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Vor einigen Jahren sind wir schon mal am Rocherpan Nature Reserve vorbei gefahren, diesmal wollten wir unbedingt dort wohnen. Leider hatten wir uns dazu nicht die ideale Reisezeit ausgesucht, aber im Südwinter halten wir uns nicht in Südafrika auf. Das Namensgebende Vlei mit seinem reichen Vogelleben war im Oktober nicht mehr mit Wasser gefüllt, dazu muss man ziemlich früh um Juli/August vor Ort sein, wenn der Papkuils-Fluss nach Regenfällen in Piketberg Wasser führt.
Das Rocherpan Nature Reserve ist trotzdem ein echtes Juwel hier an der südafrikanischen Westküste, etwa 25 km nördlich von Velddrif gelegen. Der Ort besticht durch seine karge, fast meditative Schönheit und ist vor allem für Menschen, die Ruhe suchen und ein Auge für die Tierwelt haben ideal. Rocherpan ist kein Ort für Action. Es ist ein Ort der Entschleunigung.
Man findet hier eine Kombination aus dem saisonalen Vlei und einem geschützten Meeresabschnitt, der Marine Protected Area. Rund um das Vlei gibt es Wanderwege durch den Fynbos und wenn man am Strand spazieren geht ist man oft ganz alleine unterwegs.
Der See entstand, als hier im Jahr 1839 von einem Mann namens Rocher ein Damm gebaut wurde, um Weideland zu bewässern. Heute ist es eines der wichtigsten Feuchtgebiete der Region. Wenn die flache Pfanne im Winter und Frühling mit Wasser gefüllt ist wimmelt es hier von Wasservögeln, bis zu 70 Arten hat man gezählt. Im Hochsommer kann sie allerdings vollkommen ausgetrocknet sein, was auch eine ganz eigene, fast außerirdische Optik erzeugt. Mehr Bilder und Infos findet Ihr auf der Seite Views im Rocherpan Nature Reserve
Die Einfahrt zum Rocherpan Camp ist gut mit den braunen "CapeNature"-Schildern markiert. Sobald man das Haupttor passiert hat, führt eine kurze Schotterpiste zum Büro und dann weiter zu den Cottages. Diese Piste ist normalerweise in sehr gutem Zustand und problemlos mit einem normalen PKW befahrbar.
Im Camp gibt es einen 1,65 m tiefen Swimming Pool mit Schattendach und Liegen, der von den Übernachtungsgästen genutzt werden kann. Dazu gibt es Bänke, Tische, einen Kinderspielplatz, ein Jungle Gym und einen kleinen Mini-Golfplatz namens Putt-Putt.
Das Gate schließt normalerweise um 16:30 Uhr, Chek-In ist zwischen 14:00 und 16:00 Uhr. Wenn man hier übernachtet und später ankommt, sollte man das unbedingt vorher mit dem Office abstimmen um den Zugangscode für das Gate zu erhalten.







Das 25 km nördlich von Velddrif an der Westküste des Kaps gelegene Reservat wurde 1966 als Naturschutzgebiet mit 930 Hektar gegründet, und der angrenzende Abschnitt des Atlantischen Ozeans wurde 1988 zum Meeresschutzgebiet erklärt. So kamen weitere 150 Hektar hinzu.
Die Anfahrt zum Rocherpan Nature Reserve ist unkompliziert. Von Kapstadt aus benötigt man etwa 2 bis 2,5 Stunden für die ca. 170 km.
Man folgt der R27 bis nach Velddrif. Hier überquert die Brücke den Berg River, ein schöner Ort, um kurz nach Pelikanen oder Flamingos Ausschau zu halten. In Velddrif bleibt man auf der Straße, die nun zur R310 wird, und fährt in Richtung Dwarskersbos. Ein typischer Ferienort mit meist verlassenen, weißen Häusern. Von Dwarskersbos aus sind es noch etwa 15 km weiter nördlich auf der asphaltierten Küstenstraße. Das Reservat liegt auf der linken Seite zwischen der Straße und dem Meer.
Die letzte größere Möglichkeit zum Tanken und für Einkäufe und Supermarkt ist in Velddrif oder Vredenburg. In Dwarskersbos gibt es nur einen sehr kleinen Laden.






