Archiv : Die Infos und Bilder auf dieser Seite sind aus dem Jahr 2005

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WHAKAPAPA SKIFIELD

Neben dem Turangi Skifield, das auf anderen Einzelseiten mal mit Schnee und mal mit Sonneschein vorgestellt wird, ist das Skigebiet von Whakapapa das größte in der Region Tongariro. Vom gleichnamigen Ort Whakapapa aus führt die 8 Kilometer lange Bruce Road in vielen Kurven hoch hinauf zum "Top of the Bruce", auf über 1.600 Metern über dem Meer. Oben findet man einen riesigen Parkplatz für über 200 Autos, im November war hier allerdings wenig los. Die Straße ist bis oben geteert und bietet schöne Aussichten über den Nationalpark. Am Wegesrand findet man dicke Steine mit buntem Flechtenbewuchs. Das Whakapapa Skifield am nordöstlichen Hang des Ruapehu ist Neuseelands größte und belebteste Skiregion im Winter. Auf einer Gesamtfläche von 55 Quadratkilometern findet man hier 43 Loipen für jeden Schwierigkeitsgrad. 16 Lifte transportieren hier 26.710 Skifahrer pro Stunde bergauf.

Im November ist von Skizirkus allerdings wenig zu spüren, alles wirkt karg und ausgestorben, auch Cafeteria und Bar. In einem Reiseführer hatten wir von Sesselliften gelesen und die schwache Hoffnung, diese würden vielleicht auch im Sommer fahren. Ich liebe Sessellifte! Als wir dann oben ankamen stand aber alles still. Außer den langen Liftstrecken bis hinauf in die Schneefelder gibt es hier mitten im Ort anscheinen den kürzesten Sessellift der Welt: Er berwindet nur ein paar Höhenmeter vom Anfängerterrain Happy Valley wieder hinauf zum Parkplatz und ist nur 19 Meter lang.

Wie in allen alpinen Regionen gibt es wohl auch in Whakapapa Zeiten mit wenig Schnee, ein Anzeichen dafür waren die überall in der Gegend herumstehenden Schneekanonen. Die Liftpreise sind auf einer großen Tafel angeschlagen, einen ganzen Tag lang alle Lifte benutzen kostet für Erwachsene NZ $68. Natürlich kann man hier auch Unterricht nehmen, Equipment leihen und viele Skiclubs aus Auckland oder Wellington haben hier oben ihre eigene Lodge unmittelbar am Skigebiet. Insgesamt sind es 47 von Vereinen betriebene Hütten, die aber meistens auch Nicht-Vereinsmitglieder aufnehmen. Die nächste Übernachtungsmöglichkeit ist dann am Fuße des Berges in Whakapapa.

Die beiden Skigebiete Whakapapa und Turoa haben sich zusammengeschlossen, der Liftpass kann so in beiden Gebieten genutzt werden. Ein Liftbetrieb oder eine Abfahrt zwischen den Gebieten befindet sich in der Planung. Neben diesen beiden großen Skigebieten gibt es im Südosten noch das vom Desert Alpine Ski Club und vom Aorangi Ski Club privat betriebene Tukino Skigebiet. Es verfügt über zwei einfache Schlepplifte und ist nur 1,9 Quadratkilometer groß.



Bergab

Hier oben beginnen auch einige Wanderwege, wie der 30 Minuten lange, relativ einfach zu begehende Mead’s Wall Walk. Er startet links von Lorenz’ Café und dem Verkaufsbüro. Hier wurden im April 2000 Szenen von The Lord of the Rings gedreht. Die ganze Filmcrew lebte in der Whakapapa Ski Area, denn hier fand man die passende Landschaft für Mordor, Emyn Muil und Mount Doom. Wer etwas länger wandern möchte, der entscheidet sich hier oben für den 1,5 Stunden langen Skyline Walk oder gar für einen Guided Walk hoch auf den Mt.Ruapehu, bei dem man den Crater Lake sehen kann.

Dieser Kratersee ist zurzeit ca. 95% gefüllt und gibt Anlass zur Besorgnis. Sollte das Wasser die gefrorenen Fels- und Eiswände zum Nachgeben bringen so donnern riesige Schlammlawinen zu Tal. Überall in den Skigebieten gibt es Tafeln mit Hinweisen auf Schutzräume und auf höher liegende Gebiete, die dem Schlamm nicht als Flussbett dienen. Nach einigen Unglücken - zum Beispiel stürzte 1953 ein Fernzug in einene Schlammfluß, der die Brücke weggerissen hatte, was über 150 Opfer forderte - wurde ein Frühwarnsystem rund um den See installiert, welches den Besuchern der Orte im Tal etwa 45 Minuten Zeit gibt, gefährdete Abflußßrouten der Muren zu verlassen.

Da wir gegen Nachmittag wieder hinunter ins Tal fuhren hatten wir das große Glück, die Berge frei zu sehen und die goldene Abendsonne beleuchtete die Szenerie. Wirklich wunderschön, vor allem da wir kaum von anderen Autos überholt wurden und so auch ab und zu mit dem Camper mal zum fotografieren anhalten konnten. Da der Bewuchs hier oben recht karg ist, kann man den Straßenverlauf gut einsehen. Tiere waren leider, bis auf ein paar Vögelchen, weit und breit keine zu sehen.

Da es ja am Tag zuvor noch ziemlich heftig geschneit hatte, waren die Vulkane mit ihren Schneehauben besonders eindrucksvoll, besonders der gleichmäßige Tongariro, den man während der Abfahrt stets wunderbar im Blick hat. Auch wenn durch die Sonne tagsüber schon wieder eine Menge Schnee abgeschmolzen war, auf den Fotos unten auf dieser Seite zum Park zeigt sich der Berg in seiner ganzen Schönheit.


Google Map zum Thema

Whakapapa Ski Area im Sommer


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