Archiv : Die Infos und Bilder auf dieser Seite sind aus dem Jahr 2005

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DIE GEYSIRE

Besondere Popularität erlangt das Whakarewarewa Thermal Reserve durch die zentrale Lage und durch zwei Geysire, die die meiste Zeit des Tages aktiv sind: Prince of Wales' Feathers und Pohutu. Dieser Maoriname bedeutet übersetzt: "Großer Spritzer". Beide Geysire sind sehr beeindruckend und um auf eine der Aussichtsplattformen zu gelangen, muss man je nach Windrichtung eine heiße Dusche in Kauf nehmen. Dafür empfiehlt es sich einen der kostenlosen Leih-Schirme vom Eingang mitzunehmen - was wir leider versäumt hatten. Bei unserem Besuch wehte der Wind das heiße Wasser auf einen der Aussichtspunkte, um zu einer gegenüberliegenden Holzplattform zu gelangen muss man durch den feinen Sprühnebel durch. Mit lautem Kreischen tun das die Japaner, Koreaner und Chinesen. Einige haben auch gegen die Sonne meist einen Regenschirm mit, den sie hier dann auch gebrauchen können. Der feine Geruch und die mineralhaltigen Wassertropfen hinterlassen auch auf Hose und T-Shirt ihre Spuren.

Von der Plattform hat man einen schönen Blick auf die Geysire, leider befindet sich im Hintergrund ein ziemlich hässlicher Hotelklotz, der ziemlich nah an das Thermalgebiet gebaut wurde. Die Zimmer im Regal-Hotel mit direktem Geysirblick lassen sich bestimmt gut und teuer vermieten, der Anblick vom Geysir aus auf das Hotel ist aber alles andere als schön. Beide Geysire befinden sich auf dem privaten Grund des Regal-Hotels.

Beim Pohutu muss niemand mit Seifenlauge nachhelfen damit er spuckt, so wie beim Lady Knox Geyser beim Wai-o-tapu Termalgebiet zwischen Rotorua und Taupo. Manchmal bläst er seine Wasserfontäne bis zu 30 Meter hoch in den Himmel. Bei unserem Besuch strengte er sich auch mächtig an, leider vor immer dichter werdender Bewölkung statt eindrucksvoll vor blauem Himmel.

Als Ende der 80er Jahre eine abnehmende thermische Aktivität Pohutu den Dampf abzudrehen drohte sperrten die Stadtväter von Rotorua stattdessen lieber den Privatleuten den Dampfhahn zu. Seitdem die vielen Bohrlöcher in den Gärten mit Beton verschlossen sind prustet der Geysir wieder mit voller Kraft. Bis zum Jahr 2000 ist er dann mehrmals täglich ausgebrochen. 2000 überraschte er alle, indem er plötzlich 329 Tage ununterbrochen Wasser spuckte. Zurzeit ist er etwa 80 Prozent des Tages aktiv, mit schöner Regelmäßigkeit etwa einmal pro Stunde lässt er seine heiße Wasserfahne in die Luft steigen. Und damit niemand das Spektakel verpasst, wird der große Spritzer jeweils vom kleineren Geysir Prince of Wales' Feathers angekündigt. Er bricht nämlich immer vorher aus und seine schrägen Wasserfontänen erreichen Höhen von bis zu acht Metern.

Der Name Prince of Wales’ Feathers stammt tatsächlich vom Prinzen von Wales, allerdings von einem Ahnherrn des gerade aktuellen Charles. Dieser trug ein Wappen mit drei Puscheln drauf, das er als Symbol auf der Uniform trug, als er einmal die Region besuchte. Das Wappen sah aus wie der kleinere der beiden Geysire. Da man den Mann ehren wollte, schließlich ist noch immer die britische Queen das Staatsoberhaupt der Neuseeländer, gab man dem kleineren der Geysire den Prinzennamen.

Ich hab schon beim ersten Anblick von weitem ein paar Fotos gemacht, denn ich dachte, jeden Augenblick ist wieder Schluss mit dem Springbrunnen. Aber nein, wir hielten uns ziemlich lange dort auf und die beiden Geysire sprühten immer noch um die Wette als wir dann schließlich weiter in Richtung Kiwihaus gingen.

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Kiwi Haus

Das ablaufende Wasser des Geysirs hat schöne Ablagerungen gebildet, auf dem Bild unten zu sehen. Die kann man am besten von einer Brücke aus fotografieren, dort herrscht allerdings meistens Stau wegen der vielen Touristen. Nur mühsam kann man sich manchmal einen Platz am Geländer erkämpfen, das Bild unten zeigt wie voll es war. Ein paar hundert Meter nach der Brücke kommt man zum Kiwi Haus.

Außen macht ein Schild darauf aufmerksam, das man im Inneren ruhig sein soll. Wir genossen den Anblick von zwei Kiwis im Dämmerlicht, als eine Gruppe Asiaten laut palavernd hereinkam und sich kein bisschen an die Regeln hielt. Eine anwesende Angestellte sagte dazu gar nichts und ließ sie gewähren. Mehr zu den scheuen, nachtaktiven Vögeln findet Ihr auf meiner Seite Kiwi Encounter. Dort hatten wir unsere ersten Kiwis gesehen und freuten uns hier im Whakarewarewa Thermal Reserve nochmals die Möglichkeit zu haben, die seltsamen Tiere zu beobachten. Die zeigten sich zum Glück von den Geräuchsen der Menschengruppen wenig beeindruckt.


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