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ST. LUCIA VILLAGE

Von Durban aus fährt man gut 300 Km nach Norden bis zu dem kleinen Städtchen St.Lucia, direkt an der Küste von KwaZulu-Natal gelegen. Der Ort liegt an der Mündung der Lake St. Lucia Lagune auf einer schmalen Landzunge, begrenzt durch das St.Lucia Estuary im Westen und den Indischen Ozean im Osten.

Unterwegs sieht man entlang der R618 viele Verkaufsstände für Schnitzerein am Straßenrand, hier werden auch wunderschöne bizarre Wurzeln poliert und als Skulptur angeboten. Leider zu viel groß für einen Urlaubskoffer. Kurz vor der Brücke über den Wasserarm des St.Lucia Estuary und damit dem Ortszentrum zweigt nach links von der Hauptstraße ein Weg zum Siyabonga Craft Market ab.

Der Ort St.Lucia ist der ideale Ausgangspunkt für einen Besuch des iSimangaliso Wetland Park und darum kommen nicht nur erhohlungssüchtige Großstädter in diese grüne subtropische Oase, sondern auch zahlreiche Touristen aus Übersee. Im August sollte man den Ort meiden, dann wird es hier extrem voll.

Der Ort wurde erstmals im Jahr 1554 namentlich von Überlebenden des portugisischen Schiffes Saint Benedict erwähnt. Man nannte die Stelle "Rio de Areias de Ouro" - Fluss des goldenen Sandes, der Tugela Fluss wurde St.Lucia genannt. 1575 erhielten Fluss und Ort den heutigen Namen.

Knapp 60 Km fährt man auf der R618 von St.Lucia Village nach Westen bis Nyalazi Gate, dem nächsten Eingang zum sehenswerten Hluhluwe-iMfolozi Game Reserve. Ziemlich weit für einen Tagesausflug, da man ja auch im Park noch etliche Kilometer mit geringer Geschwindigkeit zurücklegt.

Das Stadtbild von St.Lucia ist sehr überschaubar, die wenigen Straßen sind schachbrettförmig angelegt und fast alles Leben spielt sich entlang der Hauptstraße, der Mackenzie Street, ab. Hier gibt es breite Bürgersteige für die Fußgänger und teilweise dichte Baumkronen, einen kleinen Markt und diverse Restaurants, Geschäfte und Cafés. Dazu gesellen sich Bootsvermieter und Tourveranstalter, das alles macht St.Lucia zu einem der beliebtesten Ferienorte an der Elephant Coast.

Der überschaubare Rest des Ortes ist reines Wohngebiet und wie die meisten touristischen Zentren in Südafrika großzügig angelegt. Wenn man Nachts zu Fuß unterwegs ist, sollte man auf Hippos achten. Die Tiere kommen zum Fressen an Land und auch mal in die Gärten der Wohngebiete, eine direkte Begegnung sollte nach Möglichkeit vermieden werden. Eine Taschenlampe ist von Nutzen, vor allem, damit die Autofahrer einen besser sehen können.

Auf der Landseite des Ortes befindet sich der Kanal, der die St.Lucia Wetlands entwässert und in dem zahlreiche Hippos und Krokodile leben und an dem man wunderbare Sonnenuntergänge genießen kann.

Speziell für das flache Binnengewässer gebaute Boote bringen mehrmals täglich Besuchern die paradiesische Fauna und Flora der Feuchtgebiete näher. So kommt man nahe an Flusspferde, Krokodile und Wasservögel heran, nach Ansichten von Naturschützern oft schon zu nah. Es gibt verschiedene Veranstalter mit ähnlichem Programm.

Krokodile kann man aber auch im zwei Kilometer außerhalb gelegenen Crocodile Center aus der Nähe betrachten. Das wird vom staatlichen KZN Wildlife betrieben und liegt 1 km nördlich des Ortskerns an der Strasse nach Cape Vidal und somit nahe dem Bhangazi Gate zum östlichen Teil des iSimangaliso Wetland Park. Den westlichen Teil erreicht man durch das Dukuduku Gate, dort zahlt man extra Eintritt.



Touristisches

Stilvoll Essen gehen in St.Lucia, so wie am Kap? In der Nebensaison bei unserem ersten Besuch im Mai war der Ort am Abend wie ausgestorben, trotzdem versammelten sich vor den wenigen Restaurants noch musizierende und singende Gruppen, die für ihre Darbietungen anschließend die Hand aufhielten. Das war im Oktober 2011 anders, weil es jeden Abend geregnet hat. 2016 sahen wir keine Musiker mehr, wahrscheinlich wurde das mittlerweile verboten.

