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DER WESTEN
     Nur wenige Touristen, die nach Oahu kommen, kennen den Westen der Insel. In eine Rundfahrt lässt sich dieser Teil auch nicht einbeziehen, denn es ist eine Sackgasse. Wer von Pearl City aus über den Highway 93 in den Westen fährt kommt unweigerlich zum Ende der Straße und muss den ganzen Weg wieder zurückfahren. Am Kaena Point im Nordwesten gibt es keinerlei normal befahrbare Verbindung zu den Stränden in den Norden, im gebirgigen Hinterland befindet sich meist Militärgelände, auf dem die Durchfahrt verboten ist. Dazu kommt, dass es keine touristischen Attraktionen entlang der Strecke gibt, von einigen Stränden einmal abgesehen.
     Die Westküste liegt im Windschatten der Waianea Bergkette, über die selten Wolken mit Regen gelangen. Dem entsprechend ist diese Seite der Insel sehr trocken. In den wenigen Orten leben meist einheimische Hawaiianer oder Einwanderer aus Samoa. Viele Reiseführer berichten, dass sie hier gerne unter sich bleiben und diese Ecke der Insel wie eine Art Zufluchtsort betrachten. Touristen sind daher in manchen Orten nicht so gerne gesehen, es kommen aber meist eh keine.

Nanakuli bis Makaha
     Nur 40 Km vom lebhaften Honolulu entfernt liegt Nanakuli. Von hier bis nach Makaha reihen sich viele Beachparks aneinander, mit weißen Stränden und den üblichen touristischen Einrichtungen wie Grillplätzen, Toiletten und Duschen. Nicht immer und überall kann man hier sicher Schwimmen, auch sollte man auf gefährliche Strömngen achten. Im Sommer ist hier die beste Badezeit, im Winter werden die Strände meist schmal und die Wellen hoch.
     Hinter Nanakuli kommt ein zusammenhängender Sandstreifen mit drei Beachparks: Ulehawa, Maili und Lualualei, gefolgt vom sehr schönen und geschützeten Pokai Bay Beach Park, in dem man das ganze Jahr über gut Schwimmen kann.
     Die Küste ist an einigen weingen Stellen mit hässlichen, großen Hochhausbauten verschandelt, in dem sich wahrscheinlich Ferienwohnungen oder Appartements für die Stadtbevölkerung befinden, Hotels gab es nur zwei oder drei an der ganzen Küste. Eine Abfahrt zum Beispiel schon ziemlich weit im Norden führt rechts in ein wunderschönes Tal, das leider komplett mit einer riesigen Condomminiumanlage verschandelt ist, auf zehn Etagen ziehen sich mehrere hundert Wohneinheiten am Berghang entlang.
     Die Orte am Straßenrand wirken meist einfach und ein wenig heruntergekommen, Restaurants sucht man vergeblich, bis auf das übliche Fast Food. Hier waren wir zum ersten Mal in einem Pizza Hut essen, denn etwas besseres fanden wir nicht - besser als McHamburger war es auf jeden Fall.
 
Nordwest-Ecke
     Die nördlichen Strände zwischen Makaha und Kaena Point sind eine Fundgrube für Muschelsammler. Hier sind kleine Puka Muscheln zu finden, die in der Mitte schon ein Loch haben. Aus denen werden dann Halsketten gemacht werden, je dünner die Muschel, je teurer die Ketten. Hier ist ein Link zu einer Seite, die solch eine Puka Shell Kette zeigt.
     Makaha Beach ist im Winter ein beliebter Platz für Surfer, hier finden auch Wettbewerbe statt. Seit 1952 ist der Strand Austragungsort des Makaha International Surfing Contest.
     Hinter Makaha fahren keine öffentlichen Busse mehr. Nur noch wenige Kilometer gibt es danach eine asphaltierte Straße, die plötzlich endet. Vorher passiert man noch einen kleinen Parkplatz bei Kaneana, auf der rechten Seite befindet sich eine große Höhle, die Kaneana Cave, die man ohne Taschenlampe aber nur wenige Meter weit betreten kann, weil es dann stockdunkel wird. Das kleine Foto zeigt Michael vor dem Eingang. Im Inneren sind viele der Felswände leider mit Grafittis verschandelt.
     Beim Makua-Kaena State Park und am Yokohama Beach endet die Straße. Die Berge im Hintergrund sind braun und trocken, das Gelände ist militärisches Sperrgebiet. Nur noch zu Fuß kommt man noch ein paar Meilen weiter zum Kaena Point, dem westlichsten Punkt der Insel. Etwas für geübte Wanderer mit guten Schuhen und genügend Wasservorräten, die die Einsamkeit lieben. Man sollte hier nichts von Wert im Auto lassen, Scherben auf dem Parkplatz sprechen eine eindeutige Sprache.
     Hier wendet man dann seinen Mietwagen wieder und fährt die gleiche Strecke bis Pearl City zurück, eigentlich ohne weiteren Stop, denn man hat ja auf der Hinfahrt alles schon gesehen.
     Fazit: Wer zum ersten Mal auf Oahu ist, der hat nichts verpasst, wenn er diesen Teil der Insel nicht sieht, und der hat bestimmt auch keine Zeit für diesen Ausflug übrig. Wir haben uns den Westen angesehen, nachdem wir am Morgen in Pearl Harbour waren, wo der Andrang gering war und nur ein halber Tag für die Besichtigung benötigt wurde. Zusammen mit dem Westzipfel ergab das einen schönen Tagesausflug. Auf dieser Seite sind einige Bilder von der Leeward Coast, für einen ersten Eindruck reicht das durchaus. Unbedingt selbst gesehen haben muss man diesen Teil der Insel, meiner Meinung nach, eigentlich nicht. Wer nur seine Ruhe haben will und garantierten Sonnenschein am fast leeren Strand, der ist hier richtig.

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