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ALLGEMEINES

Das private Gelände des Thaba Tholo Schutzgebietes liegt zwischen Citrusfarmen und ist von steilen 500 Meter hohen Berghängen flankiert, nur 3,5 Fahrstunden von Johannesburg entfernt. Man erreicht es über die R37, aus Lydenburg oder Burgersfort kommend. Am Panorama-Restaurant Oppi Berg liegt das Gate, ins Reservat kommt man nur nach Voranmeldung und wird dann dort abgeholt. Sein Auto kann man bewacht auf dem Parkplatz des Restaurants zurück lassen. Wohnen kann man entweder als mitarbeitender Voluntär im Ingwe Leopard Research Camp oder als zahlender Gast in der 4-Sterne Zeltunterkunft namens Black Leopard Camp.

Wir kamen aus Tzaneen, die letzten 3,5 Kilometer über Lydenburg. Der frühere Name Lydenburg, heute Mashishing, leitet sich aus dem Niederländischen ab und bedeutet "Stadt des Leidens". Von 1856 bis 1857 war sie Hauptstadt der Burenrepublik Lydenburg. 2006 wurde sie dann umbenannt, die Kleinstadt mit ihren riund 7.000 Einwohnern liegt am Spekboom, einem Nebenfluss des Olifant River und am Fuß des Long Tom Pass.

Viel Zeit hatten wir nicht um uns hier umzusehen, viel Touristisches gibt es dort auch nicht. Um Punkt 14:00 wurden wir abgeholt und zur Lodge gefahren, der Weg war gleichzeitig schon der erste Game Drive.

Zahlreiche, mühsam angelegte Fahrwege ziehen sich hier an den Bergen entlang und durch das Tal und das 6.000 Hektar große Gebiet. Die Fahrt im Jeep ist eine ziemlich holprige Angelegenheit, für Leute mit Rückenschaden sind die Game Drives hier mit Sicherheit nicht geeignet. Man wird ganz schön durchgerüttelt. Dafür gibt es keine Malaria und man bewegt sich hier sehr "off the beaten track" des üblichen Tourismus der Region.

Das Gebiet ist etwas Besonderes, denn hier befindet sich einer der wenigen Hotspots für schwarze Leoparden weltweit.

Ein Schwarzer Panther ist ein Leopard (Panthera pardus), dessen Fell eine durchgehend schwarze Färbung aufweist, statt wie üblich schwarze Rosetten auf einem gold-gelben Grund. Unter guten Lichtverhältnissen ist aber die eigentlich gefleckte Fellzeichnung immer noch zu erkennen. Es handelt sich bei diesen Großkatzen nicht um eine eigene Art, sondern um eine Form des Melanismus. Es gibt eine beträchtliche Anzahl von Black Leopard Sichtungen im Bereich Lydenburg sei dem Jahr 1952. Bis heute wurden sie in der freien Wildbahn nicht fotografiert oder studiert. Durch die zahlreichen Kameras des Ingwe Leopard Reseach im Tal wird dies vielleicht eines Tages einmal passieren.

Kurz vor unserer Ankunft hat es wieder mal eine Sichtung gegeben, so teilte man uns im Black Leopard Camp bei der Ankunft mit. Ein Lastwagen mit 12 Leuten darauf hatte das Glück einen schwarzen Leoparden zu sehen, aber niemand von denen hatte eine Kamera.




Flora und Fauna

Neben Leoparden finden sich hier auch zahlreiche andere Tiere. Ein Filmteam von der BBC drehte gerade eine Dokumentation über den Honigdachs, im Tal waren zahlreiche Köder ausgelegt. Auf Grund der vielen aufgestellten Webcams, die man auch sponsern kann, ist man gut über den Tierbestand im Gebiet informiert und der ist zum Teil beachtlich. Hier hat man immerhin schon einige für die Region eher seltene Tierarten auf Foto gebannt, meistens in der Nacht. Dazu zählen der Kapfuchs und die Braune Hyäne oder die Schabrakenhyäne. Der Kapfuchs (Vulpes chama) ist der kleinste Hundeartige im südlichen Afrika. Er ist auch als Chama-Fuchs, Kama-Fuchs oder Silberrückenfuchs bekannt. Die Schabrackenhyäne (Parahyaena brunnea oder Hyaena brunnea), auch Braune Hyäne oder Strandwolf genannt wiegt rund 40 Kilogramm und ist die einzige Hyänenart, deren Fell nicht gemustert oder gestreift ist.

Als Besucher bekommt man tagsüber eher selten solche Raritäten zu sehen, das ist natürlich wie immer alles Glücksache. 50 Meter machen oft einen Unterschied zwischen "Sighting of a lifetime" oder "...und weg". Ganz sicher sieht man aber Kudus, Gnus, Zebras, Giraffen und Klippspringer im dem Schutzgebiet. Besonders die Kudus sind zahlreich vertreten und fühlen sich hier so wohl, dass sie ab und zu auch mal auf der Speisekarte der Lodge landen.

Auch für Vogelliebhaber gibt es viel zusehen, vor allem an den Wasserstellen, wo die pfeilschnellen Kingfisher jagen und an den Berghängen, wo zahlreiche Raubvögel auf der Jagd sind.

Oben auf den Bergen wachsen sogar Proteen. Die Pflanzengattung der Zuckerbüsche (Protea), auch Silberbäume, Kaprosen oder Federbüsche genannt, die Königsprotea ist die Wappenblume von Südafrika. Sie gehört zur Familie der Silberbaumgewächse und es gibt etwa 115 Arten.

Die steilen Hänge und die abwechslungsreiche Landschaft im Schutzgebiet bieten schöne Fotomotive, so dass Fotografen, die nicht allzu viele Tiere sichten, auf keinen Fall zu kurz kommen.





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Thaba Tholo Wilderness Reserve

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