Wie es zur Hochsaison in St.Lucia aussieht möchten wir eigentlich gar nicht wissen. Dazu nur ein paar Zahlen: Auf eine Bevölkerung von 800 Menschen kommen 5.200 Touristenbetten. Die Anzahl wird noch erhöht durch Tagesausflügler, die sich im Ort aufhalten.

Es gibt einige Unterkünfte im Ort für jeden Geschmack, von Bed&Breakfast über Ferienwohnungen bis zu Backpacker-Unterkünften.

Besonders voll ist es auch im Dezember, dann machen die Südafrikaner Urlaub. Ganze Horden mit Geländewagen für Fahrten am Strand, Angelausrüstung und Braii-Utensilien fallen dann in St.Lucia ein.

Auch am Wochenende sollte man Unterkünfte hier vorbuchen, denn St.Lucia ist für viele Einwohner aus der nahen Industriehafenstadt Richard's Bay ein attraktives Naherholungsgebiet.

Es gibt auf der Hauptstraße McKenzie Street einige annehmbare Restaurants, von denen einige trotz ihrer Größe dennoch eher wie bessere Imbissbuden wirken. Mittlerweile kann man fast überall Pizza essen und es gibt auch einen netten Coffee Shop in dem man leckeren Kuchen, guten Kaffee und zusätzlich auch CDs und Seife kaufen kann.

Wir entschieden uns auch 2016 wieder mal für einen Italiener namens Alfredo´s, die Pizza dort war lecker, das Ambiente war ganz ok, lud aber eher nicht zu einem längeren Aufenthalt ein.

Attraktiv vom Preis-Leistungs-Verhältnis ist ein Restaurant namens Braza, das zu einer Franchise-Kette gehört, die sich auf Fleischgerichte im Stil von Portugal, Brasilien, Mosambik und Angola spezialisiert hat. Es liegt in der ersten Etage einer kleinen Shopping Mall. Hier gibt es würzige rustikale Kost vom Hähnchen über Rippchen oder Filetsteak bis zum sehr beliebten Fleisch am Hänge-Spieß namens Espetada. Für Fleischliebhaber ein Muss, aber auch die Flatbreads sind lecker.

Direkt nebenan befindet sich ein weiteres Kettenrestaurant, das Ocean Basket. Hier gibtb es Sushi, Langusten, Angelfisch oder Thunfisch. Man kann im Braza auch von deren Karte bestellen und umgekehrt, beide gehören zusammen dem gleichen Besitzer. Richtig gemütlich ist keines der Lokale, am besten ist es noch wenn das Wetter mitspielt und man auf der Terrasse sitzen kann.



Strände

Man kann St. Lucia mit einem schönen Spaziergang einmal komplett umrunden, man solte aber mindestens 3 Stunden dafür einrechnen. Die Beachroad vom Ort aus führt direkt zu den kilometerlangen Stränden von St. Lucia, sie endet in der Mitte der verschiedenen Strandabschnitte. Diese heissen von Nord nach Süd: Main Beach, Jabula Beach, Ndlovu Beach, Ingwe Beach und Estuary Beach. Für die Anfahrt mit dem Auto stehen zur Nebensaison überall genug Parkplätze zur Verfügung.

Die Duschen und Toiletten wurden bei unserem zweiten Besuch im Jahr 2011 gerade renoviert und erneuert. Von aussen sehr schön wie unten auf dem ersten Bild zu sehen. Leider ließ der Erhaltungszustand dann 2016 schwer zu wünschen übrig: in den oben offenen Toiletten und Umkleidekabinen hatten sich Vögel eingenistet, die alles zugemüllt haben mit Nistmaterial und Kot und einige Amaturen waren kaputt. Vielleicht wird zur Hochsaison besser aufgeräumt.

Trotzdem ist der weite Sandstrand schön, hier kann man stundenlang spazieren gehen und den Anglern und Badenden zuschauen. Am Estuary Beach befindet sich die Mündung der St.Lucia Lagune, die hier wie ein Fluss ins Meer mündet. Der Lake St.Lucia ist kein reiner Binnensee, sondern eine Meereslagune. Bei Hochwasser in der Regenzeit vermischte sich hier bis zum Jahr 2004 das Süßwasser aus dem See mit dem Meerwasser des Indischen Ozeans. Eine relativ hohe Düne trennt inzwischen den Lake St.Lucia vom Meer. Sie wurde 2004 aufgeschüttet, weil eine Ölpest nach der Havarie des Frachters Jolly Rubino die Natur des Lake St.Lucia bedrohte.

Vom Estuary Beach führt auch ein hözender Boardwalk ein Stück an der Lagune vorbei durch die Landschaft zum Campingplatz und zum Ski Boat Club. Hier lassen sich Krokodile und Wasservögel beobachten.




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St.Lucia


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