Archiv : Infos und Bilder aus 2005

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TEUFEL UND INFERNO

Der letzte Teil des Rundgangs führt wieder langsam zurück zum Visitor Center, doch vorher gibt es noch Einiges zu sehen. Zum Beispiel den Inferno Crater, einen brodelnden Schlammkrater, der gelegentlich in der näheren Vergangenheit seinen Inhalt mal bis zu 20 Meter hoch auswarf. Wir bekamen zwar keine Fangopackung ab, aber das blubbernde Schlammloch war trotzdem sehr beeindruckend. Mittlerweile war die Sonne ständiger Begleiter und es wurde auf dem schattenlosen Weg ziemlich heiß. Die mitgebrachte Wasserflasche leistete gute Dienste, schließlich gibt es unterwegs keinerlei Möglichkeit etwas zu kaufen, nur am Anfang und am Ende im Visitor Center.

Nächste Station, offiziell die Nummer 23, ist der Bird´s Nest Crater. Auch er trägt seinen Namen zu Recht, denn hier brüten an bzw. in den Kraterwänden Vögel, die instinktiv die aufsteigende Erdwärme als Bruthilfe nutzen. Es sind Stare und Schwalben, die man bei ihren Flugkünsten beobachten kann. Faszinierend, wie sich die Natur auch in unwirklicher und eher lebensfeindlichen Umgebung doch immer wieder einen Weg sucht.

An Station Nummer 24 kann man mal wider gelbe Schwefelkristalle bewundern und auch riechen. Die Sulphur Cave ist eine weitere Schwefelhöhle mit Krater. Seitlich davon liegen heiße Quellen mit kochsalzhaltigem Wasser, in denen sogar Essen gekocht werden kann. Es gibt auch grüne, schwefelhaltige Quellen, die aber Arsen enthalten uns somit nicht gerade zum Kochen geeignet sind. Hier im Thermalgebiet mit Eintritt kocht allerdings niemand.


Grün

Der letzte Höhepunkt auf dem Rundweg ist das Devil´s Bath, ein Krater mit sehr intensiv grünlichem arsensulfidhaltigen Wasser, der vom Champagne Pool gespeist wird. Je grüner die Farbe, um so mehr Arsensulfide sind enthalten. Das sieht auf den ersten Blick so unnatürlich aus, dass man erst einmal stutzt. Nein, meine Bilder sind nicht in Photoshop bearbeitet, das Wasser war wirklich so quietschig grün, allerdings ändert sich die Farbe je nach Sonnenstand, Reflektion und Wolkenbildung.

Natürlich ist der See ein sehr beliebter Hintergrund für Erinnerungsfotos und viele Nationen fotografieren sich hier gegenseitig. Nachdem wir auch einige Paare vor dem Teufelsbad abgelichtet hatten, wurden wir ebenfalls von einem Inder fotografiert. Meist denken wir ja nicht daran andere um ein Foto zu bitten, aber wenn man es denn hat freut man sich endlich auch mal zusammen auf einem Bild zu sein. Dafür sind fotowütige Touristenhorden gut zu gebrauchen...

Nur noch wenige Meter und man steht wieder am Eingang und wird vorher noch durch den großen Souvenirshop geschleust, in dem man zu teils heftigen Preisen allerlei Neuseelandkrempel kaufen kann, den es auch überall anders gibt. Im Café kann man etwas essen oder einen Kaffee trinken, dort war es uns aber viel zu voll und wir zogen uns in unseren Camper zurück. Schließlich hat man ja alles dabei, was man so braucht und was das Touristenleben schön macht. Nach einer ausgiebigen Kaffeepause ging es dann weiter zu den Mud Pools am Lady Knox Geyser.


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