| Weltreisen | Südafrika | Western Cape | Winelands | Site-Map | HOME |

| Wellington | Geschichte und Auffahrt | zweite Seite |

BAINSKLOOF PASS 1

Um es gleich vorwegzunehmen: Um den Bainskloof Pass zu beschreiben brauche ich zwei Seiten. Denn diese hübsche Passtraße durch wildromantische Täler und hohe Berge ist eine der schönsten in der Kapregion. Ich konnte mich gar nicht sattsehen an der Natur, an den Kontrasten zwischen dem Blau des Himmels und diversen Grüntönen. Wir hatten Traumwetter im November mit strahlend blauem Himmel. Dazu blühten pinke und gelbe Blüten am Wegesrand. Und dem entsprechend haben wir dort eine ganze Menge fotografiert. Alleine um die schösten Bilder zu zeigen, braucht es mindestens zwei Seiten.

Wer in der Region unterwegs ist, sollte eine Fahrt hierher auf gar keinen Fall verpassen, denn der Bainskloof Pass ist einer der eindrucksvollsten Gebirgspässe am Kap.

Viel Verkehr herrscht hier nicht und teilweise ist man ganz alleine. Für Fahrradfahrer ist es eine beliebte Strecke und wir trafen unterwegs auf einige Gruppen bunt gekleideter Strampler - einige schneller, einige langsamer. Genug Zeit sollte man sich für die Tour lassen, denn überall kann man halten und ein paar Schritte in die üppige Natur gehen.

An kleinen Bachläufen trifft man vielfältiges Leben: Libellen, Vögel, Echsen und natürlich unzählige blügende und grüne Gewächse.

Wellington

Das Tor zum Bainskloof Pass ist der kleine Ort Wellington nordöstlich von Paarl. Er wurde im Jahr 1837 gegründet, und war erst unter dem Namen Limietvallei (Grenztal) und Wagenmakersvallei (Kutscherbauer-Tal) bekannt.

Heute ist Wellington Zentrum der Trockenfrüchte-Industrie, der Branntweinherstellung und es finden sich auch einige Weingüter wie Napier, Linton Park oder Oude Wellington.

Im Süden schließt sich die Weinbauregion Paarl an, im Norden wird Wellington begrenzt von Tulbagh und der Region Swartland. Kommt man von Paarl, fährt man zuerst am großen Township Mbekweni vorbei, das schon 1945 angelegt wurde und trotz des langen Bestehens immer noch nur über eine miserable Infrastruktur verfügt.

Der Ort am Fuß der Drakenstein Berge besitzt eine Vielzahl interessanter Nationaldenkmäler. Zum Beispiel das Twistniet Homestead, das Ursprungshaus der Champagne-Farm, in dem der grundlegende Plan für die Gründung Stadt Wellington entworfen wurde, oder das Old Blockhouse, eine jener kleinen Befestigungen, die im Burenkrieg den burischen Guerillakommandos als Basis dienten - im Fall Wellington sogar das südlichste aller etwa 8000 Blockhäuser. Auch die Kirche im Ortszentrum ist sehenswert.

Geschichte und Auffahrt

In Wellington biegt die Straße ab zum Bainskloof Pass, sie ist gut ausgeschildert. Mit dieser Passtraße stellte der berühmte Baumeister Andrew Geddes Bain einmal mehr sein Können unter Beweis. Die Straße verbindet Wellington im Westen mit Tulbagh, Ceres und Worcester auf der Ostseite der Berge und bietet im ersten Drittel herrliche Ausblicke auf das Berg River Valley bis nach Paarl.

Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war der Weg von Kapstadt in den Nordosten mühsam, weil die mächtige Bergkette hinter Paarl ein unüberwindbares Hindernis darstellte. Reisende mussten damals mit Pferd- und Ochsenwagen zunächst 70 km weiter nach Osten, um über den Roodezand Pass nördlich von Tulbagh das Gebirge zu überwinden. Dann ging es wieder 40 km das Tulbagh Valley zurück nach Süden, weiter durch das Breede River Valley und schließlich wieder 70 km am Hex River entlang in die Karoo.

Um diesen Umweg zu meiden wurde ein Weg durch die Slanghoek Mountains gefunden, eine Herausforderung für den genialen Baumeister Bain. 4 Jahre hat der Bau gedauert, im Jahr 1853 wurde die Straße dann dem Verkehr freigegeben. 350 Männer waren hier tätig und sprengten die Felsen mit Gewehrpulver. Abgesehen von der Asphaltdecke ist die Straße bis heute unverändert geblieben und wurde zum Nationaldenkmal erklärt. Nur ein kleines Stück Tunnel auf halber Höhe, welches eine Bergnase umging, ist heute nicht mehr benutzbar und durch eine Straßenschleife ersetzt worden.

Schon bei der Auffahrt muss man oft anhalten, Haltepunkte gibt es viele hier. Das erste Teilstück der Straße schlängelt sich an den smaragdgrünen Berghängen entlang und ist von einigen Aussichtspunkten aus fast komplett einsehbar. Tief unten im Tal glitzert Wellington. Steigung und Kurven sind sehr gemäßigt - eben auf Ochsenkarren und Pferdekutschen abgestimmt.

Wie es weiter geht erfahrt ihr auf der zweiten Seite.

Google Map zum Thema

Wellington


Größere Kartenansicht

| Weltreisen | Südafrika | Western Cape | Winelands | HOME |

Social Bookmarks
wong twitter_de facebook Google