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TROCKENHEIT

Nach sieben regenreichen Jahren in Folge war es im Winter 2012/2013 in der Kalahari doch ziemlich trocken. Erst Ostern 2013 kamen Wassermassen vom Himmel, eigentlich zu spät für das Wachstum von Gräsern. Im November, als wir dann 8 Tage zum ersten Mal um diese Jahreszeit vor Ort waren, hatten wir den Eindruck in einen ganz anderen Park zu fahren als in den beiden Jahren zuvor. Bisher kannten wir die grünbe Kalahari nur grün, nach üppigen Regenfällen im März.

Jetzt lag das Land ausgetrocknet und öde vor uns, die Tiere waren auf die Wasserstellen angewiesen. Ohne diese wäre hier zu bestimmten Zeiten kein Leben möglich. Der erste Tag im Park war irgendwie unwirklich, denn hier befanden wir uns jetzt wirklich in einer Wüste. Auf den Seiten von März kann man die gewaltigen Unterschiede zu dieser Seite sehen.

Auf dem Weg zu unserem ersten Übernachtungszziel, den Riverview Chalets im Camp Mata Mata durch das trockene Auob Tal sahen wir dennoch schon kurz nach Eintritt in den Park sehr viele Tiere, darunter träge Löwen um Schatten und weiter entfernt Geparden auf einem Dünenkamm.

Dieses Glück sollte uns auch die nächsten Tage begleiten. Löwen hatten wir täglich und die Trockenheit hatte sogar einen grossen Vorteil. Ohne störendes Gras waren gerade kleinere Tiere viel besser zu entdecken. Wo sich im März bei hohem Gras noch ganze Löwenrudel locker verstecken konnten, da lagen sie jetzt im November auf offenen Flächen herum und waren somit viel besser zu beobachten. Auch nachts waren die grossen Katzen aktiver, denn auch die Beutetiere waren bei Trockenheit wesentlich weniger zahlreich.

Sogar kleine, scheue Tiere wie Wildkatzen, Löffelhunde, Erdmännchen oder die seltene Elefanten-Rüsselmaus konnten wir in diesem Urlaub nicht nur sehen, sondern sogar fotografieren..




Kadaver

Besonders auffallend bei der Trockenheit der staubigen Wüste waren die vielen Kadaver, die überall herum lagen. Überall hatten Löwen meist die grossen Elands gerissen oder Geparde die kleineren Antilopen. Und selbst an den abgenagten Knochen konnte man mit Geduld noch viele Tiere sehen, die sich an den Resten labten. Vor allem Schakale, aber auch Hyänen und diverse Raubvögel waren stets um einem Kadaver herum an zu treffen. Auch grosse Gruppen von Geiern komnnten wir beobachten.

Besonders viele Eland Kadaver lagen rund um Twee Rivieren, im Dreieck zwischen Rooiputs und dem Monro-Wasserloch. Um den eigentlichen Kill zu sehen waren wir leider 1-2 Wochen zu spät vor Ort, die grossen Elandherden waren bereits in Richtung Botswana weiter gezogen und nur noch vereinzelt konnte man die mächtigen Antilopen noch sehen. Meist in kleinen Gruppen und recht scheu.

Trotz des unbarmherzigen Klimas hier steckt die Kalahari auch in der Trockenzeit voller Leben. Temperaturen von 36°C schon um 9:00 Uhr am Morgen waren bei unserem Besuch nicht ungewöhnlich, mittags ruhten wir uns dann im Schatten unserer Unterkünfte aus. Bei den Game Drives waren wir froh, zwischenzeitlich mit geschlossenem Fenster und somit auch mit Klimaanlage zu fahren. Für die Tiere in diesem Backofen gab es keine Abkühlung, selbst die Pumpen einiger Wasserlöcher im Norden waren ausgefallen. Dort mussten die durstigen Bewohner weite Wege zum lebensrettenden Wasser in Kauf nehmen.

Unten im letzten Video kann man sehen, was passiert wenn man in Grootkolk etwas Wasser in einen Plastik-Napf füllt. Die durstigen Webervögel sind dann sofort zur Stelle.





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