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Das Vineyard Cottage vom Goodluck Homestead war Liebe auf den ersten Blick: hier wollte ich unbedingt hin. Auch die Nähe zum kleinen Ort Stanford, den wir aus unserer Zeit in Hermanus noch gut in Erinnerung hatten, war eher ein Pluspunkt. Immerhin waren wir hier vor 20 Jahren zuletzt gewesen und das wollten wir ändern.
Nach einer langen Anfahrt von Wilderness mit einem Besuch in De Hoop kamen wir um 17:00 Uhr auf der Farm an und wurden freundlich begrüßt und weiter zum Cottage geschickt. Auf dem Hof wurde gerde ein neues kleines Holzhaus errichtet, in dem man einen Farmshop einrichten wird. Vorbei an Ziegen, Kühen, Fynbos und Weinreben fuhren wir ein Stück bergauf zum Cottage an der Grundstücksgrenze. Es gibt sogar eine eigene Zufahrt von oberhalb mit Tor und Code, so dass man nicht über die Farm fahren muss.
Bei der Ankunft staunten wir erst einmal, denn auf unserem Rasen sass eine schnatternde Horde Gänse. Sie entfernten sich etwas missmutig, als wir ausstiegen. Leider kamen sie an diesem Abend und am folgenden Morgen wieder, um aus unserem kleinen Pool zu trinken und daruaf zu schwimmen. Nicht ohne einiges zu hinterlassen, so fiel am ersten Abend dann ein warmes Bad aus.
Am nächsten Morgen staunte der Farmer nicht schlecht, da oben wären sie noch nie gewesen. Während unserer Abwesenheit, wir machten einen Ausflug nach Struisbaii und Agulhas, wurde das Wasser abgelassen, der Pool gereinigt und neues Wasser eingelassen. So konnten wir am Abend anheizen und ein heißes Bad in frischem Nass genießen.
Leider gab es noch ein aufregendes Ereignis nach der Ankunft: am Horizont stieg Rauch auf. In der De Kelders-Region und auf umliegenden Farmen nahe Stanford wütete ein aktives Feuer über mehrere Tage. Die Feuerwehr sowie mehrere Einsatzgruppen koordinieren die Brandbekämpfung über mehrere Fronten hinweg, darunter auch Stellen entlang der R43-Straße nach Gansbaai, die mehrmals gesperrt wurde, und entlang mehrerer Küstenabschnitte. Die Lage war komplex, zum Teil mit mehreren Flammenfronten gleichzeitig, was den Einsatz erschwerte. In einigen Sektoren wurde das Feuer auch nach über 12 Tagen noch nicht vollständig eingedämmt und bis dahin waren schon 40 qkm verbrannt. Feuerlinien blieben bei wechselnden starken Winden über Tage aktiv trotz Einsatz von Feuerwehr, Freiwilligen und Gemeinden.
Aufgrund der Brände kam es zu tagelangen Stromausfällen in Gansbaai und Pearly Beach, da das Feuer Leitungen und Infrastruktur von Eskom beschädigten, was die Wiederherstellung der Versorgung verzögerte. Leider haben in Südarika mehr als 80% der Brände menschliche Ursachen.
Das Grootbos Private Nature Reserve wurde gerade evakuiert und auch uns wurde gesagt, dass wir mit einer Evakuierung rechnen müssten. Dazu kam es dann doch nicht, weil sich der Wind in der Nacht drehte in Richtung Meer.
Eine Besonderheit wollte ich noch erwähnen: hier kann man am Kap wohnen und trotzdem am Abend mal die Löwen brüllen hören. Ein ganz besonderes Erlebnis, denn in der Nachbarschaft befindet sich Panthera Africa Big Cat Sanctuary.








Die regenerative Farm nahe Stanford befindet sich ca. 10 km vom Ortszenrum und 4 km von Panthera Africa Big Cat Sanctuary entfernt. Die Zuwegung ist eine gut befahrbare Gravel Road. Es gibt ein Tor zur Farm mit dem Goodluck Cottage, das man für 8 Personen mieten kann und einem weiteren Garden Cottage.
Das Vineyard Cottage hat ein paar Meter weiter ein eigenes Tor mit Code, durch das man direkt oben zum Parkplatz hinter dem Haus fährt. Gäste können die Farm erkunden, in Teichen schwimmen oder angeln und durch die Gartenflächen und den Fynbos spazieren.
Die R43 zwischen Gansbaai und Stanford wurde zeitweise wegen starker Rauchentwicklung und Feuergefahr gesperrt, die Alternativroute über Schotterpisten entlang der Farmen waren die einzige Verbindung zwischen Hermanus und Gaansbaii. Somit kamen über mehrere Tage alle Fahrzeuge auf der sehr staubigen Piste an der Farm vorbei. Unser Cottage lag aber so weit von der Straße entfernt, dass wir davon wenig mitbekommen haben, außer bei Ausflügen. Ab und zu sahen wir weit entfenrt Staubwolken über den Büschen.






