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DE HOOP

Vor 20 Jahren waren wir schon einmal im De Hoop als Tagesbesucher, die fast schon historischen Aufnahmen davon findet Ihr auf der Seite De Hoop im Jahr 2005. Im Jahr 2025 wollten wir eigentlich hier wohnen, aber einer unserer Wunschtage war schon weit vorab komplett ausgebucht und angesichts der aufgerufenen Preise haben wir uns dann doch lieber für eine andere Region entschieden.

Die Fahrt führt von der N2 über staubige Gravel Roads und vorbei an zahlreichen abgeernteten Weizenfeldern. Eine eher langweilige Fahrt, auch wenn wir an vielen Stellen Paradieskraniche entdecken konnten. Entweder an den Dämmen und Wasserlöchern oder einfach so auf dem Stoppelfeld herum laufend.

Am Eingang mit Schranke parkten wir an der Seite, füllten das Permit aus und zahlten. Dann fuhren wir in Richtung Dünen und Koppie Alleen Beach Parking. Viele Bereiche sind ohne Allrad mit normalen PKWs erreichbar. Innerhalb des Reservats gibt es keine Tankstelle, Kraftstoff und Vorräte sollte man vorher in Bredasdorp oder Swellendam auffüllen.

Das Reservat ist bekannt für Wanderungen, Vogelbeobachtung, Mountainbiking, Walbeobachtung zwischen Juni und November und die entspannte Naturnähe ohne große Besucherströme. Die Zuwegung ist jetzt größtenteils gepflastert und uns kam bei der Anfahrt eine größere Gruppe auf Mountainbikes entgegen. Auf dem Stück mit Gravel quälten die sich aber sichtlich gegen den Wind.

Trotzdem konnten wir eine kleine Gruppe Eland-Antilopen beobachten, die angesichts der bunten Gestalten sehr misstrauisch stehen bleiben und sich nicht weiter in Richtung Dünen bewegten, bis auch der letzte Fahrradfahrer verschwunden war. Autos machten ihnen weniger aus. Mit etwas Glück kann man hier auch Bergzebra, Bontebok und eine Vielzahl von Vögeln sehen. Leider kamen wir um die Mittagszeit hier an und da war die Tierbeobachtung naturgemäß eher schlecht.

Am Parkplatz bei Koppie Aleen gibt es jetzt Toiletten und er war gut gefüllt. Das einst einsame Haus am Meer steht dort immer noch, allerdings wurde es inzwischen umgebaut und ist jetzt ein schön eingerichtetes Restaurant. Wo man früher durch Sand zum Strand lief, führen jetzt Plankenwege durch die Dünen. Der Name bezeichnet zugleich den gesamten Küsten- und Dünenbereich, der eine der besten Land-Walbeobachtungsstellen im De Hoop bietet.

Links führt ein Weg zu den Felsenpools und zu kleinen, malerischen Buchten hinunter. Hier lassen sich die seltenen schwarzen Austernfischer besonders gut beobachten. Baden darf man wegen der starken Strömung nur in den durch Felsbarrieren vom Meer getrennten kleinen Strandbuchten und Tidenpools. Der Grund in dem flachen Wasser neben diesen Felsenpools und die bei Ebbe freiliegenden klippen ist über und über mit Muscheln bedeckt. Wir konnten einige Badende beobachten, es sah recht anstrengend aus.








Unterkünfte

In und um das De Hoop Nature Reserve gibt es verschiedene Unterkunftsarten, von eher einfachen Selbstversorger-Cottages über komfortablere Lodges bis zu gehobenen und sehr teuren Unterkünften. Die De Hoop Collection bietet eine Auswahl an Self-Catering-Cottages, Häusern und exklusiven Unterkünften im Reservat und mit Zugang zu lokalen Aktivitäten.

