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CASCO VIEJO HIGHLIGHTS

Die auf einer felsigen Halbinsel von ca. 550 x 700 Meter gelegene relativ kleine Altstadt von Panama City steckt voller Sehenswürdigkeiten. Am besten, man lässt sich einfach treiben und erkundet die Gassen, Plätze und Kirchen zu verschiedenen Tageszeiten. Nach einigen Rundgängen kennt man sich in den Gassen aus.

Am Nordufer der Halbinsel liegt "El Palacio de las Garzas", der Amtssitz und die Residenz des Präsidenten von Panama. Hier kommt man in einigen Gassen nicht weiter, denn das Gebiet ist weiträumig abgesperrt und gut von Soldaten des davor liegenden Militärstützpunktes bewacht. Sehen kann man ihn von der gegenüber liegenden Seite auf dem Weg zum Fischmarkt, unten auf dem ersten Blid ist das Gebäude zu sehen. Wenn die Flagge gehisst ist, dann ist der Präsident anwesend.

Schöne historische Gebäude sind der Stadtpalast vom Anfang des 20. Jahrhunderts, der Palacio Nacional, das Nationaltheater von Panama und das Ministerio de Relaciones Exteriores. An der Uferpromenade in der Calle 5a gibt es mit Rankgitter beschattete Treppen. Hier sitzen im Corredor Artesanal De Casco Antiguo einige Händler mit nativen Wurzeln, die buntes Kunsthandwerk anbieten. So wie die berühmten Moals der Embera. Man wird kaum angesprochen, da gibt es zweifellos Länder mit höherem Nervfaktor als Panama. Hier läuft alles ruhig und entspannt ab, selbst an diesem touristischen Hotspot.

Unbedingt besuchen sollte man auch das edle Museum des Panamakanals. Hier kann man auf mehreren Etagen alles erfahren, was es über diesen wichtigen Wasserweg gibt. Zum Besuch kann man sich auch einen Audio Führer in Deutsch leihen. Die Beschriftung der Bilder und Ausstellungsstücke ist meist in spanisch und manchmal mit kurzer englischer Übersetztung. Leider darf im Inneren nicht fotografiert werden, unten auf dem Foto ist das weisse Gebäude zu sehen. Es liegt am schönen Plaza de la Independencia.

Der perfekte Ausgangspunkt zur Erkundung von Casco Viejo ist die Plaza de la Francia. Dieser befindet sich an der Spitze der Halbinsel und in der Mitte steht ein Obelisk, der von einem Hahn gekrönt ist, dem Symbol der französischen Nation. 12 Marmorplatten in einer überdachten Galerie beschreiben die Geschichte des Panamakanals. Überall sind Büsten des panamaischen Ingenieurs Pero J. Sosa und einiger französischer Staatsbürger zu sehen, die beim Bau des Kanals eine herausragende Rolle spielten. Dieses beeindruckende Denkmal ehrt auch die 22.000 Arbeiter und Ingenieure, die aufgrund von Gelbfieber und Malaria beim Bau des Kanals ums Leben kamen.

Von dieser Ecke aus genießt man einen Blick auf die Bucht und auf die Skyline der Stadt. In den Bäumen sahen wir einige Reiher sitzen. Neben dem Denkmal befindet sich die französische Botschaft, die Esteban Huertas Promenade, das Anita Villalaz Theater und das National Institute of Culture Building.



Plätze

Die Plätze in der Altstadt laden zu einer kleinen Ruhepause ein, dort stehen Bänke und es gibt etwas Grün. Der zentrale Platz der Altstadt ist der schönen Plaza De La Independencia, an der sich auch die Basílica Metropolitana de Santa María la Antigua befindet, die Kathedrale von Panama City. Im November 1903 erklärte Panama auf dieser Plaza seine Unabhängigkeit von Kolumbien. In diesem Moment wurde die Republik Panama mit viel Euphorie geboren.

