Archiv : Die Infos und Bilder auf dieser Seite sind älter als 10 Jahre

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DIE SEILBAHN

Leider haben bis es seit 2002 bei zwei weiteren Besuchen nicht mehr geschafft, mit der Seilbahn auf den Tafelberg zu fahren. Daher sind die Infos und Bilder hier älter als 10 Jahre.

Seit Oktober 1997 ist die alterschwache Seilbahn mit den kleinen, viereckigen Kabinen auf den Tafelberg hinauf durch eine modernere Bahn mit runden, großzügig verglasten und mehr Besucher fassenden Gondeln ersetzt worden. Betreiber ist die Table Mountain Aerial Cableway, auf deren Webseite man sich immer aktuell über Preise und Öffnungszeiten informieren kann.

Die Bergstation der Seilbahn liegt 1.067 m hoch über Kapstadt, die Talstation befindet sich auf 366 m.ü.M. Eine Fahrt dauert nur einige Minuten und tagtäglich werden mehr als 2.500 Besucher auf den Berggipfel befördert.

Die erste Gondel bergauf fährt zur Hochsaison um 8:00 Uhr, die letzte um 21:00 Uhr. Die letzte Gondel abwärts fährt dann um 22:00 Uhr vom Tafelberg wieder hinunter zur Talstation. In der Nebensaison verkürzen sich die Betriebszeiten. Eine Fahrt kostete im Februar 2002 ZAR 85, in der Nebensaison sind es ZAR 68.

Früher fasste eine Kabine nur wenige Menschen und die Warteschlangen waren lang. Wer auf den Berg wollte, der musste Geduld mitbringen. Die rechteckige Konstruktion war außerdem sehr windanfällig, so dass die Bahn noch viel öfter ausfiel als heute.

Die neuen Kabinen sind rund und wurden in der Schweiz gebaut, dehalb werden sie in Kapstadt scherzhaft nur "Fonduetöpfe" genannt. Eine Kabine fasst 64 Passagiere und einen Steuermann und dreht sich während der Fahrt nach oben um 360 Grad, so hat jeder am Fenster einmal den Blick nach allen Seiten.

Das liest sich im Prospekt alles ganz einleuchtend, in der Praxis ist eine Fahrt hinauf dann irgendwie doch ganz anders. Zwei Fensterelemente, insgesamt 1 Drittel des Umfangs sind offene Bereiche, hier kann man also ohne Spiegelungen fotografieren. Einige drängelnde Touristen sind putzig zu beobachten, wie sie ihren Platz am offenen Fenster mit Ellenbogen und Körpereinsatz verteidigen und sich an die Reling klammern. Viele Passagiere stehen auch in der Mitte, die wenigsten bekommen einen direkten Fensterplatz.

Wenn die Fahrt dann losgeht, beginnt sich die Kabine nach wenigen Metern zu drehen. Allerdings dreht sich sowohl die Fensterwand außen als auch der Fußboden innen gegeneinander um die Aufhängung in der Mitte herum. Für den Fahrgast dreht sich die ganze Wand, das heißt, das mühsam erkämpfte Fenster bewegt sich weg. Festhalten kann man sich nicht, denn die ganze Kabinenwand rotiert. So hat jeder mal die Gelegenheit, aus dem offenen Fensterstück zu fotografieren und es ist reine Glückssache, wohin der Blick dann gerade geht. Ob gegen die Felswand oder in Richtung Stadt und Signal Hill.

Jede Gondel hat 1 Million Schweizer Franken gekostet. Das Geld ist gut investiert, die Besucherzahlen sind steigend. Der Tafelberg ist die größte Touristenattraktion Südafrikas.



Oben

Auf dem Gipfel gibt es zwei Restaurants. Das vornehmere der beiden, das Paradiese Peak Bistro, hat Platz für 100 Gäste und steht nicht nur für für Frühstück oder Lunch zur Verfügung, sondern kann auch für abendliche Familien- oder Firmenfestivitäten gemietet werden. Für die Cocktailgäste wird dann auch die Drahtseilbahn außerhalb der normalen Betriebsstunden wieder in Gang gesetzt.

Das einfachere Dizzie Dassie Restaurant bietet Selfservice und Platz für weitere 100 Besucher. The Top of the Top ist der Gipfel-Tagungsraum, wo sich ausschließlich VIP's treffen und im höchstgelegenen Konferenzraum Kapstadts mit guter Aussicht Geschäft abschließen können.

Oben auf dem Plateau gibt es außerdem drei Wanderwege. Der Inner Circle ist eher ein kleiner Spaziergang von 15 Minuten, der Outer Circle dauert immerhin eine halbe Stunde und der Platteklip Gorge Walk 45 Minuten. Es ist hier auch bei weitem nicht so tischeben, wie der Name Tafelberg glauben macht. Jenseits der halbwegs geraden Abbruchkante in Richtung Waterfront geht es über verschiedene Felsstufen und Klippen etliche Meter auf und ab. Wind und Wetter haben diese Felsen schon ziemlich glatt geschliffen.

Warme Kleidung sollte hier nicht fehlen, am Berg gibt es starke Aufwinde, die hier oben als kalt empfunden werden. Temperaturen von unter 10°C sind auf dem Tafelberg keine Seltenheit. Eingezäunt ist oben nichts, wer sich zu nahe an den Rand wagt bekommt die Aufwinde zu spüren. Einige Plattformen scheinen über dem Abgrund zu schweben, hier pustet es mächtig.

Die Bilder dieser Seite entstanden am Morgen, dann liegen Lions Head, Signal Hill und Robben Island im richtigen Licht zum fotografieren. Das nächste Mal fahren wir am Nachmittag hoch, wenn das Wetter es zulässt, denn die Gegenseite in Richtung Devils Peak liegt morgens im totalen Gegenlicht.

Flora und Fauna

Einzigartig sind auch Flora und Fauna des komplett unter Naturschutz stehenden Tafelbergassivs. Hier leben Antilopen, Paviane, Murmeltiere, Luchse und Adler. Der Berg bietet vor allem zahlreichen Vogel- und Insektenarten Schutz.

Touristen lieben vor allem die putzigen Klippschliefer, in Südafrika auch Dassies genannt. Diese mit dem Elefanten verwandten Tiere haben scharfe Zähne und wenig Angst vor Menschen. Uns war es leider nicht beschieden einen zu sehen, die hatten sich wohl alle vor dem ungemütlichen Wind in ihre Höhlen zurückgezogen.

Dank der hohen Niederschläge auf dem Plateau gedeihen Pflanzen hier prächtig, kaum eine traut sich aber aus dem Windschatten der Felsen hervor. Auf einer 6.000 ha großen Fläche wachsen über 1.400 verschiedene Pflanzenarten. Davon gehören die meisten zur Familie der Kap-Fynbos Vegetation und sind hier einzigartig. Am Tafelberg alleine wachsen mehr Pflanzenarten als in ganz Schweden, das 1.000 mal größer ist. Da alles unter Naturschutz steht, ist pflücken selbstverständlich strengstens verboten.

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