000m², 15 Meter hoch ist die Krone.
     Unter dem Blätterdach finden Trödelmärkte und Veranstaltungen statt und auf den Bänken kann man sich im Schatten wunderbar vom anstrengenden Stadtbummel erholen. Am besten besucht man den Baum am Abend kurz vor Sonnenuntergang, dann lärmen in den Zweigen hunderte indischer Hirtenstare (Common Myna), die von überallher in der Umgebung einfliegen und sich um die besten Schlafplätze im Schutz der Gruppe zanken. Geht man unter dem Baum-Wald hindurch, so verfolgt einen eine Lärmwelle aufgescheuchter Vögel, ein unbeschreibliches Gepiepse.
 
Am Hafen
     An der Kaimauer des Hafens liegt das Wahrzeichen von Lahaina, die 28m lange Brigg "Carthaginian II", die Replik eines Frachtseglers aus dem vorigen Jahrhundert. Das Original ging 1972 auf dem Weg zur Werft in Honolulu unter. Innen ist ein Museum mit Austellungsstücken über Wale und Walfang, täglich zwischen 9:30 und 16:30 Uhr geöffnet. Ein Film informiert über Buckelwale.
     Im kleinen Hafenbecken auf der anderen Seite der Kai-Zufahrt, gegenüber der "Carthaginian II", liegen zahlreiche Boote, die Waltouren, Sunset Cruises, Fun Cruises und Schnorcheltrips anbieten. Auf dem Bild unten ist der Yachthafen im Licht der untergehenden Sonne zu sehen.
     Direkt gegenüber steht das zweistöckige, gün-weiße Pioneer Inn. Es wurde 1901 von einem Kanadier erbaut und war bis Ende der 50er Jahre die einzige Unterkunft auf West-Maui. Das Hotel mit Theater und Saloon war auch das einzige auf Maui mit einer Lizenz zum Alkoholausschank. Zur Happy Hour kann man sich hier auf der Terrasse für 1U$ ein erfrischendes Bierchen mit Blick auf die vorbeischlendernden Touristen gönnen. Träge Ventilatoren sorgen für Kühlung und die Innenräume sind liebevoll mit alten Erinnerungsstücken geschmückt.
     Ein ausgedehnter Spaziergang führt auch zu einigen alten Missonarshäusern und vorbei am "Bird Man". Hier lassen Touristen für viel Geld mit einigen Aras auf Kopf und Schultern "piratenlike" fotografieren, so wie ich es im Vogelpark auf Bali auch machen konnte, allerdings ohne extra Bezahlung.
     Auch viele kleine Kirchen sind in Lahaina zu besichtigen, sogar einige buddhistische Tempel. Diese Religion verbreitet sich auf Maui mit Ankunft der japanischen Zuckerrohrarbeiter. In der Luakini Street findet man den Shingon Buddhist Temple, am nördlichen Ende der Front Street liegt der Wo Hing Temple und ganz am Ende der Jodo Mission Buddhist Cultural Park - direkt neben der alten Fabrik für Konservendosen.

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