Ein kleiner Pavillion und Bänke rundum laden zu einer Pause ein, rundum sieht man Elemente mit französischem Einflusses. Hier kann man schön Leute beobachten, Einheimische die sich Treffen und Touristen die ins angrenzende Kanalmuseum gehen. Auch ein paar Unterkünte wie das prächtige Central Hotel Panama und Restaurants liegen am Platz, ebenso die Kommunalverwaltung und der Palacio Municipal. Der Palast war das ehemalige Rathaus, wurde aber 1910 abgerissen. Ein Gebäude mit einer wichtigen Geschichte: Die Unabhängigkeitserklärung von Spanien im Jahr 1821 und die Trennung von Kolumbien im Jahr 1903 geschahen genau hier. Das von Ruggieri entworfene historische Gebäude im Neorenaissance-Stil mit griechischen Säulen und Reliefs mythologischer Inspiration mit Merkur und Vulkan beherbergt heute das Museum für panamaische Geschichte. Direkt gegenüber eine verfallene Ruine mit einem Graffiti im Banksy Stil.

Ein weiteres bekanntes Hotel liegt an der Plaza Tomás Herrera um die Ecke. Es handelt sich um das weiße American Trade Hotel. Rund um die Plaza Herrera liegen kleine Läden, Restaurants und einfache Unterkünfte. Dieser Platz wurde ursprünglich für Stierkämpfe verwendet und zuerst als Piazza del Triunfo bekannt. Später, im Jahr 1887, wurde er nach dem panamaischen General und Staatsmann Tomas Herrera (1804-54) umbeannt, der sich zum Feind der Diktatur erklärte und im 19. Jahrhundert leitende Positionen in der kolumbianischen Regierung innehatte.

In Richtung El Chorillo im Westen wird noch viel gebaut und renoviert, die Häuser werden immer verfallender und ärmlicher und zu weit sollte man hier nicht mehr gehen. Es gibt Führungen von ehemaligen Bandenmitgliedern durch diesen Vorort, ein Erfahrungsbericht dazu findet Ihr hier.

Der Santa Ana Park, der im 17. Jahrhundert jenseits der Stadtmauer lag, ist heute ein Symbol der panamaischen Nationalisten- und Arbeiterbewegung. Die Umgebung der Kirche von Santa Ana ist ziemlich heruntergekommen und verarmt. Danach sollte man nicht unbedingt weiter gehen, hier ist die Grenze der gut bewachten Touristenarea.



Plaza Simon Bolivar

Ein bisschen abseits im Nordosten liegt der Plaza Simon Bolivar, einer angenehmsten Ecken in der Altstadt. Dieser Platz geht auf das Feuer von 1756 zurück, das die Häuser zerstörte, die ursprünglich an dieser Stelle standen. Hier gibt es wenig Strassenverkehr. Rundum liegen eine Schule, das Aussenministerium, die Kirche Iglesia San Francisco de Asis, mehrere Restaurants mit Sonnenschirmen und das Hotel Colombia, in dem sich unsere Unterkunft La Isabela Suites befand. Es war einst eines der besten Hotels des Landes, als es 1937 eröffnet wurde. Während des späten 20. Jahrhunderts wurde das Gebäude verlassen, aber in den 90er Jahren renoviert und in luxuriöse Apartments umgewandelt.

Daher waren wir oft hier und schauten von allen Fenstern unserer Wohnung auf Kirche, Denkmal und die darunter liegenden Restaurants. Am Morgen sassen hier Embera-Frauen in Tracht auf den Bänken, die Mitarbeiter der Stadtverwaltung kehrten fleissig den Platz, während Eltern ihre Kinder in die benachbarte Schule brachten und die Angestellten des Ministeriums mit dem Taxi zur Arbeit kamen.

Ursprünglich bekannt war er als Plaza de San Francisco, dann hat ihn die Stadtverwaltung im Jahr 1883 dem Liberator gewidmet: In der Mitte des Platzes steht ein Denkmal für den venezolanischen General Simon Bolivar, auch bekannt als die "Befreier Lateinamerikas", mit dekorativen Friesen, die Ereignisse seines Lebens erzählen und ein Andenkondor thront über ihm. Bolivar war eine der herausragendsten Figuren im Zusammenhang mit der amerikanischen Emanzipation gegen das spanische Reich. Nach dem Kampf gegen die spanische Herrschaft gelang es ihm schließlich, Bolivien, Kolumbien, Ecuador, Peru und Venezuela zu befreien. Bolivar gilt in ganz Lateinamerika als Held und ihm wurden viele Denkmäler gesetzt, dieses hier wurde von Mariano Benlliure aus Bronze und Granit erschaffen.





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