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ELLERY CREEK BIG HOLE

92 km westlich von Alice Springs, die Fahrt führt über den Namatjira Drive, erreicht man einen weiteren Einschnitt in der Bergwelt der Western MacDonnell Ranges: das Ellery Creek Big Hole. Doch ca. 10 km vorher befindet sich auf der linken Seite noch in schöner Aussichtspunkt, zu dem man unbedingt kurz hochfahren sollte. Offiziell ist dort am Point Howard zwar das Campen verboten, die Reste einiger Lagerfeuer zeugten jedoch von nächtlicher Tätigkeit. Scherzkekse haben das Verbotschild an der steilen Auffahrt mit etwas Farbe so maipuliert, dass Campen erlaubt wird - einfach ein Wort schwarz durchgestrichen. Es gibt oben Wassertanks und Picknicktische, ein netter Ort für eine kleine Rast. Aber wir hatten aber gerade schon beim Bushcamping im Owen Springs Reserve gefrühstückt.

Vom Lookout hat man einen schönen Blick auf die rötlichen, gewellten Hügelkämme der Western MacDonnell Ranges. Die ersten drei Bilder dieser Seite zeigen die Aussicht. Man kann auch schön an der Bildfolge erkennen, wie die aride Umgebung plötzlich üppiges Grün zeigt wenn Wasser in der Nähe ist. Kein Wunder, daß die zahlreichen Schluchten und Wasserlöcher für die Aborigines beliebte Versammlungsorte und heilige Stätten waren. Durch entsprechende religiöse Tabus wurden die lebenswichtigen Orte vor übermäßiger Nutzung geschützt.

Ein paar Fahrminuten weiter erreicht man die gut ausgeschilderte Abzweigung zum Ellery Creek Big Hole, die an einem Parkplatz endet. Hier findet man das tiefste Wasserloch der MacDonnell Ranges. Der 18 Meter tiefe See ist malerisch von giftgrünem Schilf und Flußgummibäumen umgeben. Er ist ein Teil des Finke River, mit 15 Millionen Jahren sicherlich einer der ältesten Flüsse der Welt. Den größten Teil des Jahres ist er jedoch ausgtrocknet, wie die meisten Flüsse im roten Zentrum.


Kalte Badewanne

Neben dem Parkplatz befindet sich auch ein einfacher Buschcampingplatz mit Self Registration nur ein paar Meter vom Wasser entfernt. Für die Einheimischen ist dies einer der beliebtesten Picknickspots der Region. Der Campingplatz bietet mit seinem ständig gefüllten nahen Wasserloch sehr gute Bademöglichkeit im Sommer, es gibt sogar einen kleinen Sandstrand. Daher ist es vor allem am Wochenende und zu Ferienzeiten hier ziemlich voll. Allerdings ist das Wasser wirklich eiskalt, eine Hand dort herein zu halten hat uns schön vollauf genügt. In den kühlen Wintermonaten lud uns der Tümpel nicht gerade zum Baden ein, vor allem da am Ufer ein paar tote Fische trieben. Bilder in Prospekten und im Internet aus den Sommermonaten zeigen, dass es hier wesentlich voller sein kann als bei unserem Besuch. Zur Lunchtime kommen auch gerne einige Tourgroups mit Bussen zur Mittagspause hierher, dann kann es ebenfalls voller werden.

Hauptattraktion sind die eindrucksvollen Felsverwerfungen der kleinen Schlucht Der Weg dorthin ist teilweise durch das Wasser versperrt, doch der 3 Kilometer lange Dolomite walk führt zu den geologisch bedeutenden Felsformationen. Am Ufer des Wasserlochs wachsen grüne Pflanzen und bieten Schutz für einige Wasservögel. Durch die Spalte hindurch kann man zu einer flachen Sandbank schwimmen, die zu einem bequemen Sonnenbad einläd. Wenn man Glück hat lassen sich hier auch grosse Schwärme kleiner Zebrafinken beim Trinken beobachten.


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Ellery Creek Big Hole


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