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WILKAWILLINA GORGE

Die Wilkawillina Gorge liegt weit ab von den Touristenströmen, soweit man in den Flinders überhaupt davon sprechen kann, in der äußersten östlichen Ecke des Flinders Ranges National Park.

Wer hierher kommt, den erwartet Einsamkeit, Hitze und die karge Heimat des Yellow-footed Rock Wallaby. Die scheuen Tiere leben hier sehr zurückgezogen, da wir aber Tagsüber die Region besuchten hatten wir wenig Aussicht eines dieser Tiere zu sehen. Nur ein paar aufgescheuchte graues Wallabies kreuzten erschreckt unseren Weg.

Der Weg zur Gorge führt von Wilpena aus vorbei an den beiden spektakulären LookoutsHucks Lookout und Stokes Hill Lookout, die beide außerhalb der Nationalparkgrenzen liegen.

Nach 20 km bewegt man sich wieder innerhalb des Parks und kommt nach weiteren 28 km über eine relativ flache Hochebene entlang der Oraparinna-Wirrealpa Road zur beschilderten Abweigung in Richtung Wilkawillina Gorge. Die Region hier ist extrem trocken, die holperige Gravel Road - eher ein Track - endet nach 7 km an einem kleinen Carpark.

Von hier kommt man zum westlichen Eingang der Gorge. Ein anderer Zugang führt zum östlichen Eingang des Wilkawillina Trail (Little Bunkers Trailhead) - one way braucht man von einem Ort zum anderen ca. 6 Stunden. Dieser zweite Zugang befindet sich ebenfalls an der Oraparinna-Wirrealpa Road aber 6 -8 km weiter, kurz bevor man schon wieder außerhalb es Parks von den Bergen in die ebenen Flood Plains wechselt. Hier führt ein steiler Pfad mit schöner Aussicht auf einen Berg namens "Littele Bunker", außerdem gibt es einen Bush-Campingplatz.


Der Tümpelweg

Der Wanderweg ist von Anfang an kaum ausgeschildert, man läuft hier einfach das Bachbett entlang. Es sind auch einige einsame Fahrspuren zu erkennen, obwohl für normale Besucher mit dem Auto am Carpark Schluss sein sollte. Der Wanderweg ist insgesamt 11,4 km lang und führt genau durch die optisch hübsche und geologisch hochinteressante Wilkawillina Gorge. Hier wurden viele Fossilien im Wilkawillina Limestone gefunden.

Die ersten Meter sieht man beim Zurückblicken in der Ferne noch den Camper auf der Anhöhe stehen. Meist geht man in einem Bachbett, das heißt meist über dicke Steine und Geröll. Feste, knöchelhohe Schuhe sind ein Muss, sonst knickt man schnell um. Unabdingbar sind auch ein Hut und genügend Trinkwasser, obwohl es bei unserem Aufbruch noch lange nicht Mittag war, die Hitze war schon jetzt fast unerträglich.

Entland des Bachbettes befinden sich zwar einige große Bäume, die aber dem Wanderer keinen Schatten spenden. Nur einem Pärchen Nacktaugenkakdus, die hoch oben in den Zweigen ihr Morgenschläfchen hielten und die sich furchbar über die seltene, menschliche Störung aufregten. Das Männchen spreitzte aufgeregt die Flügel und schimpfte in ohrenbetäubender Lautstärke. Das Geschrei verfolgte uns noch bis an den Anfang der Schlucht.

Irgendwann läuft man vor die Felswand und der Weg führt nach recht. Jetzt hat man die eiegntlich Schlucht erreicht und hier gibt es neben den typischen schroffen und rotbraunen Falswänden vor allem am Grund eine Menge zu sehen.

Die Schlucht ist inmitten der ariden Regon eine wahre Oase, denn hier gibt es im Untergrund permant Wasser. Auch wenn der Bach kaum Wasser führte und nur ein schmales Rinnsal bildetet, überall hatten sich Tümpel und Pfützen gebildet, bewachsen mit unglaublich grünen Wasserpflanzen. Darin herrschte reges Leben, giftgrüne Algen wachsen hier und Wassertiere zogen sich erschreckt unter Steine zurück wenn wir näherkamen. Als Kontrast zum trockenen Outback rundum empfindet man die SChlucht wirklich als grüne Oase. Die Fotos dieser Seiten geben den Eindruck gut wieder.

Besonders prächtig sind die zahlreichen Libellen, die von Wasserloch zu Wasserloch fliegen und sich leider viel zu selten einmal hinsetzen, damit man sie fotografieren kann. Sie sind Blau, Türkis, Knallrot oder Durchsichtig.

Gut zu beochachten ist hier, dass die Kängurus nicht das abgestandene Wasser aus den Tümpeln trinken. Sie graben neben der Wasserstelle Löcher in das lose Geröll und warten ab, bis gefiltertes Grundwasser darin nach oben steigt.

Den ganzen Weg entlang finden sich Tümpel und man kann rechts oder links an den Felswänden entlanggehen. Mit Glück und geologischem Sachverstand, den wir leider nicht haben, findet man hier auch Fossilien in den Wänden der Schlucht.

Leider muss man den gleichen Weg zurück zum Carpark. One way 6 Stunden wollten wir uns nicht antun, obwohl der Wanderweg eher medium und flach zu gehen ist, und so kehrten wir irgendwann wieder um.

Die beiden Kakadus hatten scheinbar auf unsere Rückkehr gewartet und empfinden uns schon von weitem wieder mit lautstarkem Gekreisch. Überflüssig zu erwähnen, dass wir während des gesamten Aufenthaltes keine weitere Menschenseele sahen? Ein wunderbarer Ort!


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