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MANDALAY BEACH

Wer in der Region unterwegs ist, der sollte unbedingt einen Abstecher zum Mandalay Beach machen, der 18 km vom kleinen Ort Walpole entfernt liegt. Hier ist der Begriff wildromantisch sicherlich mehr als angebracht. Die asphaltierte Mandalay-Beach-Road zweigt vom Great Southern Highway ab und führt schmal und eng in Richtung Küste. Man kommt an der Crystal Springs Camping Area vorbei und dann sind es noch etwa 8 km bis zu einem kleinen Carpark. Hier gibt es Toiletten und Picknicktische. Und eine Bezahlstation zum Selbst registrieren, denn hier befindet man sich innerhalb der Grenzen des D´Entrecasteaux Nationalpark und er kostet 10 AU$ Eintritt pro Fahrzeug. Wir hatten ja unseren Parks Pass, mit dem alle Eintritte in Western Australia für 4 Wochen schon bezahlt sind.

Vom Parkplatz aus führt ein Holzsteg durch die Dünen und lange Holztreppen hinunter an den Strand. Es gibt Bänke, von denen aus man die Aussicht genießen kann. Oben am Eingang befindet sich ein Mahnmahl mit einem Kopf, wahrscheinlich die Nachbildung einer Galionsfigur. Denn im Jahr 1911 sank hier am Strand das norwegische Schiff "Mandalay", welches dem Strand später den Namen gab. Es war auf dem Weg nach Albany als ein Orkan aus dem Süden kommend das Schiff an die Küste schleuderte. Kapitän Emile Tonnesen und seine Crew konnten das Schiff noch an Chatham Island vorbeisteuern, als sie kurz darauf mit Long Point konfrontiert wurden. Da es in dem Sturm unmöglich war, das Kap zu umschiffen entschied sich der Kapitän dafür, die Mandalay kontrolliert auf den Strand zu setzen. Ausgerechnet auf seiner letzten Reise vor dem Ruhestand passierte ihm dieses Unglück, aber alle Besatzungsmitglieder überlebten. Vielleicht war es gerade die Lebenserfahrung des Kapitäns, die ihn davon abhielt, das Unmögliche zu versuchen und dann an den Klippen des Kaps zu zerschellen. Es gibt Zeiten und Wasserstände, da taucht das Wrack auch heute noch auf aus den Fluten auf und ist vom Strand aus sichtbar. Leider nicht bei unserem Besuch, dafür hatten wir mit einem einsamen Angler zusammen den ganzen, wunderbaren Strand für uns alleine.


On the Beach

Drei Kilometer vor der Küste liegt malerisch Chatham Island und die steilen Klippen umrahmen malerisch einen schneeweißen Sandstrand. Dieser eignet sich hervorragend für einen langen Strandspaziergang. Leider war es auch hier, wie überall an der Südküste, bei unserem Besuch sehr windig, was die gefühlte Temperatur sinken ließ. Wir beobachteten eine Zeit lang den Angler und die zahlreichen Möwen und Sandpiper. Mit den Füssen waren wir in der Brandung, für mehr war es zu kühl. Außerdem ist der Mandalay Beach für seine tückischen Strömungen bekannt, all zu weit schwimmen ist hier nicht ratsam.

Auf der Rückfahrt kamen wir an der Abzweigung zum Banksia Camp vorbei, die aber eine reine Off-Road Strecke ist. Dort stand ein Schild, man solle seinen Reifendruck reduzieren. Nachdem wir uns am Black Point festgefahren hatten, war uns die Lust auf Off-Road Abendteuer vergangen. Keine Lust auf weiteren Tiefsand, außerdem: wie soll man mit einem Mietwagen seinen Reifendruck reduzieren, wenn man keinen Kompressor hat, um den Luftdruck beim Verlassen des Tracks wieder aufzufüllen? Ein Problem, vor dem wir in Western Australia noch öfters standen und das eigentlich einen Allradcamper ziemlich überflüssig macht. Man kommt damit ja doch kaum irgendwo hin, da fast überall der Reifendruck zu reduzieren ist.

Nach dem Besuch von Mandalay Beach fuhren wir weiter in Richtung Walpole und zu den ebenfalls fantastischen Stränden des William Bay National Park.




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