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Sri Lanka ist ein Land, in dem Bargeld nach wie vor König ist. Die offizielle Währung ist die Sri-Lanka-Rupie (LKR). Banknoten gibt es in Stückelungen von 10, 20, 50, 100, 500, 1000 und 5000 LKR; Münzen von 1, 2, 5 und 10 LKR. Letztere begegnen einem im Alltag allerdings kaum noch, in kleine Läden bekommt man sie als Wechelgeld. Bei unserem Besuch Anfang 2026 waren 1000 LKR etwa 2,70 Euro, oder 20 Euro etwa 7500 LKR. Ganz schön schwierig zu rechnen.
Für Reisende bedeutet das vor allem: viele Scheine und ein dickes Portemonnaie. Kleine Scheine (100er und 500er) sind Gold wert in kleinen Shops, auf Märkten, als Trinkgeld oder für Tuk-Tuk-Fahrten, bei denen passendes Zahlen oft erwartet wird.
Wechselstuben findet man am Flughafen, in Städten und in touristischen Zentren. Die Wechselkurse in Hotels sind, wie überall auf der Welt, meist nicht optimal. Wir haben klassische Wechselstuben gar nicht benötigt, da es selbst in kleineren Orten fast überall Geldautomaten (ATM) gibt. Wir haben es kein einziges Mal erlebt, dass ein Automat leer war, falls doch, lässt man sich einfach zur nächsten Bank fahren. Besonders zuverlässig sind die Automaten der Bank of Ceylon (BOC), der Commercial Bank oder der Peoples Bank.
Da viele Geldautomaten ein Limit pro Abhebung haben (oft zwischen 40.000 und 100.000 LKR), ist es sinnvoll, den Maximalbetrag abzuheben, um die lokalen Gebühren von ca. 400 bis 800 LKR pro Vorgang zu minimieren. Die höchsten Limits gab es bei der Commercial Bank, in Galle bekameen wir sogar 200.000 LKR pro Abhebung. Ansonsten findet man bei der gleichen Bank an einem anderen Ort manchmal ein anderes Limit. Dies wird wohl dem lokalen Bedarf und der Frequenz der Nachfüllung angepasst.
Wichtiger Tipp: Wählt am Automaten immer die Abrechnung in Lokalwährung (LKR) ohne Umrechnung durch die Bank vor Ort (Without Conversion), um den deutlich besseren Kurs eurer Heimatbank zu erhalten.
Noch ein Tipp: Geht bei einer Bank in einem mittlgroßen Ort zum ATM, dort ist man meist allein. In Kandy konnten wir bei mehreren Banken beobachten, dass in einer Halle mit mehrern ATMs ein Gedränge herrschte wie an einem gut besuchten Ticketschalter für die Bahn oder an der Ausgabe der Betriebskantine. Keine Umgebung, in der man mit seiner Kreditkarte und dicken Geldpaketen hantieren möchte. Ein Vorurteil, ich weiß, die Einheimischen haben offensichtlich kein Problem dabei, aber wir haben uns bei dem Anblick unwohl gefühlt.
Größere Hotels, gehobene Restaurants und Supermärkte (wie Keells oder Cargills) akzeptieren meist Visa und Mastercard. Dennoch ist Bargeld für Nationalparks, Transport, abgelegene Strände und kleine Gästehäuser unverzichtbar. Bietet ein kleinerer Händler Kreditkartenzahlung an, wird oft eine Zusatzgebühr von etwa 3 % erhoben. Darauf wird man jedoch meist vorab hingewiesen und kann entscheiden, ob man lieber bar bezahlt.
Ein weiteres wichtiges Thema ist das Trinkgeld. In Sri Lanka sind etwa 5–10 % der Rechnung in Restaurants üblich, sofern nicht bereits eine Service Charge enthalten ist. Diese wird immer öfter automatisch erhoben (meist 10 %) und ist in der Regel auf der Speisekarte vermerkt. Dennoch freut sich der Kellner über ein kleines zusätzliches Scheinchen direkt in die Hand.
Auch Tuk-Tuk-Fahrer, Guides oder das Hotelpersonal freuen sich über ein Dankeschön in bar, besonders bei gutem Service. Man kann bei den längeren Transfers über Land ja sehen, ob die Fahrt schwierig und anstrengend war oder eher ein Spaziergang. Die Preise in der Region des Uber-Minimumms verdienen eine kleine Aufstockung. Das hat noch einen positiven Nebeneffekt: Der Fahrer gibt einem gern seine Kontaktdaten, und im Notfall hat man einen eigenen Kontakt, um eine Anschlussfahrt zu organisieren.
