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HINDOLA MAHAL

Nicht weit von dem fantastischem Bauwerk des Schiffspalastes liegt der Hindola Mahal, auch Schwingender Palast genannt. Seinen Namen hat er durch seine besondere Konstruktion erhalten. Die Grundform ist T-förmig und das Dach der langen Halle hat fünf massive Kielbögen, die etwas gotisch wirken, also in der Mitte spitz zulaufen. Hierbei handelte es sich um eine Audienzhalle, oder Durbar Hall, die ebenfalls auf die Herrschaft von Ghiyas-ud-din zurückgeht. Sie ist 30m x 18m x 12 Meter gross, die Mauern sind 3 Meter dick und weiter durch massive Schrägstrebepfeiler verstärkt. Zum Abfangen der nach außen wirkenden Kräfte sind die Längsmauern dieses Palastes an der Aussenseite nicht senkrecht, sondern nach unten hin breiter werdend angelegt, dass der Winkel mehr als 77 Grad beträgt.

Diese schrägen Wände bewirken beim überraschten Betrachter eine optische Täuschung, denn üblicherweise sind Aussenmauern doch senkrecht. Im ersten Moment schaltet das Gehirn etwas zwischen gewohnter Erwartung und optischer Wahrnehmung hin und her, wodurch es so scheint als würde sich der Palast bewegen. Das gab dem Hindola Mahal seinen Namen.

Auf jeder Außenseite der Längsseiten der Haupthalle gibt es sechs Bögen, in deren unteren Abschnitten sich Türen befanden und weiter oben Fenster aus durchbrochenem Stein. So kam Luft und Licht ins Innere. Einige Wissenschaftler nehmen an, dass sich in der zweiten Etage des verlängerten Teils eine Empore für die Frauen befand.

Eine breite, sanft ansteigende Rampe im Nordende des Gebäudes soll den Aufstieg des Herrschers auf dem Rücken eines Elefanten ermöglicht haben. Das Haus ist extrem stabil gebaut.

Meisterliche und innovative Techniken zeigen sich auch in seiner reich geschmückten Fassade, die von zierlichem Flechtwerk aus Sandstein und wunderschön geformten Säulen geschmückt wird.

Westlich des Hindola Mahals befinden sich mehrere unbekannte Gebäude, die noch immer Spuren ihrer vergangenen Pracht aufweisen. Man kann zwischen den Mauern und Säulen umherstreifen wie in einem Labyrinth. Im Zentrum befindet sich der kunstvoll konstruierte Champa Baoli Brunnen, der mit unterirdischen Gewölben verbunden ist, in denen die Wassertemperatur reguliert wurde.

Einige Fenster in den noch stehenden Mauerresten sind oval oder rund. Es gibt noch ein paar Moscheen, Handelshäuser und sogar ein Türkisches Bad. Weiter sehenswert ist die Moschee des Dilawara Khan, die 1405 erbaut wurde und somit zu den ältesten muslimischen Gebäuden Mandus zählt.







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