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Sri Lanka ist eine Insel nahe dem Äquator, aber mit einer außergewöhnlichen Vielfalt an Ökosystemen gesegnet. Auf einer Fläche von rund 64.550 km² - etwa so groß wie Tasmanien - finden sich zahlreiche Waldtypen, darunter immergrüne Feuchtwälder, submontane Wälder, Bergwälder, Übergangswälder, Trockenwälder sowie aride Buschlandschaften und Sanddünen. Diese Vielfalt an Ökosystemen, gepaart mit der Insellage, hat dazu geführt, dass viele Lebensformen in unterschiedlichen Habitaten gedeihen und sich zu endemischen Arten entwickeln konnten.
Im Land gibt es verschiedene Kategorien von Schutzgebieten, die von unterschiedlichen Behörden verwaltet werden. Gebiete, die als strenge Naturschutzgebiete (SNR), Naturreservate (NR), Nationalparks (NP), Pufferzonen (BZ), Dschungelkorridore (JC), Meeresschutzgebiete (MR) werden vom Ministerium für Wildtierschutz (DWLC) verwaltet.
Dann gibt es noch Schutzwälder (CF), nationale Wildnisgebiete (NHWA) und Waldreservate (FR), die vom Forstamt geschützt werden. Eine Kategorie, die als Fischereimanagementgebiet bezeichnet wird, wird vom Ministerium für Fischerei und Wasserressourcen verwaltet, um sicherzustellen, dass Fischereiaktivitäten nur auf nachhaltige Weise durchgeführt werden können. Zudem gib es noch private Schutzgebiete, sogenannte Sanctuaries.
Alle diese Gebiete dienen dem Schutz von Lebensräumen und der Artenvielfalt. Die Schädigung von Vögeln oder Tieren, die Störung ihrer Nist- oder Brutplätze oder die Beschädigung von Bäumen oder Pflanzen innerhalb dieser Gebiete stellt eine Straftat dar, die mit hohen Strafen geahndet und vor einem Strafgericht verfolgt wird.
Mit Ausnahme einiger weniger Arten sind fast alle wildlebenden Vögel und Tiere sowie zahlreiche Pflanzenarten auf Sri Lanka gesetzlich geschützt. Jegliche Schädigung innerhalb oder außerhalb eines Schutzgebietes stellt ebenfalls eine Straftat dar, die entsprechend bestraft wird.
Diese Artenvielfalt hat Sri Lanka den begehrten Titel eingebracht, zu den zehn globalen Hotspots der Biodiversität weltweit zu gehören.
Wir haben nur wenige der Schutzgebiete besucht, müssen also noch einmal wiederkommen. Denn jedes hat uns gut gefallen und in jedem haben wir andere und für uns neue Arten entdeckt. Auch, weil man sich hier nicht alleine bewegen darf, sondern immer in Begleitung von einem Guide unterwegs ist.
Obwohl das eigentlich so gar nicht unser Ding ist, haben wir es hier durchaus zu schätzen gelernt. Vor allem, wenn man Guides bekommt, die auch mit viel Geduld warten, bis man zu Ende fotografiert hat, oder versuchen, die beste Fotoposition zu erreichen. Denn viele Tiere hätten wir alleine gar nicht entdeckt, und für den Naturschutz ist es auch besser, wenn die Touristen nicht alleine im Wald ohne Aufsicht herumspazieren.
Es gibt 20 Nationalparks in Sri Lanka. Die von uns besuchten haben natürlich eigene Seiten, die hier verlinkt sind: Sinharaja Forest Reserve, Yala National Park, Udawalawe National Park und Wilpattu National Park.
Unser Hotel Ravana Garden lag direkt neben dem 21. und somit dem neuesten Nationalpark, der noch eingerichtet wird: Ussangoda Nationalpark.