In vielen Unterkünften gibt es eine zentrale Tip Box an der Rezeption. Dies ist oft die fairste Lösung, da das Geld unter dem gesamten Team – vom Gärtner bis zum Koch – aufgeteilt wird.







Zum Thema Visum findet man im Netz so viele veraltete Informationen, dass man irgendwann komplett die Übersicht verliert. Die Regierung ändert immer wieder etwas an den Regeln, und oft wird noch so berichtet, wie man es vor Jahren selbst erlebt hat. Da schreiben einige noch über das Ausfüllen der Einreisekarte (Nein, braucht man nicht mehr!) oder behaupten, das Visum sei kostenlos (Nein, das war für Ende 2025 angedacht, wurde aber wieder aufgehoben).
Als ich 2025 unsere Reise mit 49 Übernachtungen gebuchte habe, konnte man auf der offiziellen Seite noch auswählen, ob man 30 oder 90 Tage im Land bleiben möchte. Diese Option war jedoch verschwunden, als ich sie am Jahresende tatsächlich benötigte.
Für die Einreise nach Sri Lanka benötigen die meisten Reisenden ein Touristenvisum, das in der Regel vor der Abreise online über das Electronic Travel Authorization (ETA)-System beantragt wird. Diese Genehmigung ersetzt das klassische Visum im Reisepass und wird digital mit deinem Pass verknüpft.
Das Verfahren ist eigentlich einfach: Man füllt für jeden Reisenden das offizielle Online-Formular aus, zahlt die Gebühr von derzeit 50 US-Dollar pro Person per Kreditkarte und erhält die Genehmigung meist innerhalb von 24 Stunden per E-Mail.
Die gängige Dauer für das Standard-Touristenvisum beträgt 30 Tage – die meisten Besucher sind dann ja schon längst wieder weg. Am besten führt man das Visum bzw. die ETA-Bestätigung immer ausgedruckt mit, da die Kontrolle am Flughafen sehr sorgfältig ist. Auch digitale Kopien auf dem Handy sind als Backup nützlich.
Wer jedoch länger als 30 Tage bleiben möchte, muss sein Visum auf bis zu 90 Tage verlängern. Dies erfolgt über das Department of Immigration and Emigration. Man muss dafür bereits im Land sein - Verlängerungen vor der Einreise sind aktuell nicht möglich. Der Antrag sollte rechtzeitig vor Ablauf der ersten 30 Tage gestellt werden und hier begann unser Problem: Man kann die Verlängerung theoretisch online über das offizielle Extension Portal beantragen oder muss persönlich in Colombo erscheinen.
Da unsere Reiseplanung uns weit weg von Colombo führte, wäre ein persönlicher Besuch für einen Stempel eine logistische Herausforderung gewesen. Man kann auch eine Agentur damit beauftragen. Die Verlängerung kostet pro Person noch einmal etwa 100 US-Dollar, und man benötigt ein aktuelles Passbild in elektronischer Form. Der Online-Antrag über das offizielle Portal scheiterte bei uns bereits kläglich bei der Registrierung: Das fehlerhafte Feld für die Telefonnummer ließ sich mit 123456 noch austricksen, aber nach formell abgeschlossener Erstellung des Accounts kam der Verifizierungscode zum Anmelden in unserer Mailbox nie an.
Um weitere schlaflose Nächte zu vermeiden, sind wir in Galle einfach in ein privates Büro gelaufen, das Visa für das Ausland vermittelt, und haben um Hilfe gebeten. Ein junger Mann wurde extra abgestellt und benötigte über eine Stunde für das Ausfüllen der Online-Formulare, schaffte es aber, auf die Registrierung seiner Firma einen Antrag für zwei Personen zusammengefasst zu stellen. Der Chef begleitete uns sogar ins Fotostudio zwei Etagen tiefer im gleichen Gebäude, die digitalen Passbilder wanderten dann per WhatsApp ins Büro. Nach knapp zwei Tagen erhielten wir eine WhatsApp vom Büro mit einem Link zur Zahlung der Gebühren und kurz darauf die Bestätigung per Mail über die erfolgreiche Verlängerung mit angehängten Dokumenten.