Das Camp gilt als eines der Vorzeigeprojekte für nachhaltigen Öko-Tourismus von CapeNature, es besteht aus acht ökologisch gebauten Holzhäusern. Vier Eco-Cabins (Coot, Moorhen, Egret und Shoveler) mit 2 Schlafzimmern für bis zu 4 Personen und 2 Kinder und vier Cottages (Sandpiper, Oystercatcher, Kingfisher und Flamingo) für 2 Erwachsene und 2 Kinder auf dem Futon im Wohnzimmer. Die Häuser liegen in gebührendem Abstand zueinander und mit Sichtschutz in die Dünenvegetation gebaut, sodass man sich sehr zurückgezogen fühlt.
Wir haben uns für das Kingfisher Cottage entschieden, das einzige Cottage, das über einen Hot Pool vor dem Haus verfügt, der mit Holz geheizt wird. Leider war es am Abend recht windig und ziemlich frisch.
Die Cottages sind so ausgerichtet, dass man von der Veranda aus über die Pfanne blicken kann. Kingfisher bietet diesen Ausblick leider nicht direkt, man blickt eher in die Vegetation.
Alles ist hier "off-grid" oder sehr ressourcenschonend. Es gibt wasserlose Komposttoiletten, die sehr sauber und geruchlos sind und die wir schon von unserem Aufenthalt in Kogelberg kannten. Sie sparen tausende Liter Wasser, ein wichtiger Aspekt in dieser trockenen Region.
Alles läuft auf Solarstrom, es gibt kein WLAN, aber wir hatten im Cottage immerhin einen recht schwachen Mobilfunkempfang je nach Ausrichtung unseres Routers. Für Mail, WhatsApp und Suchanfragen war es ausreichend. Fernseher sucht man hier vergeblich. Föhn, Bügelbrett und Bügelweisen oder Kinderbett kann man sich an der Rezeption ausleihen.
Im Bad gibt es eine Dusche, das Wasser wird über Gasthermen erhitzt, sodass man nicht auf die Sonne angewiesen ist, um warm zu duschen. Die Abtrennung der Duschkabine war allerdings etwas locker, man hatte immer Angst, dass die wacklige Glatür rausfällt.
Im Inneren bietet das kleine Cottage eine eine ganz besondere Mischung aus modernem Minimalismus, typischer West Coast Deko und rustikalem Naturerlebnis mit Annehmlichkeiten.
Dazu gehört neben dem bereits erwähnten Hotpool auch eine Hängematte auf der Terrasse und eine gut ausgestattete Küche. Hier gibt es einen Gasherd, eine Mikrowelle, Toaster, Wasserkocher, einen großen Kühlschrank und Töpfe und Geschirr. Die große Holzveranda ist perfekt zum Frühstücken oder für die Vogelbeobachtung geeignet, hier gibt es auch einen Grill.
Das Bett war für uns der Grund, warum wir hier nicht mehr wohnen würden: es war zeimlich klein und sehr hart und es gibt nur eine kleine Zudecke. Ausserdem steht das Fußende an der Wand, so dass Michael sich nicht voll ausstrecken konnte. Wir hatten zwei wenig erholsame Nächte hier.
Laut Auskunft im Büro soll hier demnächst alles renoviert werden, auch mit neuen Betten. Und die größeren Häuser für 4 Personen sollen dann Kingsize-Betten bekommen, die in die kleineren Cottages bei der aktuellen Aufteilung nicht hineinpassen. Mal abwarten, ob das passiert.








Bei der Anreise über Paarl waren wir am Mittag im BACCO Estate im Restaurant Cicchetti essen. Das Essen ist mir gar nicht bekommen und ich war hier leider am nächsten Tag etwas krank. Daher fiel auch das Essen etwas sparsamer aus. Am Abend hatten wir nur Brote und dazu einen Vigonier von Lynx.
Auch am zweiten Tag hatten wir beide wenig Hunger, haben uns nur einen Nudelsalat aus dem Woolworth geteilt.
Unbedingt erwähnen möchte ich aber noch den Farmstall, der sich an der Küstenstraße in Richtung Elands Bay befindet. Nur 10 Fahrminuten vom Eingang nach Rochertpan liegt der kleine "Die Skooltjie Padstal" rechts an der Straße. Man kann draussen sitzen und etwas essen. Hier ist der Link zur Facebook Seite.
Im Inneren findet man eine Menge hausgemachter Produkte einer nahen Farm: Marmeladen, Senf, Essig, Chutneys, eingemachte Gemüse und Sossen. Da wir schon bei Brenda´s in Paarl eingekauft hatten, haben wir hier nur aufgestockgt mit lecker eingelegten Zwiebeln, Ananas-Chutney und Curry-Bohnen und sehr guten Plätzchen. Später haben wir uns geärgert, davon nicht mehr mitgenommen zu haben.






Schöner Ort, tolle Umgebung und nettes Cottage mit einigen Schwächen für unseren Bedarf.
Hier ist ein Link zur Cape Nature Seite.





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