Wir hatten das Vineyard Cottage gemietet, ein ein privates Eco-Cottage auf Goodluck Homestead. Die Unterkunft ist besonders für Paare oder Einzelreisende konzipiert, Kinder und eigene Tiere sind hier nicht erlaubt. Sie bietet ein naturnahes, ruhiges Retreat-Erlebnis mitten zwischen Fynbos, oberhalb von Weinreben und in natürlicher Landschaft. Es war Liebe auf den ersten Blick.
Es handelt sich hier um eine Off-Grid Eco-Unterkunft. Das Cottage wird mit Solarenergie versorgt und nutzt reines Quellwasser, daher keine Probleme durch lokale Stromabschaltungen. Aber auch keinen Föhn, keine Mikrowelle, keien Spülmaschine, keinen Ofen und keinen Fernseher.
Wer damit leben kann, der findet in dem gemütlichen Cottage alles, was man sonst so braucht. Zur Begrüßung stand ein Körbchen in der Küche, gefüllt mit diversem Gemüse und eigenem Honig von der Farm plus 6 kleine Eier der hauseigenen Hühner. Man darf sich auch im Garten der Farm bei reifen Kräutern und Gemüse selbst bedienen. Wohnbereich und Bad waren mit frischen Blumen dekoriert.
Das Haus ist handgefertigt mit lokalen Naturmaterialien wie Holz, Lehm und Stroh, was für eine warme, organische Atmosphäre sorgt. Die offene Küche ist hübsch, es gibt einen Esstisch und gemütliche Sofas. Die großen Schiebetüren vor Wohn- und Schlafzimmer können leicht geöffnet werden und bieten einen schönen Weitblick in die Umgebung auf die Walker Bay und die Kleinriviersberge. Eine solche hochwertige Qualität an Schiebetüren wie hier hatten wir bislang in Südafrika noch nicht gesehen.
Die einzelnen Räume sind durch Wände voneinander getrennt, die aber nicht ganz quer durch den Raum bis zu den Fenstern reichen. So hat man klar strukturiete Bereiche, das Gefühl der Weite bleibt aber bestehen. Nach Küche und Wohnzimmer folgt das Schlafzimmer mit Kingsize Himmelbett, hier haben wir wunderbar geschlafen. Es gibt auch einen kleinen Schreibtisch, einen offenen Schrank und zwei Bademäntel.
Das Bad hat eine Badewanne und eine mit Glaswand abgetrennte Dusche. Eine weitere findet man im Außenbereich, zu dem eine eigene Tür führt. Hier duscht man mit Blick auf den Fynbos Garten mit blühender Protea. Nette Kleinigkeiten findet man hier, wie eine Kennzeichnung für heiß und kalt in Form von kleinen Kacheln an den Amaturen und einen schönem Waschtisch. Ein Föhn fehlt allerdings, da Solar Power.
Es gibt gutes WLAN und ausreichend Feuerholz, um den selbst gemauerten Kolkol zu beheizen. An den Folgetagen wurden wir nicht mehr von den Gänsen besucht, so konnten wir am Abend das heiße Bad mit dem frischen Wasser genießen. Laut Betreiber wird das Wasser alle zwei Tage in das darunter liegende Rebenfeld abgelassen und aus der Quelle neu eingefüllt, nicht unbedingt Standard bei einigen anderen Unterkünften.
Die große Terrasse ist toll, hier befindet sich nicht nur der große Aussengrill, auch ein Essplatz, zwei Sofas und zwei Liegen stehen hier, alles überdacht. So konnten wir wunderbar entspannen und den sagenhaften Ausblick genießen. Das Vineyard Cottage bietet Ruhe, Privatsphäre und Naturverbundenheit.






Zu der Filiale der Ou Meul Bakery und dem Besuch zum Lunch im Madre Restaurant habe ich auf der Standford Seite schon berichtet.
Am ersten Abend gab es essenstechnisch ein Fiasko, denn wir hatten im Oakhurst Farmhouse bei Wilderness einen gefrorenen Pie mit Spinat und Schafkäse gekauft. Den wollten wir am Abend dann essen, aufgetaut war er während der Fahrt. Leider gibt es hier aber keinen Ofen, was nun?
Wir versuchten ihn auf dem Grill zu garen. Von außen sah das zuerst prima aus, aber als wir dann hungrig anschnitten war der Teig innen noch fast roh und es schmeckte nicht. Zum größten Teil ein Fall für den Eimer der Mülltrennung, der an das lokale Schwein namens Fuzzi verfüttert wurde. Wir mussten dann Butterbrote essen, ein leckerer Blanc de Noir von Rainbow´s End war danach Trost genug.
Am Morgen gab es dann ein üppiges Frühstück mit den sechs kleinen Farmeiern, die mir als als Rührei sehr gut gelungen waren und mit Avocado auf Brot wunderbar schmeckten.
Nachdem wir am Mittag mehr als üppig und gut im Madre Restaurant gegessen hatten, kam am Abend die in Stanford gekaufte Käseplatte von Klein River Cheese Factory zum Einsatz, zusammen mit Brot, Farmbutter und einem Syrah Grenache von Creation.






Wir haben uns in dem schönen und sehr privaten Cottage sehr wohl gefühlt und würden hier gerne noch einmal wohnen.
Hier ist ein Link zum Vineyard Cottage auf dem Goodluck Homestead.






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