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CAPE COLUMBINE

Obwohl wir einen anstrengenden Fahrtag hinter uns hatten, wollten wir doch unbedingt noch etwas von der Umgebung und von Paternoster sehen. Wir hatten am frühen Morgen schon einen Rundflug über die Cederberge gemacht und haben danach in Lamberts Bay der Kaptölpel Kolonie auf Bird Island besucht. Die Fahrstrecke ab Elandsbaii bis nach Paternoster zog sich sehr, so dass wir erst einmal in unserer schönen Unterkunft, dem Farr Out Guesthouse, zur Ruhe kommen wollten. Es war sehr windig an diesem Tag und der Himmel bedeckt. Nach einer Ruhepause zogen auf einmal die Wolken weg und es zeigte sich blauer Himmel. Spontan setzen wir uns dann ins Auto und fuhren ins Cape Columbine Nature Reserve, das nur fünf Minuten vom Ort Paternoster entfernt liegt. Dort genossen wir dann die schönste Zeit vor Sonnenuntergang mit tollem Licht und waren pünktlich zur vereinbarten Zeit zum Abendessen im Restaurant.

Im Cape Columbine Nature Reserve, für das man einen kleinen Eintritt von 13.30 Rand am Eingang zahlt, kann man Seevögel beobachten und besonders im Frühling viele endemische Blumen sehen. Die Blütezeit der Wildblumen startet etwa im Juni und je nach Regen blühen sie dann bis zum September oder Oktober.

Ein Besuch hier lohnt sich zu jeder Jahreszeit, es gibt zahlreiche Buchten und kleine Strände, wo die See mit Gewalt gegen die Felsen donnert. Eine lokale Köstlichkeit, der Sanddünenspinat wächst hier wild. Cape Columbine verdankt seinen Namen dem britischen Schiff "Columbine" das im Jahr 1829 etwa 1,5 km nördlich des Leuchtturms auf Felsen lief und sank. Bevor der Leuchtturm erbaut wurde, war der Küstenstreifen hier ein Schiffsfriedhof mit zahlreichen Wracks.

Mitten im Schutzgebiet steht heute der markante Cape-Columbine-Leuchtturm. Er wurde 1936 auf dem Castle Rock errichtet und ist einer der wichtigsten Orientierungspunkte für Schiffe an der Westküste Südafrikas und das erste südafrikanische Leuchtfeuer das Schiffe aus Europa sehen. 80 Meter über dem Meer gelegen leuchtet sein Feuer 50 Kilometer weit. Es handelt sich hier um den letzten gebauten Leuchtturm seiner Art, der noch manuell betrieben wurde. Das Design war ganz anders als die herkömmlichen konischen Rundtürme. Die Konstruktion hier ist ein leicht konischer Vierecksturm mit schweren Strebepfeilern an den vier Ecken. Das Gebäude ist weiß lackiert, die Laterne ist rot. Columbine war auch der erste Leuchtturm, der alle drei Navigations-Sicherheits-Bereiche abdeckte, er hat ein Licht, ein Nebel-Signal und einen Sendemast.

Heute werden sogar Übernachtungsmöglichkeiten und Führungen in die Turmspitze angeboten, leider hatten wir dafür keine Zeit. Geöffnet ist der Leuchtturm täglich von 10:00-15:00 Uhr, von Mai bis September an Wochenende sowie nach Absprache. Interessant sind sicher die Cottages auf dem Grundstück des Leuchtturmes, in denen ehemals die Leuchtturmwärter mit ihrer Familie wohnten. Sie sind nach Blumen benannt: Blue Bells, Tumble Weed, Desert Rose und Forget-Me-Not. Alle Unterkünften sind für Selbstverpflegung und bieten 4-6 Personen Platz.




Buchten und Strände

Der schöne Strand südlich von Paternoster heißt Tietiesbaai, hier kann man Campen, Kajak fahren und Surfen. An langen Wochenenden oder zu Ferienzeiten ist es sicherlich voller, wir erlebten zu später Stunde viel Einsamkeit und schöne Natur im goldenen Abendlicht. Aber die vielen Mülleimer und Wasseranschlüsse(!) in jeder Bucht von Cape Columbine lassen auf zahlreiche Besucher schließen.

Von den riesigen runden Felsen aus kann man in der Saison Delfine und Wale sichten und hat die Möglichkeit sich in einem der schönsten Kajak-Reviere durch die Buchten und an der Küste entlang zu bewegen. Auf der Halbinsel hat man zwei Campingplätze zur Auswahl. Einer hat nur zwei Waschräume, keinen Strom, aber hier steht man inmitten der riesigen Felsbrocken wirklich nah am Wasser - ideal für Taucher und Angler.

Der zweite Platz, das Beach Camp, liegt näher am Tor. Hier gibt es auch drei A-förmige Holzhütten und einige Zelte, die man mieten kann. Hinzu kommen umweltfreundliche sanitäre Einrichtungen und die Tatsache, dass man hier direkt am schönen Strand ist. Mehr dazu auf der Webseite vom Beach Camp.

Hier hätten wir gerne mehr Zeit gehabt, das heben wir uns für einen anderen Urlaub auf, denn alleine für dieses Stück Halb-Wildnis lohnt sich ein Wiederkommen.




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Cape Columbine


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