Die Servicegebühr von etwa 60 Euro haben wir bar bezahlt, und das war es uns absolut wert. Insgesamt verbrachten wir zwei Stunden in dem Büro. Am Ende haben uns die 49 Nächte in Sri Lanka unterm Strich ca. 350 US-Dollar gekostet – inklusive Erst-Visum, Verlängerung, Agenturgebühr, Kreditkartengebühren und Passbildern - die waren mit 1600 LKR das Billigste.
Noch ein paar Anmerkungen zu den Fristen: Uns wurde von mehreren Seiten erklärt, erst nach 14 Tagen im Land könnte man den Antrag auf Verlängerung stellen. Die Bezahlung für die elektronische Verlängerung muss laut Anleitung mindestens eine Woche vor Ablauf des ursprünglichen ETA erfolgen, somit hätte man theroetisch nur 3 Tage für das Stellen des Antrags, der ja dann auch noch einige Tage braucht. Das stimmte zum Glück nicht, wir konnten es in Galle schon nach einer Woche machen lassen und waren 2 Tage später mit der Verlängerung durch. Wie gut, denn eine Woche später war das Onlinesystem für einige Zeit zusammengebrochen.
Warum man das nicht am Flughafen mit Vorlage des Rückflugtickets machen kann bleibt ein bürokratisches Geheimnis.





Telefonieren und mobiles Internet sind in Sri Lanka völlig unkompliziert. Vor Ort kann man sehr günstig eine lokale SIM-Karte kaufen, meist von den Anbietern Dialog, Hutch, Mobitel oder Airtel. Wir haben das direkt nach der Ankunft am Flughafen erledigt, auch wenn die Schlange bei Dialog am längsten war, gilt dieser Anbieter als der mit der besten Netzabdeckung auf der Insel. Man benötigt lediglich den Reisepass zur Identifikation. Die SIM-Karten sind in der Regel Prepaid; die Datenpakete sind preiswert und bieten schnellen 4G- (und teilweise bereits 5G-) Zugang in den Städten und touristischen Regionen.
Wir haben für die SIM-card und ein Datenpaket mit 20 Gigabyte lediglich 1.400 LKR bezahlt. Die SIM-Karte stecken wir in unseren mobilen Router und betreiben damit zwei Smartphones und den Laptop gleichzeitig. Wer ein modernes Handy besitzt, kann alternativ vorab prüfen, ob eine eSIM (z. B. über die App Airalo oder direkt bei Dialog) eine Option ist, um sich das Anstehen am Flughafen zu ersparen.
In den meisten Unterkünften gab es allerdings ein sehr gutes WLAN, sodass wir unseren Router primär unterwegs genutzt haben. Während der Fahrt schnell etwas nachzuschlagen, dem Fahrer per Google Maps den Weg weisen oder im Restaurant die nächste Etappe zu planen, ist schon äußerst praktisch. Mit der Tastenkombination *123# (bei Dialog) kann man übrigens jederzeit unkompliziert das verbleibende Guthaben abfragen, wenn die Karte im Smartphone ist. Wir haben nach 30 tagen in einem kleinen Shop am Busbahnhof unkompliziert nachladen lassen. Die haben die Telefonnummer der Karte ausgelesen und für 1045 LKR gab es 16 GB für weitere 30 Tage. Rund um uns drängelten sich um uns etliche Leute im Laden, die jeweils für 150 bis 250 LKR kleinere Pakete an Datenvolumen kauften.
Die Netzabdeckung ist in den Städten, an der Küste an den Hauptverbindungsstrassen hervorragend; in abgelegenen Bergregionen oder dichten Dschungelgebieten kann es jedoch vereinzelt Funklöcher geben. WhatsApp funktioniert problemlos und ist in Sri Lanka das Kommunikationsmittel Nummer eins. Fast alle Unterkünfte und Fahrer sind darüber erreichbar und antworten meist innerhalb kurzer Zeit.
In den von uns besuchten Nationalparks funktionierte das nicht, dort kommunizieren die Fahrer der Jeeps noch mit alten Nokia-Handys, vorzugsweise mit SMS, da die Abdeckung dort anscheinend nur 2G ist - für unseren mobilen Router mit 3G oder 4G nicht erreichbar.









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