Archiv : Die Infos und Bilder auf dieser Seite sind aus dem Jahr 2005

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GEYSIR UND MODDER

Der Lady Knox Geyser würde zwar auch ohne menschliche Hilfe alle 48 Stunden regelmäßig ausbrechen, aber das thermale Wunder reagiert auf Seife, denn die Seife vermindert die Oberflächenspannung des Wassers, was sich wunderbar zu Show-Zwecken ausnutzen lässt. Wie schon auf der Seite Allgemeines, bei der Ankunft beschrieben, haben wir auf einen Besuch in der Karawane verzichtet und uns lieber den Champagne Pool mit nur wenigen anderen Menschen geteilt. Daher gibt es auf dieser Seite auch keine Bilder vom Ausbruch zu sehen.

Entdeckt wurde der Lady Knox Geysir vor etwa 100 Jahren, als Sträflinge aus dem benachbarten Gefängnis in einem Wasserloch ihre Wäsche wuschen. Wenn sie Waschmittel zugaben, entstand kurze Zeit danach unter lautem Grollen eine Fontäne aus heißem Dampf und Wasser. Diesen Effekt nutzt man heute für die tägliche "Geysirzündung" mit Waschpulver um Punkt 10:15 Uhr für die paar hundert Touristen, die am Morgen hier herkommen. Ständig spuckende Geysire kann man im Whakarewarewa Thermalgebiet bewundern, auch ohne Seife und wesentlich eindrucksvoller.

Der Geysirkrater rundum ist künstlich aufgeschüttet, wohl um das Schauspiel noch ein wenig spektakulärer zu gestalten, das sieht ohne Fontäne auch ziemlich künstlich aus. Benannt wurde er nach der Frau des damaligen Gouverneurs, die ihren Mann bei einem Besuch des Gefangenenlagers begleitete. Lady Knox zeigte damals wohl mehr Interesse an dem Naturschauspiel als an den Gefangenen und durfte auch mal ein wenig Seife reinschütten und die Fontäne auslösen.

Eintritt in die "Geyser Arena" hat man nur wenn man vorher eine Eintrittskarte im Besucherzentrum gekauft hat. Am Tor zum Geysir selbst gibt es keine Karten zu kaufen, daher sollte man früh genug ankommen um dem Gedränge an der Kasse zu entgehen und in Ruhe noch einen Parkplatz zu finden. Im Halbkreis sind wie im Theater Sitze und Stehplätze aufgebaut Je nach Wassermenge, die sich gesammelt hat, spuckt der Geysir ganz kurz 10-15 Meter hoch, danach sprudelt er noch ein bisschen bis zu einem Meter und die meisten Besucher brechen in der Zwischenzeit schon wieder auf. Die ganze Vorstellung dauert kaum 20 Minuten, dann geht es im Autokorso wieder zurück zum Parkplatz am Besucherzentrum.


Mud Pool

Auch wenn man am Morgen nach der Seifenoper mit der Meute zurück zum Eingang hetzt, man sollte die Stichstraße zum Lady Knox Geyser auf jeden Fall später noch mal fahren, um sich die Theaterkulisse ohne Menschen anzuschauen. Eine weitere kleine Stichstraße führt zu einem gut ausgeschilderten Mud Pool. Dieser ist sehr groß und sehr aktiv und lohnt auf jeden Fall einen Besuch. Beim Rundgang durch Wai-o-tapu hat man zwar schon einige Blubberpools mit Schlamm gesehen, dieser hier außerhalb übertrifft die andern jedoch deutlich - auch schon durch die Nähe und fast gleiche Höhe.

Man könnte stundenlang den Blasen und zähen Tropfen zuschauen, die sich hier bilden. Würde es nicht so bestialisch stinken. Je nach Windrichtung weht der heiße Dampf über dem Schlamm auf die Besucherplattform und nach einger Zeit können empfindliche Naturen Kopfschmerzen bekommen. Ziemlich nah am Aussichtspunkt kann der Blasenbildung zuschauen, der zähflüssige Schlamm beult die Oberfläche aus und dann springen zähe Tropfen in die Luft um mit lautem Klatschen wieder zu landen und mit der Oberfläche zu verschmelzen. Ein Paradies für geduldige Fotografen, in dem folgende Bilder entstanden.

Kurz vor dem Geysir überquert man eine kleine Brücke. Im Bach darunter gibt es natürliche Pools, in denen man ohne Eintritt baden kann. Ein Seitenarm bringt kaltes Wasser, einer heißes Thermalwasser und so kann man hier in natürlicher Umgebung Wechselbäder nehmen.



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