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KATA TJUTA

Gut 50 km fährt man auf einem schmalen Asphaltband vom Ayers Rock Resort, vorbei am Uluru, zu den Kata Tjuta. Diese beeindruckenden Felsendome erheben sich aus der flachen Umgebung mit einer Ausdehnung von 36 km² und liegen geschützt innerhalb der Nationalparkgrenzen. 36 Berge sind es und der höchste ist der Mount Olga. Mit seinen 564 Metern ist er sogar noch höher als der Uluru. Kata Tjuta bedeutet in der Sprache der Anangu "Viele Köpfe". Diese Bezeichnung löste im Jahr 1995 den alten Namen "The Olgas" ab, den wieder mal der Entdecker Ernest Giles vergab. Königin Olga von Württemberg war die Namenspatin.

Die Felskuppeln entstanden zusammen mit dem Uluru vor ca. 600 Mio. Jahren. Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass es eine unterirdische bogenförmige Verbindung gibt. Trotzdem findet man hier am anderen Ende der Gesteinsader eine andere Konsistenz des Gesteins. Sind die Wände des Uluru kompakter Sandstein, so bestehen die der Kata Tjuta mehr aus grobkörnigen Konglomeraten, Kieseln und Sand. In erster Linie sind hier Granit und Basalt enthalten, diese Mischung soll von Gebirgszügen weit im Südwesten stammen und von den Meeren mitgeführt worden sein, die einst das Innere des heutigen Kontinents überschwemmten. Die verschiedenen, zusammengebackenen vulkanischen Gesteine hatten der Verwitterung nicht so viel entgegenzusetzen, daher sehen heute einzelne Kuppeln sichtbar angegriffen aus.

Wenn man sich den Felsen nähert, dann passiert man zuerst die Dune Viewing Area auf der rechten Seite. Von hier aus kann man, leicht erhöht stehend, die Felsen im Licht des Sonnaufgangs und den Sonnenuntergang hinter den Steinkuppeln betrachten. Eine 600 Meter langer, rollstuhlgeeigneter Weg führt in die Dünenlandschaft, die mit verschiedenen Pflanzen und Kleinlebewesen ein sensibles Ökosystem darstellt. Deshalb sollte man unbedingt auf dem Weg bleiben. Die Dünen im Nationalpark erreichen immerhin Höhen bis zu 13 Meter.

In der semi-ariden Region gibt es genügend Niederschlag, so wachsen hier geschützt in den Tälern immerhin 64 Pfanzenfamilien mit 390 verschiedenen Arten. Mulga, Akazien, Bloodwoods, Desert Oaks und Wüstenpappeln findet man hier. Bei unserem Besuch war die Olga Gorge von lilafarbigen Blütendolden überzogen. Tiere sahen wir, bis auf Vögel und die allgegenwärtigen Fliegen und Ameisen, allerdings keine.

Im Gebiet zwischen den Felsen gibt es nur zwei Wanderwege, die man von den drei Parkplätzen aus erreichen kann. Der hier beschriebene Olga Gorge Walk und der weitere und wesentlich anstrengendere Valley of the Winds Walk. Am Ende der asphaltierten Strasse findet man auch Picknickpätze mit Schattendach und Bänken, ein netter Ort mit schöner Aussicht auf die Berge für eine kleine Stärkung vor der Wanderung.



Walpa Gorge

Ein einfacher Wanderweg führt vom westlichen Parkplatz aus in Richtung Osten in die Olga Gorge, ebenfalls umbenannt in Walpa Gorge. Für den so genannten Olga Gorge Walk benötigt man ca. 1-2 Stunden. Unter einem Schattendach befindet sich eine urige Holzbank und eine Menge Information auf Tafeln zur Flora und Fauna der Region. Wir kamen gegen Mittag an und der erste Teil des Weges führt durch die brennende Sonne. Wir waren froh über die Kopfbedeckung, aber schon nach einigen hundert Metern konnten wir sie ausziehen, denn dann erreicht man das Tal und der Rest des Weges liegt tagsüber im Schatten. Schön zu erkennen an den unterschiedlichen Farben der Bilder auf dieser Seite. Der Weg wird enger und führt durch die Felsdome hindurch, unterwegs ist die Zusammensetzung der Olgas aus Konglomeraten gut zu erkennen. Es gibt unzählige Auswaschungen und Löcher in den steilen Wänden und auf Absätzen auch ein wenig Pflanzenwuchs..

In den grünen Bäumen und Büschen am Bachlauf zwitschern unzählige Vögel. Einige Pflanzen in dieser Region sind endemisch und wachsen nur hier in begrenztem Umkreis, so wie der seltene Adder´s Tongue Fern in den feuchteren Gebieten an der Basis der Felsmassive. Der Weg ist nur auf Grund der Hitze und geringen Luftfeuchtigkeit anstrengend, der Pfad ist eher ein etwas holpriger Spaziergang. Und weil es dazu im Gebiet zu wenig Möglichkeiten gibt, sind die Hauptwege wie der Olga Gorge Walk und der berühmte Valley of the Winds Walk insbesondere in der Hochsaison stark begangen. Doch auch bei unserem Besuch in der Nebensaion war hier für australische Verhältnisse eine Menge los. Wir trafen auf den Holzplanken in der Mitte der Schlucht sogar ein Pärchen aus Deutschland, die wir am Lookout auf dem Mereenie Loop zum ersten Mal gesehen hatten.

In der Olga Gorge soll es auch alte Petroglyphen (Stone Carvings) geben, die wir aber nicht entdecken konnten. Der Weg endet hinten in der Schlucht, hier geht es nicht weiter. Beim Rückweg kamen uns dann schon wieder einige Gruppen entgegen. Wir fuhren weiter, um noch ein Stück des Valley of the Winds Walk zu laufen. Für den ganzen Rungweg reichte die Zeit bis zur früh einsetzenden Dunkelheit nicht mehr.


Video zum Thema

The Olgas

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