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PUNE

Eigentlich wollten wir etwas mehr von Pune oder auch Poona besichtigen, aber leider hatte sich alles gegen uns verschworen. Der 240 Kilometer lange Weg von Aurangabad war auf Grund schlechter Straßen zeitraubender als gedacht und unserer Fahrer aus Bhopal, mit dem wir 11 Tage unterwegs waren, hat sich bei der Einfahrt zur Stadt einmal verfahren. Von da an wurde er immer nervöser und der Verkehr nahm gegen Feierabendzeit immer mehr zu - wir lenkten ihn deshalb mit Hilfe unseres Smartphones und Offline-Navigation durch die Stadt. An einigen Bahnübergängen herrschte das Chaos, und insgesamt verloren wir in der Stadt dann über 2 Stunden.

Zu allem Unglück fing es auch noch heftig an zu regnen und der Verkehr war heftig und staute sich auf den Hauptstrecken. Pune hat 3,1 Millionen Einwohner in der eigentlichen Stadt und 5 Millionen in der Agglomeration rundum, man lebt hier hauptsächlich von der Industrie: Automobilindustrie, Leichtindustrie, Softwareentwicklung und Maschinenbau sind die Haupt-Arbeitgeber.

Pune gilt als neuntgrößte Stadt Indiens, nach Mumbai ist sie die zweitgrößte Stadt im Bundesstaat Maharashtra.

Die Einwohner genießen kulturelle Einrichtungen, es gibt hier eine Universität, viele Theater, Kinos und Museen. Weltweit bekannt wurde Poona wegen eines Religionsführers und spirituellen Lehrers namens Osho, besser bekannt auch unter seinem früheren Namen Bhagwan Shree Rajneesh. Er verlegte im Jahr 1974 seinen Ashram von Bombay hierher, kam nach einem kurzen Aufenthalt in den USA/Oregon zurück nach Pune, und verstarb hier am 19. Januar 1990.

Als wir dann endlich am späten Nachmittag in unserem Hotel JW Marriott ankamen, hatten wir keine Lust mehr auf Besichtigungen im Regen und blieben lieber im schönen Hotel.

Pune liegt am Fluss Mula und unterwegs haben wir durch die Autofenster nur wenig Schönes gesehen. Auch der Blick von einer Brücke auf den Fluss zeigte Müll und alles grau in grau. Die Häuser waren meist modern, es gab nur wenige alte Bauten und Mauern, an denen wir vorbei gefahren sind. Ein paar alte Forts liegen etwas außerhalb der Stadt.





Dagadusheth Halwai Ganapati Tempel

Am nächsten Morgen nach einem ausgiebigen Frühstück regnete es nicht mehr und wir wollten wenigstens ein bisschen von der Stadt besichtigen. Unser neuer Fahrer, der uns die nächsten 4 Tage bis nach Mumbai fahren sollte, erwies sich leider ebenfalls als absolut ortsunkundig. Wir wollten den Dagadusheth Halwai Ganapati Tempel besuchen, denn der sollte der schönste Tempel in Pune sein. Der nervöse Fahrer bezahlte heimlich einen Mopedfahrer, damit er vorausfuhr und ihm den Weg zeigte. Dort angekommen gab es keine Möglichkeit zum Halten oder er kannte sie nicht. Jedenfalls stiegen wir aus und besuchten kurz den Tempel, in dessen Inneren man leider nicht fotografieren durfte. Zuerst geht man in eine Nebengasse, in der Verkäufer Opfergaben in halben Kokosnusschalen anbieten, zu dem seitlichen Eingang, alles professionell abgesichert mit Wachposten, Trenngittern und Personenscannern.

Der Tempel gehört zu den berühmtesten in Maharastra und ist Lord Ganesha geweiht, der als goldene Statue auch das Zentrum im Inneren bildet. Auch die Umgebung der Staue ist kunstvoll vergoldet, versilbert und geschmückt. Die Gläubigen ziehen in einer Reihe daran vorbei und opfern ihre Gaben.

Fast alle hinduistischen Glaubensströmungen verehren Ganesha, den Gott mit dem Elefantenkopf. Er gilt als Verkörperung von Weisheit, Glück und Erfolg und schon am Vormittag strömten viele Gläubige in den Tempel. Man zieht die Schuhe aus und die Wächter achten darauf, dass im Inneren nicht fotografiert wird.

Nach dem Besuch standen wir dann am Straßenrand und warteten auf den Fahrer, der seine Runden drehen musste. Dabei konnte man einige Vehikel beonbachten und ich versuchte noch von aussen ein Foto von der Ganesh-Statue durch die Scheibe zu machen. Viele Menschen drängten sich dort, um einen Blick ins Innere zu werfen.

Unser neuer Fahrer zahlte wieder, um aus der Stadt heraus zu finden, er hätte uns ja auch fragen können, denn wir hatten Navi dabei. Leider sprach er kaum Englisch. Da es mühsam war sich mit ihm zu verständigen verzichteten wir auf weitere Besichtigungen von Pune und ließen uns direkt weiter nach Lonavala und zu den Karla Caves fahren. Ihm das zu vermitteln war schon schwierig genug.






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