An der Süd- und Westküste haben wir folgende Schutzgebiete verpasst: den Bundala National Park, ein Vogelparadies und Ramsar-Schutzgebiet, und den Kumana National Park (Yala Ost / Lahugala-Kumana), bekannt für Vögel, Feuchtgebiete und Leopardensichtungen, der beim nächsten Mal unbedingt auf der Liste steht. Vom The Den of Yala aus wäre das eine dreieinhalbstündige Anfahrt gewesen, also besser zu einer anderen Jahreszeit von einer anderen Unterkunft aus besuchen.
Im Hochland hatten wir Pech mit ständigem Dunst und Wolken, auch ein bisschen Regen. So haben wir den eingeplanten Horton Plains National Park im Hochland mit seinem World’s End-Aussichtspunkt und der endemischen Flora und Fauna nicht besucht. Auch die Knuckles Mountain Range/der Knuckles Conservation Forest und der Gal Oya National Park mit schwimmenden Elefanten, Lagunen und einer Bootsafari fehlen noch.
In der Nord- und Nordostregion befinden sich der Minneriya National Park, in dem sich riesige Elefantenherden, besonders während der Trockenzeit, versammeln. Der Kaudulla National Park bietet ebenfalls Elefanten und eine ähnliche Landschaft wie Minneriya.
Der Wasgamuwa National Park ist weniger besucht, das gilt auch für den Somawathiya National Park. Im Nordwesten und an der Nordküste gibt es neben Wilpattu, dem größten Park des Landes, auch noch den Mannar National Park mit Flamingos, Küstenvögeln und Mangroven. Und den Pigeon Island National Park mit Korallen, Schnorcheln und einem Meeresschutzgebiet vor Trincomalee.
Bleiben noch kleinere Nationalparks wie der Kala Oya National Park, der Hingurakgoda/Somawathiya-Bereich und die Muthurajawela Marsh. Es gibt noch viel zu tun.








Während die großen Nationalparks wie Yala, Wilpattu und Udawalawe jährlich Tausende von Touristen anziehen, verbirgt sich die wahre Magie der Insel oft in ihren kleineren, weniger bekannten Schutzgebieten.
Denn die großen Nationalparks sind zweifellos beeindruckend. Sie bieten die Möglichkeit, wilde Elefanten, Leoparden, Lippenbären und eine Vielzahl von Vögeln in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten. Doch diese Bekanntheit hat natürlich auch ihren Preis. Insbesondere während der Hauptsaison können die Parks überfüllt sein. Hunderte von Jeeps drängen sich dann auf den schmalen Wegen, was nicht nur das Erlebnis für die Besucher trübt, sondern auch Stress für die Tiere bedeutet. Zudem konzentriert sich der Tourismus auf wenige Arten, während die immense Vielfalt der kleineren Kreaturen oft übersehen wird.
Abseits der ausgetretenen Pfade bieten die kleineren Schutzgebiete ein völlig anderes Erlebnis. Sie sind Oasen der Ruhe und Unberührtheit, in denen man die Natur in ihrer reinsten Form genießen kann. Diese Gebiete, oft als Naturreservate, Schutzwälder oder Waldreservate klassifiziert, sind Heimat für viele endemische Arten, die nirgendwo sonst auf der Welt zu finden sind.
Ein herausragendes Beispiel dafür ist das Sinharaja Forest Reserve, ein UNESCO-Weltnaturerbe. Dieses Regenwaldreservat ist ein Hotspot der Endemik. Fast alle der über 20 endemischen Vögel Sri Lankas sind hier zu finden, ebenso wie eine Vielzahl von endemischen Pflanzen, Amphibien und Reptilien. Der dichte Dschungel bietet Schutz für unzählige Arten, die noch weitgehend unerforscht sind.
Eine weitere faszinierende Beobachtung ist die Anpassungsfähigkeit der Tierwelt. Auch in den kultivierten Landschaften der Kaffee- und Teeplantagen haben sich viele Arten einen Lebensraum erobert. Ebenso sind die Küsten- und Feuchtgebiete Sri Lankas von immenser Bedeutung für die Biodiversität. Die Muthurajawela Marsh, ein riesiges Sumpfgebiet in der Nähe von Colombo, ist ein wichtiges Habitat für Vögel, Fische und Amphibien. Sie fungiert zudem als natürliches Filtersystem und schützt die Küste vor Erosion. Der Pigeon Island National Park, ein Meeresschutzgebiet vor Trincomalee, beherbergt ein beeindruckendes Korallenriff und ist ein Paradies für Schnorchler und Taucher.
Weitere Schutzgebiete sind das Hakgala Strict Nature Reserve, ein strenges Naturschutzgebiet im Hochland, bekannt für seine endemische Flora und Fauna und oft im Schatten des Horton Plains NP. Oder das Kanneliya-Dediyagala-Nakiyadeniya Forest Reserve, ein weiteres wichtiges Regenwaldreservat im Tiefland, ähnlich wie Sinharaja, aber oft ruhiger.
Ganz im Norden liegt der Adam's Bridge Marine National Park. Eine Kette von Sandbänken und Inseln, die Sri Lanka mit Indien verbindet, wichtig für Meeresvögel und Dugongs.









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