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FLORA UND FAUNA

Die Flora und Fauna im privaten NamibRand Nature Reserve ist artenreich: es gibt hier Hartmann Bergzebras, Springböcke, Oryx Antilopen, Giraffen, Kudus, Wildkatzen, Tüpfelhyänen, Löffelhunde und sogar scheue Leoparden. Die Entstehung dieses Wüsten-Paradies wäre niemals möglich gewesen ohne die ökologische Unvernunft der früher hier ansässigen Farmer. Die hatten das Gebiet durch Überweidung und Jagd ausgebeutet und mit Zäunen durchzogen. Dadurch wurde die Natur aus ihren Gleichgewicht gebracht und die Erträge sanken, die Farmen waren durch eigene Schuld nicht mehr wirtschaftlich

Es folgte die Vision eines einzelnen Mannes, der die Farmen aufkaufte und das Land der Natur zurückgab. Finanziert wird dies mit sanftem Tourismus, nur wenige Gäste teilen sich die über 180.000 Hektar Fläche mit den Wildtieren. Auch die Flora ist beeindruckend, weit über Namibias Grenzen hinaus wurden die Feenkreise berühmt, kreisförmige vegetationslose Flächen im Gras auf den roten Dünen. Für die trockene Gegend gibt es an einigen Stellen überaschend viele Kameldornbäume, eine solches Dünental wird trotz des relativ lichten Baumbestandes hier schon Akazienwald genannt.

Die Goldene Radspinne (Carparachne aureoflava), auch "Weiße Tänzerin" genannt, lebt tagsüber unter dem Sand. Auch auf Englisch heist sie Golden Cartwheeling Spider, weil sie sich bei Gefahr blitzschnell von der Spitze der Düne herunterollen lässt.

Ohne unseren Guide Ben hätten wir den gut getranten Eingang diser hübschen Spinne niemals entdeckt, er las die Spuren rundum und zeigte uns dann das Versteck. Die Tiere tarnen ihre tiefen Höhlen mit einer sandbedeckten Klappe aus Spinnenfäden. Ben hat sie vorsichtig augegraben, genauer: frei gepustet - und so konnten wir sie genau von allen Seiten betrachten. Danach setzte er sie vorsichtig im Sand ab und als wir später wieder an der Stelle vorbeikamen hate sie sich schon wieder eingegegraben.

Siedelweber (Philetairus socius) gelten als äußerst geschickte Nestbauer und man kann ihre riesigen Gemeinschaftsnester überall sehen, sogar direkt an den Straßen des Landes. Auch hier im kargen Naturreservat bauen die unscheinbaren Vögelchen in den Kameldornbäumen. Oft haben diese Gemeinschaftsnester zu 300 einzelne Nistkammern. Dieses "Dorf" erhöht für jede einzelne Familie im Falle eines Angriffs durch einen Fressfeind die Überlebenschancen, da sich sehr viele andere potentielle Opfer in unmittelbarer Nähe befinden. Eine Kapkobra läßt sich davon allerdings nicht irritieren, sie durchstöbert in aller Ruhe das ganze Nest, ohne dass die kleinen Vögel etwas dagegen unternehmen können.

Feenkreise findet man vom südlichen Angola bis zum Oranje in Südafrika. Eingebettet in artenarme Grasländer bilden sich runde bzw. kreisförmige vegetationslose Flächen. Ursache dessen ist die Termite Psammotermes allocerus, sie schafft die kahlen Kreise in den Grasflächen damit das wenige Regenwasser nicht von Gräsern verbraucht, sondern im Boden gespeichert wird. Selbst nach jahrelanger Trockenheit sorgt der Wasserspeicher noch für ein feuchtes Mikroklima in den Gängen der Termiten. Am Rande des Kreises können mehrjährige Gräser gedeihen, im Gegensatz zu den überwiegend einjährigen der Umgebung. Der Durchmesser der Feenkreise liegt häufig zwischen 5 und 8 Meter, im NamibRand Nature Reserve kann man an manchen Hängen viele davon nebeneinander sehen.

