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TWEE RIVIEREN RESTCAMP

Im Gegensatz zu den kleinen Wilderness Camps wie Kieliekrankie oder Urikaruus handelt es sich bei Twee Rivieren um eines der drei Hauptcamps im Kgalagadi Transfrontier National Park. Die drei eingezäunten Restcamps Twee Rivieren, Mata Mata und Nossob bieten Platz für mehr Gäste und sind zusätzlich auch die einzigen Campingplätze im südafrikanischen Teil des Nationalparks.

Twee Rivieren ist das größte Camp im Park und befindet sich direkt am Parkeingang. Hier befindet sich auch das administrative Zentrum des Nationalparks, die Grenzstation nach Botswana und auch die Rezeption des Camps. Dieses populäre Camp bietet Unterkünfte für jedes Budget. Man kann hier Family Cottages, Chalets für zwei Personen und einen Platz auf dem Campingplatz buchen. Die Chalets liegen in verschiedenen Gebäuden, die in einem weiten Bogen angeordnet sind. Die Parkplätze befinden sich jeweils direkt daneben.

Wenn alle anderen Camps schon ausgebucht sind, hier findet man auch oft kurzfristig noch ein Zimmer. Ausserdem ist Twee Rivieren oft einzige Anlaufstelle im Rundreiseprogramm von Veranstaltern, die nur einen kurzen Abstecher zum Kagalagadi machen. Ein kleiner Nachteil ist weite Anfahrt von hier über die Dünen zu den Wasserlöchern im Auob Tal. Das nächste Wasserloch ab Camp ist Samevloeiing, gefolgt von Leeuwdril. Ab hier war die Verbindung in den Norden Richtung Nossob im März 2011 leider noch immer gesperrt, angeblich soll ab April 2011 wieder geöffnet werden...

Im Internet kann man sich den aktuellen Buchungsstand mit Monatsübersicht bis zum Ende der Buchungsperiode ansehen unter www.sanparks.org.



Im Camp

Das Restcamp von Twee Rivieren ist das größte im Park und gruppiert sich entlang des trockenen Nossob Riverbed. Es ist auch Ziel von Tagesbesuchern und ein schattiger, überdachter Parkplatz steht vor dem Shop zur Verfügung. Hier gibt es den größten Laden, der das Nötigste an Lebensmittel führt und auch Souvenirs in jeder Form bietet in weitem Umkreis. Die beiden anderen Shops in Nossob und Mata Mata sind wesentlich kleiner und haben ein begrenzteres Angebot. Von Wein und Bier über Stofftiere bis zu Feuerholz kann man hier eigentlich alles kaufen, nur frische Lebensmittel wie Obst oder Gemüse sucht man verständlicherweise vergebens. Genossen haben wir bei jedem Besuch auch das einzige Eis in der Region.

In Twee Rivieren gibt es auch eine Tankstelle, die man unbedingt nach Einfahrt in den Park aufsuchen sollte, um den Reifendruck zu reduzieren. Beim Verlasssen in Richtung Südafrika führt der Weg dann natürlich wieder hierher, um den Druck erneut zu korrigieren. Das Benzin ist hier nur unwesentlich teuerer als an weniger abgelegenen Orten.

Auch wenn man nur einen kurzen Halt plant, sollte man sich das kleine Museum nicht entgehen lassen. Hier gibt es Informationen und schöne Fotos aus dem Park zu bewundern. Das Gebäude liegt direkt gegenüber dem Parkplatz am Shop. Für Gäste des Camps gibt es auch einen Swimming-Pool, der komplett ummauert ist. Hier findet man Schatten und erfrischende Abkühlung.

Ein weiterer Vorteil für einen Aufenthalt in diesem Camp ist das einzige Restaurant im Nationalpark. Alle, die nicht selbst kochen möchten oder können sind auf diese Unterkunft angewiesen. Wir haben eine Nacht hier verbracht, weil wir nach 8 Nächten Selbstversorgung einmal nicht kochen wollten und um am nächsten Tag das Leeuwdril Wasserloch zu besuchen sowie weniger Strecke bis nach Augrabies zu haben.

So gingen wir am Abend ins Restaurant, das nett eingerichtet ist. Unten auf dem Foto ist es zu sehen, das Personal war freundlich und aufmerksam. Die Karte bietet eine überschaubare Auswahl an Weinen und Gerichten und wir entschieden uns beide für ein Straußenfilet. Dieses kam, wie bestellt, medium auf den Tisch und schmeckte lecker. Begleitet wurde es von verschiedenen Gemüsebeilagen und Kartoffel-Wedges. Dazu tranken wir jeweils zwei Bier, ich Windhoek Lager und Michael Black Label. Die Rechnung betrug am Ende 314 Rand.