De Hoop Opstal Cottages sind die kleinsten Unterkünfte die Opstal Houses sind größere Häuser für Familien oder Gruppen, oft mit eigener Küche und Wohnbereich. Die De Hoop Vlei Cottages sind einfacher, liegen am Vlei und die Bewertungen sind teils gemischt. Der Preis hat sehr gut angezogen. Ein "Equipped Cottage" kostet ab 3600 Rand pro Nacht, Preise für die größeren findet Ihr auf der Webseite. Günstiger ist nur Camping. Das Fig Tree Restaurant ist zentraler gastronomischer Treffpunkt im De Hoop-Village oder nahe der Unterkünfte.

Es geht mittlerweile aber noch viel teurer. Wo man sich vor 20 Jahren noch in einfachen Hütten einmieten konnte, steht jetzt die Morukuru Family De Hoop, ein luxuriöses Öko-Refugium direkt am Meer bei Koppie Alleen mit geräumigen Suiten und gehobener Ausstattung. Es besteht aus zwei exklusiven Unterkünften: dem Morukuru Ocean House, einem exklusiv buchbaren Vier-Schlafzimmer-Haus, und der Morukuru Beach Lodge mit fünf Suiten, beide vollständig solarbetrieben und abseits des öffentlichen Stromnetzes.

Wer noch mehr Geld ausgeben möchte, der wählt die Lekkerwater Beach Lodge, eine exklusive, umweltfreundliche Lodge direkt an der Küste in der De Hoop Marine Protected Area. Die Lodge liegt auf einem privaten Konzessionsgebiet innerhalb des De Hoop Nature Reserve, einem UNESCO-Welterbe der Kap-Florenregion und auf uralten Sanddünen mit direktem Blick auf den Indischen Ozean, einer der besten Orte der Welt für landbasiertes Walbeobachten. Lekkerwater Beach Lodge verfügt über sieben individuell gestaltete Suiten - sechs Doppel- und eine Familiensuite - alle mit Panoramafenstern und privaten Decks über einem sechs Kilometer langen, unberührten Strand.






Am Vlei

Nachdem wir uns bei Koppie Aleen etwas umgesehen hatten bekamen wir Hunger. Da bot sich ein kleiner Lunch im gemütlichen Restaurant an, das wir vor 20 Jahren noch noch als einsames Haus mit Ausstellung kannten. Wegen starkem Wind haben wir an diesem Tag aber lieber im Innenraum gesessen.

Das Bites Beach Cafe wird von der Morukuru Family De Hoop betrieben. Es wurde Februar 2023 eröffnet und ist Teil des Gastgewerbe- und Hospitality-Angebots der Morukuru Beach Lodge und für das Morukuru Ocean House. Es dient tagsüber als offenes Strandcafé für Besucher des De Hoop Nature Reserve von ca. 10:00 – 16:00 Uhr und abends als privater Dining-Bereich für Gäste der Luxus-Lodge.

Natürlich ist es hier etwas teurer, aber das Ambiente ist gemütlich und Michael bestellte sich einen Burger, ich hatte mich für Hake und Chips entschieden. Beides keine riesigen Portionen, aber als Lunch genau richtig, dazu tranken wir jeweils eine Cola.

Danach fuhren wir noch kurz die Abzweigung in Richtung Vlei. Der Vlei Trail führt am Ostufer des De Hoop Vlei vom Campingplatz nach De Mond. Auf dem Weg hielten wir kurz an für einige Kudus, prompt kreuzte genau dort eine schnelle Kapkobra unseren Weg.

De Hoop Vlei ist ein landgestützter, brackiger See, der nur sehr selten direkten Kontakt mit dem Meer hat, denn seine Mündung ist durch mobile Sanddünen blockiert. Dadurch entsteht eine Lagunen- bzw. Wetland-Landschaft, die je nach Wasserstand und Jahreszeit stark variiert. Der Wasserspiegel kann saisonal zwischen fast trocken und mehrere Meter tief schwanken, bei unserem Besuch 2025 war Wasser drin und es gab auch einige Vögel zu sehen. Insgesamt wurden im Reservat über 260 Vogelarten registriert, viele davon sind am oder rund um das Vlei zu beobachten. Da hatten wir am frühen Nachmittag eher wenig Glück und sind danach weiter gefahren in Richtung Stanford.








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