Zahlreiche Reptilien und Insekten bewohnen das Naturrservat, in der Nähe von felsigen Regionen findet man oft Agamen und andere Echsen wie Skinke oder Warane. Auch Insekten sieht man häufig, vor allem die tagaktiven wie Schwarzkäfer, Prachtkäfer oder Mistkäfer. Seltener zu sehen ist die Dünengrille, obwohl sie verhältnismäßig häufig vorkommt. Denn sie ist nachtaktiv, extrem durchscheinend mit kaum Pigment und an das Leben im trockenen Sand sehr gut angepasst. Ein spezielles Erlebnis zum Sonnenuntergang sind die Geräusche des Barking Gecko (Ptenopus garrulus) beim Abendkonzert.

Diese stripe-bellied sand snake (Psammophis orientalis) lag oben auf einem Busch, um sich aufzuwärmen. Sie ist tagaktiv und während der heissesten Stunden des Tages unterwegs. Eine Sandrennnatter kann bis zu 1,40 Meter lang werden und ist mittelgiftig, für Menschen bildet sie keine Gefahr.

Diese Schlangenart ist in der Savanne und in steinigen Gebieten zu finden und gilt als Afrikas schnellste Schlange. Schon mehrmals haben wir eine blitzschnell weghuschen sehen, hier hatten wir endlich einmal die Gelegenheit sie zu fotografieren, wobei wir misstrauisch beäugt wurden.

Auf der Tagesfahrt konnten wir zwei Chamäleons fotografieren, die hätten wir aber beide ohne die Argusaugen unseres Guides Ben gar nicht oben in den kleinen Grasbüscheln entdeckt. Ein guter Ort für einen heissen tag im März, denn schon in einer Höhe von 30 oder mehr Zentimetern ist die Temperatur mindestens 10°C kühler als direkt am Boden. In NamibRand lebt das Namaqua Chamäleon (Chamaeleo namaquensis), auf den Bildern zu sehen. Diese Art lebt in den heißesten Regionen und hat einen großen Appetit. Verspeist werden kleine Eidechsen, Käfer, Grillen und sogar kleine Schlangen.

So ein erstaunliches Tier kann bis zu 200 Käfer an einem Tag fressen. Wir konnten es einmal in die Hand nehmen, der Bauch ist ganz weich und das Tierchen hielt ganz still. Auf dem unteren Bild hat Ben es gerade vom Busch gepflückt und es ärgert sich schwarz... :-)

Hier ist eine Weißflügeltrappe (Eupodotis afraoides) zu sehen, die ähnlich wie die Rüppeltrappe (Eupodotis rueppellii) in den trockenen Ebenen Namibias lebt. Gewöhnlich sieht man immer 2 bis 3 Tiere zusammen, denn Männchen und Weibchen bleiben sich als Paar treu. Die beiden Geschlechter ähneln sich, nur hat des Männchens einen weißen Fleck hinter dem Auge.

Wo es Felsen gibt, da findet man auch den Felsenspringer oder Klippspringer (Oreotragus oreotragus). Diese kleinen Antilopen sind sehr zierliche Vertreter ihrer Art, sie erreichen eine Schulterhöhe von knapp 60 cm und ein Körpergewicht von 10–13 kg. Sie sind gut getarnt und vor den Kopjes (Felsblöcken) kaum zu entdecken, wie man auf dem ersten Bild sehen kann.

Klippspringer können aus dem Stand bis zu 8 Meter hoch springen, auch in unwegsamen Gebiet sind sie schnell unterwegs, häufig kann man sie bewegungslos auf der Spitze hoher Felsen entdecken. Markant ist der laute, nasale Warnpfiff dieser Tiere.

Auch andere Antilopen leben im NamibRand Nature Reserve. So kann man oft größere Herden von Springböcken (Antidorcas marsupialis) entdecken, im Mai bei der Hitze meist dicht gedrängt im Schatten einer Baumkrone. Das erste Bild entstand auf dem Weg zur Rezeption von Wolwedans.

Auch die mächtigen Oryxantilopen, eine Gattung aus der Unterfamilie der Pferdeböcke (Hippotraginae), sieht man hier häufig, oft gut getarnt ruhig im Baumschatten stehend. Diese Art ist an ein Leben ohne Wasser für längere Zeit gut angepasst. Ähnlich wie bei Kamelen kann die Körpertemperatur der Oryxantilopen weit über das für Säugetiere typische Niveau von 38 °C ansteigen.

Auf dem letzten Bild ist ein eher seltener Bewohner des Reservats zu sehen, ein mächtiger Kudubock (Tragelaphus strepsiceros). Diese Böcke tragen ein mächtiges Schraubengehörn, mit solchen sind in Afrika auch viele Lodgewände ge schmückt.

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