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Unterkunft

Twee Rivieren ist das einzige Camp im Nationalpark mit 24 Stunden Stromversorgung und Handy-Empfang. 15 Chalets haben jeweils zwei Zimmer unter einem Reetdach, ein weiteres bietet Familien mehr Raum. Die Architektur mit den weit herunter gezogenen Dächern bietet viel Schatten in der Hitze und jedes Chalet hat einen beleuchteten Grillplatz mit runden Steintischen und Steimhockern und eine Terrasse mit Plasikstühlen vor der Türe. Besonders gemütlich fanden wir beides nicht und waren froh über den Abend im Restaurant.

Wir bekamen Zimmer Nummer 3, das vom Eingang vor dem Shop aus auf der rechten Seite liegt. Ob mit dem Auto oder zu Fuß unterwegs, man sollte auf die großen Löcher im Boden achten. Die kleinen Kap-Borstenhörnchen sind hier sehr aktiv am Buddeln und hinterlassen eine Mondlandschaft.

Die Zimmer wirken hell und freundlich beim Betreten, es gibt rosa Vorhänge und helle Bodenfliesen. Im ersten Raum befindet sich neben der Tür die Küchenzeile mit 2 Kochplatten, Mikrowelle, Spüle, Kühlschrank und Geschirr. Gegenüber stehen 2 Einzelbetten in den Ecken.

Im zweiten Raum stehen nochmals zwei Einzelbetten mit Nachttisch, eine Rattan-Essgruppe und an der Wand befindet sich ein Waschbecken. Hinter den zwei Türen verbergen sich Toilette und Dusche. Nicht ganz so gemütlich wie die Wilderness Camps, aber mit den hohen Decken und viel Platz für eine Nacht sehr schön. Fernseher gibt es keinen, dafür eine Klimaanlage, die in unserem Raum aber nicht funktionierte.

Die Fenster haben keine Fliegengitter, was ein Problem mit sich bringt, von dem wir leider im Vorfeld nichts wussten: Kaum hatten wir das Licht ausgemacht und die Augen zu, hörten wir ein Flattern und spürten ab und zu sogar einen Luftzug. Unter der Decke mit Reet verlaufen die landestypischen Balken, dort leben kleine Fledermäuse und flattern bei Dunkelheit auf der Suche nach Insekten umher. Das war ja erstmal noch ok, aber dann machte es direkt neben dem Kopf "Platsch" auf dem Bett. Da musste eine Fledermaus, die verborgen in der Ecke hing, wohl gerade mal zur Toilette.

Da haben wir noch gedacht, wir könnten in den vorderen Raum umziehen. Also schnell die Tür zugemacht und uns dort in die Betten gelegt. Kaum war das Licht aus, hörten wir schon wieder ein Flattern und es machte erneut "Platsch" auf das Bett. Danach haben wir einen der Deliquenten erst einmal fotografiert und im große Raum die Betten aus den Ecken in die Mitte geschoben. So waren wir aus der "Schusslienie".

Die Tierchen selbst finden wir ja ganz niedlich und nützlich, aber leider hinterlassen sie bei der gegebenen Position der Einrichtung in den Räumen eine ziemliche Schweinerei auf den hell bezogenen Betten wie unten auf dem Foto vom nächsten Morgen zu sehen ist. Wir können allen Besuchern dringend raten, die beiden Betten zusammen in die Zimmermitte zu schieben, wenn sie eine ruhige Nacht in sauberen Betten haben möchten. Es sei denn, die mögen Fledermaus-Ausscheidungen auf dem Kopfkissen. Auf keinen Fall in den Ecken schlafen, wenn die Tiere im Raum sind. Die Tagesdecken dort sind ziemlich wild gemustert, da fällt der schon vorhandene Dreck nicht sofort auf.

Eine nachträgliche Recherche im Internet zeigte uns Berichte anderer Gäste über das gleiche Problem. Die Vermutung, es seien wohl mehrere oder gar alle Chalets betroffen scheint uns nicht abwegig. An der Rezeption zeigte man sich über unseren Hinweis jedoch recht überrascht. Wie dem auch sei, das Bett in Raummitte bringt Erhohlung in der Nacht.




Google Map zum Thema

Twee Rivieren Restcamp


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