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FLORA UND FAUNA

Der Etosha National Park ist mit einer Größe von fast 23.000 km² und einer Kombination von Savanne, Salzpfanne und Bush einer der größten Nationalparks in Afrika. Die Flora und Fauna ist vielfältig, hier wurden alleine 114 Säugetierarten und ca. 340 Vogelarten gezählt. Die verschiedenen natürlichen und künstlich angelegten Wasserstellen locken je nach Jahreszeit die Tiere an. Wo sich die meisten aufhalten ist bestimmt durch den Wandel von Regenzeit zu Trockenheit. Eine Sichtung ist auf jeden Fall immer Glücksache. Antilopen, Giraffen, Gabelracken und Zebras kann man hier aber kaum übersehen.

Löwen, Kirkdikdiks, Leoparden oder Elefanten sind da schon seltener. Der Bestand aller Säugetiere hat sich seit den fünfziger Jahren, in denen viele Tiere getötet wurden, wieder erholt. Ausnahmen sind die beiden klassischen Migrationstiere, das Streifengnu und das Steppenzebra. Auch wenn diese beiden Tierarten nach den Springböcken immer noch am häufigsten vorkommen, hat ihre Gesamtzahl dramatisch abgenommen. Die Tiere können bei Trockenheit nicht in andere Landesteile migrieren, da der gesamte Park von einem Zaun umgeben ist.

Der Schabrackenschakal (Canis mesomelas) ist ein Wildhund, der in der Savanne häufig anzutreffen ist. Besonders im westlichen Teil des Etosha National Park sahen wir viele Tiere im April. An einem Abend konnten wir am Wasserloch von Okaukuejo sogar beobachten, wie ein Schakal eine trinkende Taube gerissen hat. Wahrscheinlich haben sich die Tiere dort auf die leichte Beute spezialisiert. Schabrackenschakale können auch in extrem trockenen Gegenden überleben.

Wir haben im April sehr viele Giraffen (Giraffa camelopardalis angolensis) im Etosha gesehen, meist in kleinen Verbänden von ca. 8 Tieren und im östlichen Teil des Nationalparks. Aber auch große Gruppen mit über 40 Tieren, die friedlich auf einer Ebene am Rande der Salzpfanne weideten. Im April gab es viele Jungtiere und es ist immer schön, die friedlichen Riesen zu beobachten.

Nicht ganz so friedlich waren die beiden am Wasserloch von Batia. Die Männchen kämpften mit ihren langen Hälsen miteinander, während der Rest der Gruppe weiterzog. Männchen werden bis zu 6 Meter hoch und wiegen bis zu 1.900 Kilogramm, die Schulterhöhe beträgt zwischen 2 und 3,5 Meter. Die Weibchen sind in der Regel etwas kleiner und leichter.

Das Kap-Borstenhörnchen (Xerus inauris) bildet große Kolonien in der Steppe von Etosha. Die kleinen Tiere können Außentemperaturen von über 39°C vertragen und Bodentemperaturen von bis zu 62°C. Da sie tagaktiv sind, wird der buschige Schwanz als Sonnenschutz genutzt. Für Allradwagen, die in Arika querfeldein fahren, sind die ausgedehnten Bausysteme der kleinen Hörnchen eine ständige Gefahr.

Die Riesentrappe (Kori bustard, Ardeotis kori) ist die größte der 24 bekannten Trappenarten. Der Vogel erreicht eine Höhe von rund 1,3 Meter und ein Gewicht, je nach Geschlecht, von 6-19 kg und ist somit einer der schwersten flugfähigen Vögel. Die scheuen Vögel aben eine hohe Fluchtdistanz und man sieht sie relativ oft einzeln oder paarweise durch das hohe Gras im Etosha Nationalpark ziehen.

Im Nationalpark leben viele Raubvögel, die sich gut fotografieren lassen, wenn sie auf ihrem Aussichtspunkt über dem Grasland sitzen. Auf dem ersten Bild ist ein Steppenfalke (White-eyed Kestrel, Greater Kestrel, Falco rupicoloides) zu sehen, der im Gegensatz zu allen anderen Falken eine weißliche Iris hat.

Auch den Weißbürzel-Singhabicht (Melierax poliopterus) auf dem zweiten Bild sieht man oft in der Region. Auch diverse Adlerarten, Sperber, Habichte, Milane, Geier und Eulen kann man im Etosha National Park beobachten.

Die Elefanten im Etosha National Park sind die größten Afrikas, die Bullen erreichen eine Schulterhöhe von über 4 Metern bei einem Körpergewicht zwischen 5 und 6 Tonnen. Kühe wiegen nur zwei Drittel davon. Ihre kleineren Stoßzähne machen sie für für Elfenbein-Wilderer weniger interessant. So gelten sie als die friedlichsten ihrer Art, denn hier wurden sie schon lange nicht mehr verfolgt und getötet.

Im Jahr 2005 lebten 3.009 Tiere im Nationalpark. Wir haben im April nur 4 davon gesehen. Während der Regenzeit halten sich die Etosha-Elefanten normalerweise nicht an den permanenten Wasserlöchern auf, da die Vegetation rundum während des ganzen Jahres stark beansprucht wird. Am Tsumcor-Waterhole hatten wir Glück und konnten trinkende Bullen beobachten. Es kam sogar zu einer kleinen Rangelei.

Die Steinantilope (Raphicerus campestris) ist eine 11 kg schwere Zwergantilope, die sich schwer fotografieren lässt. Meist versteckt sich das kleine Tier mit einer Schulterhöhe von 50 cm im hohen Gras. Nur die Männchen tragen kurzer, gerade, glatte und senkrechte Hörner.

Der Siedelweber (Philetairus socius) baut die größten Gemeinschaftsnester, die unter Vögeln bekannt sind. Diese sind immer ein gutes Fotomotiv und man kann die Vögel beim Anflug und beim Nestbau gut beobchten. So wie an diesem Nest am Wasserloch von Okaukuejo im Morgenlicht. Die Verbreitung des Siedelwebers ist auf Zentralnamibia und die Zentralkalahari (nördliche Kapprovinz und Südbotswana) beschränkt.

Wenn eine neue Kolonie gegründet wird, sammeln sich bis zu 100 Brutpaare und bauen gemeinsam ein Dach. Die eigentliche Nestkammer legt dann jedes Paar für sich darunter an und verteidigt es auch gegenüber anderen Brutpaaren. 20-30 Kammern gibt es meist unter einem Dach, es können aber auch mal bis zu 100 sein.

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