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PATERNOSTER

Noch im Jahr 2002, bei unserem ersten Besuch in Südafrika, war Paternoster ein winziges Dorf mit weniger als einer Handvoll Gästehäuser. Heute bietet der Fischerort an der Westküste zahlreiche Unterkunftsmöglichkeiten, von noblen Gästehäusern bis Self-Catering. Kein Wunder, denn so ein schönes, einheitliches Bild wie Paternoster bieten nur wenige Orte an der Küste. Hier wurden nicht, wie in Langebaan, riesige Klötze in den Fynbos gebaut. Alle Gebäude haben in Paternoster weiße Fassaden und sind in Stil und Größe ähnlich gehalten, was ein einheitliches Bild ergibt.

Neben den vielen neu erbauten Ferienhäusern reicher Kapstädter, die meist nur an Wochenende und zu Ferienzeiten genutzt werden, prägen immer noch die weiß verputzten Fischerhäuser das Bild des Ortes. Am Nachmittag legen die Fischer mit ihren kleinen Booten am Strand an und verkaufen dort ihren Fang direkt vom Boot. Aus der ganzen Umgebung kommen die Menschen gerne hierher, um frischen Fisch zu kaufen. Der schöne Strand erstreckt sich entlang der flachen Paternoster Bay und wird im Süden von großen, vom Meer abgerundeten Felsblöcken begrenzt.

Inmitten der weißen Häuser gibt es immer ein paar Farbkleckse wie grellbunte Fensterläden und Haustüren oder maritime Deko wie Rettungsringe oder Boote im gepflegten Kleingarten. Der schönste Farbfleck ist natürlich das türkisfarbene Meer.

Der Ort wirkte bei unserem Besuch ziemlich verschlafen. Wir waren allerdings nicht zur Ferienzeit oder am Wochenende hier, dann ist sicher mehr los. Am Ortseingang stehen die Langusten-Verkäufer und preisen ihre Ware den grillbegeisterten Gästen an. Der Kauf der Meerestiere von fliegenden Händlern ist jedoch illegal, wer erwischt wird zahlt Strafe.

90% der ca. 1.350 Einwohner sind Khoi. Schon seit vielen Generationen betreiben diese Menschen Fischfang an der Westküste und die vorherrschende Sprache ist Afrikaans. Das Fangen und Verarbeiten von West Coast Rock Lobster (Jasus lalandii) ist die Haupterwerbsquelle, die Saison geht von Mitte November bis Ende April. Außerdem werden noch Seehechte (Merluccius capensis) und Flusskrebse gefangen.

Paternoster hat eine lange Geschichte, im Jahr 1790 wurde dieser Teil der Küste von dem Kapitän eines Schiffes der Holländisch-Ostasiatischen Kompanie entdeckt. Über die Herkunft des Namens Paternoster gibt es unterschiedliche Varianten. Vielleicht erhielt der Ort seinen lateinischen Namen Pater Noster, auf deutsch Vater unser, weil sich die portugiesischen Seefahrer mit einem Stoßgebet bedankten, als sie hier das sichere Land erreichten Oder er wurde nach einem holländischen Schiff benannt, der Ursprung ist jedenfalls heute nicht mehr zu klären. Paternoster ist jedenfalls eines der ältesten Dörfer an der Westküste, ziemlich isoliert gelegen. Rundum umgeben von Fynbos und langen unberührten Stränden und dabei doch nur 90 Minuten Fahrzeit von Kapstadt entfernt.




To do

Paternoster ist so was wie ein Treffpunkt für Gourmets geworden und es gibt immerhin ein paar gute Restaurants hier. Wir haben uns am einzigen Abend für das Gaaitjie in der Sampson Street entschieden, das sich in einer ehemaligen Fischerhütte direkt am Strand befindet, gewohnt haben wir im Farr Out Gästehaus ein wenig außerhalb des Ortes.

Berüchtigter ist die Panty Bar im Paternoster Hotel, bei dem männlichen Teil der Bevölkerung sehr beliebt um sich hier gemeinsam Sportveranstaltungen anzuschauen. Wie der Name schon vermuten lässt hängen hier allerlei Unterhosen von solchen mit lustigem Druck bis hin zu Stringtangas als Deko herum.

Auch im Paternoster se Padstal lohnt sich ein Besuch. Man kann das in grüne Fischnetze und mit großen orangefarbenen Bojen dekorierte Gebäude auf der Hauptstraße nicht verpassen. Wer möchte kann sich hier mit allerlei mehr oder weniger kitschigem Muschelkram und rostigen Antiquitäten mit maritimem Bezug eindecken. Auch Leckereien wie in Chili eingelegte Muscheln, Marmeladen oder Chutneys kann von hier mitnehmen. Wer etwas mehr Geld ausgeben möchte, der schaut gegenüber im Keramikatelier Stone Fish Studio vorbei.

Wirklich viel passiert hier in Paternoster nicht, alles wirkt verschlafen. Und das ist genau der Grund warum müde Städter zum Entspannen hierher kommen. Ganz im Gegenteil zum 14 Kilometer entfernten Vredenburg, dem geschäftigen Wirtschaftzentrum der Region mit zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten.

Zu den Sehenswürdigkeiten gehört auch das nahe gelegene Cape Columbine Nature Reserve mit seinem Leuchtturm und schönen Buchten und Stränden, dem ich eine eigene Seite gewidmet habe. Wir waren leider auf der Durchreise und somit viel zu kurz in der Region.




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