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CAPE REINGA

Cape Reinga liegt ganz oben im Norden der Aupouri Peninsula und wird auf einigen Touristenkarten und auf Tour-Webseiten gerne als nördlichster Punkt Neuseelands angegeben. Das ist leider falsch, lässt sich aber wohl besser vermarkten. Genau wie der 90 Mile Beach ein wenig weiter im Süden, der gar nicht 90 Meilen lang ist.

Tatsächlich ist Cape Reinga der nördlichste Punkt der Nordinsel, der sich eingermaßen bequem mit einem Auto erreichen lässt und an dem markant ein Leuchtturm steht, daher werden die Fakten eben etwas liberal behandelt. Die Tagestouristen, die teure organisierte Touren von der Bay of Islands aus buchen, um hierher zu kommen, würden wohl auch nicht so viel Geld bezahlen, wenn die Fahrt eben nicht zum nördlichsten Punkt der Insel führen würde.

Dazu nehme man noch eine echte Maori Legende, das genau an dieser Stelle die Seelen der toten Maori ins Totenreich zu ihren Ahnen gehen und man erzählt, wenn man sich ganz ruhig verhält würde man die Geister an diesem besonderen Ort spüren. Ähnliche Geschichten gibt es auch auf anderen Inseln der Südsee, auf Rarotonga haben sich die Toten dafür den Black Rock ausgesucht.

Der in Wahrheit nördlichste Punkt der Nordinsel liegt zwar auch am Ende der Aupouri Peinsula, aber etwa 30 km weiter östlich von Cape Reinga. Die Surville Cliffs (34° 23' 47" S, 173° 01' 00" E) sind nur über unwegsame Pisten zu erreichen und in Maorihand. Die Region darf somit nur mit Genehmigung betreten werden.


Anfahrt

Die Fahrt in den Norden ist lang und man sollte sich genug Zeit nehmen. So brachen wir ganz früh am Morgen auf, was gut war, denn so kamen wir noch vor weit vor Mittag und somit vor den Tourbussen an und sahen das Kap noch ohne Menschenmassen. Auf dem Rückweg begegnete uns dann ab 11 Uhr ein bunt bemalter Bus nach dem anderen auf der staubigen Schotterstraße kurz vor dem Leuchtturm.

Die meiste Zeit sieht man grüne Hügel, die Straße ist wenig befahren und an und zu gibt es eine Haltemöglichkeit mit schöner Aussicht über grünes Land und Meer. Wir hatten herrliches Wetter. Die Zufahrt zum Kap erfolgt auf den letzten 20 km über Schotterpisten durch hügeliges Gelände. Grünes Gras und die obligatorischen Kühe und Schafe sind hier im Norden ständiger Begleiter. Ab und an erkennt man am Horizont hohe Sanddünen, vor allem die am Cape Maria van Diemen. Leichter zugänglich sind die 150 Meter hohen Sandberge am Te Paki Steam.

Verschiedene Wanderwege beginnen hier am Kap, der längste ist der 134 km lange Cape Reinga Walkway, der zum 90 Mile Beach führt. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es direkt am Cape Reinga keine, aber in der Nähe befindet sich ein einfacher DOC Campingplatz an der Tapotupotu Bay. Die Einfahrt wirkte allerdings kurvig, schmal und steil, mit unserem Campermonster hätten wir wahrscheinlich Probleme bekommen ihn zu erreichen.


Am Leuchtturm

Die Straße endet an einem Parkplatz mit öffentlichen Toiletten und dem Schild rechts: Buses only - zumindest für einen Teil des Parkplatzes. Nach einen 10-minütigen Spaziergang auf rollstuhltauglichem Weg erreicht man den Leuchtturm. Meist ist es hier sehr windig und auch wir brauchten an diesem Tag trotz Sonnenschein eine Jacke. Bei unserem Besuch wurden gerade am Wegesrand neue Natursteinmauern errichtet und am Leuchtturm lagen wenig dekorativ blaue Plastiktüten, so das man ihn besser von der Rückseite fotografierte.

170 Meter unterhalb der Aussichtsplattform am Leuchtturm vereinigen sich die Tasmanische See und der Pazifik. Hier verlassen also laut Maori-Legende die Seelen der Verstorbenen das Land in Richtung Three Kings Islands. Der Blick von der Aussichtsterrasse nach links geht zu dem schönen, weißen Te Werahi Beach. Im Tal rechts wachsen hübsche Schraubenpalmen, unten auf dem Foto zu sehen.

Der 10 Meter hohe weiße Leuchtturm wurde im Jahr 1941 erbaut. Er ersetzte das alte Lighthouse, welches seit 1879 auf dem nahen Motuopao Island stand. Die alte 1.000 Watt Lampe sah man 48 Kilometer weit und sie wurde mit einem Dieselgenerator angetrieben. 1987 verließen die Wärter das Kap und der Leuchtturm wurde vollautomatisch betrieben. Im Jahr 2000 wurde die starke Lampe gegen eine kleine mit 50 Watt getauscht, die nun mittels Solarzellen und einem Akku alle 12 Sekunden blinkt und immerhin noch 35 Kilometer weit zu sehen ist. Der Leuchtturm wird heute von Wellington aus ferngesteuert. Die genaue Position: Position: 34° 25,7' Süd und 172° 40,6' West.

Google Map zum Thema

Der Nordzipfel von Neuseeland


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