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AUSSENKEHR NATURE PARK

Wer ein Allradfahrzeug hat und ein wenig Zeit, der sollte die ca. 45 Kilometer lange 4x4 Rundfahrt namens Canyon Route durch den 100.000 ha großen Aussenkehr Nature Park nicht versäumen. Die Zufahrt ist frei zugänglich von der Hauptstraße aus, allerdings sollte man sich vorher im Norotshama River Resort ein Permit für die Rundfahrt kaufen, denn das Gelände ist in Privatbesitz. Die Fahrerlaubnis kostet 200 N$ und man bekommt einen laminiertes Blatt, auf dem die genaue Route eingezeichnet ist. Ohne diesen Plan kann man sich schnell verfahren. Die Rundfahrt dauert 2 Stunden, wir haben 2,5 Stunden gebraucht mit Fotostopps und einmal verfahren.

Es gibt noch eine weitere Rundfahrt über 100 Kilometer lang, den "German Outpost Eco Trail". Dabei kommt man an historischen Stätten vorbei wie einem alten Militärstützpunkt und Kriegsgräbern aus deutscher Kolonialzeit.

Wir haben in dem Resort eine Nacht verbracht und den Manager gefragt, wann die Rundfahrt am schönsten ist, am Morgen oder am Abend. Da man am Morgen mehr Tiere sieht, sind wir dann pünktlich um 7:00 Uhr losgefahren. Die Sonne war noch nicht aufgegangen und nach 3,6 Kilometern hatten wir die Abzweigung erreicht, wo der one-way Rundweg beginnt.

Das schönste Stück kommt gleich am Anfang und wir waren genau zur richtigen Zeit dort. Schon nach wenigen Kilometern erreicht man einen beeindruckenden Canyon, den man hier mit bloßem Blick von der Straße aus gar nicht vermutet hätte. Pünktlich zur Einfahrt in die Schlucht kam die Sonne heraus und zwar genau vor uns. Die Lichtstimmungen, als die Canyon Wände langsam erglühten und die Sonnenstrahlen die Dunkelheit durchschnitten waren atemberaubend. Ein gelungenes Highlight zu Anfang, schwer zu fotografieren, da man immer Gegenlicht hat. Ich hoffe die Fotos unten geben ein wenig von der Stimmung wieder.

Der Fahrweg zieht sich dann durch den gesamten Canyon hindurch und wir blieben immer wieder stehen, um die steilen roten Wände zu bewundern und Fotos zu machen. Je höher die Sonne stieg, umso mehr wandelten sich die Felsen von dunkelrot zu hellrot und die Schatten zu Licht. Tiere haben wir leider bis auf ein paar Vögel nicht gesehen. Nach 5 Kilometern ab Abzweigung hatten wir das Ende der Schlucht erreicht.




Berg und Tal

Am Ende des Canyons folgt eine Schleife über eine weite Hochebene mit vielen Steinen, die Fahrspur ist stellenweise mehr als rau und ein Geländewagen Pflicht. Am Rand hat man eine schöne Aussicht auf die umliegenden Hügel. Sehr viele Tiere haben wir auch hier nicht gesehen, aber die wunderbare Landschaft entschädigte dafür. Im sanften Morgenlicht erscheint das Gras wie flüssiges Gold, dazu der knallblaue Himmel und die dunklen Berge.

Im Aussenkehr Nature Park trifft man mit etwas Glück auf eines der 30 Wildpferde, die 1992 von Garub bei Aus dorthin umgesiedelt worden waren. Wir haben leider keines gesehen während unserer Rundfahrt, nur einen Schakal und immer wieder verschiedene Vögel und kleine Echsen. Man kann auch noch die Reste einer alten Polizeistation aus dem frühen 19. Jahrhundert sehen.

Von der Ebene führt der Weg dann zurück in die Berge durch ein trockenes Flusstal. Immer wieder zweigen Fahrspuren ab, ohne Wegbeschreibung und Hinweisschilder würde man sich schnell verfahren.

Ein Schakal kreuzte unseren Weg und sah uns neugierig an, um dann gleich wieder zu verschwinden. Die Fahrspur folgte nun dem Flussbett des trockenen Inaub River und wir mussten unseren Nissan über zwei höhere Felsstufen hinunter bugsieren, die als "Rocky Obstacle" im Plan eingezeichnet waren. Kurz darauf erreichten wir einen sehr hübschen und fotogenen Wald aus Köcherbäumen, der auch auf der zweiten Karte unten verzeichnet ist. Hier verpassten wir eine Abfahrt aus dem Tal und folgten weiter dem Flussbett. Plötzlich standen wir nach einigen harmlosen Felsplatten und Rampen vor einer noch größeren Felsstufe, die ziemlich schwierig aussah. Bis hierhin waren schon mehrere Autos gefahren, wie man an den Spuren im tiefen Sand erkennen konnte, ab hier führte nur noch eine einzige Reifenspur weiter.

Doch müsste so eine heftige Stufe nicht auch auf dem Plan eingezeichnet sein? Michael lief in der inzwischen herrschenden Hitze tapfer einen Kilometer zurück und fand auch die auf dem Plan erwähnte Abzweigung, in der anderen Fahrtrichtung konnte man sie im Gegenlicht kaum erkennen. Die dort als Strassensperre quer über den Pfad gelegte Handvoll etwa zieglgroßer Steine hatten wir naiv für Zufall gehalten und mit unserer hohen Bodenfreiheit locker überfahren, so wie schon einige Leute vor uns... So kamen wir wieder auf eine Hochebene, der wir ein paar Kilometer folgten. Die ganze Zeit hatten wir kein einziges anderes Auto gesehen. Schließlich ging es wieder hinunter in das dort breitere Flußtal zu einer Wasserstelle, wo man mit Glück sogar Kudus sehen kann - in dem Flußtal haben wir zumindest ihren Kot gesehen.

Der Rundweg endete an Traubenfeldern und dann wieder auf der Hauptstraße. Aus der Luft sehen die grünen, geometrischen Felder beeindruckend aus, einfach einmal unten in der Google-Map den Zoom verringern.

Von hier aus sind es nur wenige Kilometer bis zu unserm Frühstückstisch im Norotshama River Resort, wo wir uns nach 3 Stunden Offroad erst einmal stärken konnten. Danach fuhren wir weiter nach Ai-Ais und zum Fish River Canyon.

Im September 2010 findet im Aussenkehr Nature Park der 120 Kilometer lange Aussenkehr Desert Extreme Lauf statt. Mehr dazu hier: www.mountainextreme.co.za



Google Map zum Thema

Canyon Aussenkehr Nature Park

Flußtal Aussenkehr Nature Park

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