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PAULAS CAVE

In der Erongo Wilderness Lodge sind die geführten Wanderungen im Preis enthalten. Extra zu zahlen ist hier nur der Nature Drive am Nachmittag. Er beinhaltet eine Fahrt mit Wildbeobachtung zu einer Höhle mit Felszeichnungen und Sundowner dort vor Ort. Dann fährt man in der Dunkelheit zur Lodge zurück, mit der Möglichkeit, mit viel Glück auch mal nachtaktive Tiere zu sehen. Das Ganze kostet 400 N$ pro Person, beginnt um 16:00 Uhr und dauert 3 Stunden.

Da wir Paulas Cave mit den Höhlenzeichnungen sehen wollten, buchten wir die Fahrt. 5 Gäste hatten sich an diesem Nachmittag dafür entschieden und Charles vom Morning Walk war wieder unser Guide. Die Fahrt startet an der Rezeption, führt zum Parkplatz im Tal und dann biegt man nach links ab. Die Wegstrecke war teilweise recht holperig, wahrscheinlich weil es hier bis vor kurzem noch stark geregnet hatte. Wir wurden ganz schön durchgerüttelt und viele Tiere sahen wir auch nicht. Nur ein paar Felsenadler, die vor ihrem Horst kreisten. Sonst haben wir gar nicht angehalten, ich habe auf der Hinfahrt nur eine Hand voll Bilder gemacht. Schließlich muss man ja rechtzeitig bei Sonnenuntergang oben auf dem Felsen sein.

Nach der holperigen Fahrt stoppte man im Tal und nun ging es zu Fuß weiter. Charles holte den Rucksack mit den vorbestellten Drinks aus dem Auto und es ging los. Der angekündigte "20 minutes easy walk" war dann doch eine in der Hitze recht anstrengende Kletterei über Stock und Stein. Einem unserer Mitreisenden fiel die Anstrengung schon sehr schwer und unser Guide musste sein Tempo anpassen, um bei ihm zu bleiben und stets eine helfende Hand zu reichen.

Schließlich kamen wir auf einem weitläufigen, glatten, aber schrät abfallenden Granitfelsen an und entdeckten die Höhle. Keine grosse Sache, irgendwie sah sie aus wie ein offenes Maul mit Zäpfchen hinten. An den Wänden Felsmalereien, deren Alter auf einige hundert bis mehrere tausend Jahre geschätzt werden. Der Eingang zeigt nach Norden.

Dargestellt werden hier überwiegend in Rot gezeichnete Tiere des Landes, hier meist Kudus. Dazwischen mit Speeren oder Pfeil und Bogen bewaffnete Menschen auf der Jagd. Es gibt auch eine Tanzszene, bei der sich 6 unbewaffnete Menschen an den Händen halten.

An der Decke sieht man Rauchspuren, dort wurde einst ein Hornissennest ausgeräuchert. Der Kristall, den man danach von der Decke schlug, befindet sich auf dem Kaminsims im Restaurant der Lodge.



Sunset

Der Sonnenuntergang auf den Granitfelsen in kleiner Runde war noch wesentlich schöner und idyllischer als der Sunset Walk von der Lodge aus. Bei unserer Ankunft machte sich eine Gruppe scheuer Paviane aus dem Staub. Charles packte die Getränke aus und jeder fand sein Plätzchen. An diesem Abend gab es nicht eine einzige Wolke am Himmel und so fehlte das Farbenspiel am Himmel, nachdem der glutrote Ball hinter einer Bergkette verschwunden war. Für den Weg zurück gab es noch genug Licht, aber wir mussten ja noch zur Lodge zurück. Es wurde schnell dunkel, wie in diesen Breiten üblich und der Landrover pflügte auf der Piste vorbei an fast hüfthohem Gras.

Wir mögen eigentlich keine Nachtfahrten, muss sich bei der Geschwindigkeit doch immer irgendein Tier vor dem herannahenden Auto in Sicherheit bringen. Vor allem nachtaktive Vögel wie Nachtschwalben haben es da schwer und landen schnell am Kühlergrill. An diesem Abend haben wir wissentlich nichts überfahren, vor einem im Scheinwerferlicht vorbei hoppelnden Häschen konnte Charles gerade noch stoppen.



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