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RUNDWEGE IM NORDEN

Das Main Gate des Addo Elephant Park erreicht man, indem man eine knappe Stunde ab Port Elisabeth über die N2 in nordöstlicher Richtung bis zur Abfahrt 761 fährt. Der Nationalpark ist hier bereits gut ausgeschildert. Die R335 führt direkt an der Hauptzufahrt vorbei, wenn man von hier der Stichstraße und den Wegweisern folgt erreicht man zuerst das Camp mit Souvenirshop, Toiletten und Restaurant. Hier kann man sich noch einmal mit Lebensmitteln, Getränken und Informationen eindecken. Vor allem gibt ein Ranger am Infostand am Eingang in groben Zügen Auskunft, wo sich gerade Elefanten aufhalten. Auch geführte Touren und Nachtfahrten kann man hier buchen. Für die Fahrten auf den offenen Jeeps und Minibussen sollte man sich ja nach Jahreszeit aber warm anziehen.

Ein Wasserloch am Hang unterhalb des Restaurants lockt viele wilde Tiere an, meist jedoch am frühen Morgen und am späten Abend. Mehrere Wasserstellen befinden sich im eigentlichen Park, dessen Grenze man schließlich nach einigen hundert Metern Weiterfahrt erreicht.

Will man mit dem eigenen Auto in den Park hinein, so muss man wie ein Übernachtungsgast zum Check-In und ein Tagespermit buchen. Das Zufahrtstor zum Park ist in den Sommermonaten von 5:30 Uhr morgens bis maximal 18:30 Uhr geöffnet - im Winter jeweils eine halbe Stunde später, bzw. früher. Nach heftigen Regenfällen allerdings bleibt die Zufahrt geschlossen, da die Schotterstraßen schnell unpassierbar werden. Am Park Gate wird das Permit kontrolliert und das Autokennzeichen wird notiert. Als Übernachtungsgast muss man ebenfalls immer sein Mehrtages-Permit dabei haben und hier vorzeigen. Dann ist man endlich drin und darf von nun an sein Auto nicht mehr verlassen. Aussteigen darf man nur an einigen dafür speziell eingerichteten Lookouts.

Es gibt mehrere Wege, meist Schleifen, die man im Park fahren kann. Ein Netzwerk von Pisten durchzieht den nördlichen Teil des Parks, den südlichen habe ich auf einer eigenen Seite beschrieben. Hier sind die Schleifen im Norden ab Addo Main Rest Camp beschrieben.

Man kann die Tiere vom eigenen Auto aus in den verschiedenen Landschaftsformen suchen. Die Beobachtungsmöglichkeiten sind hier exzellent - nur die Tiere sind nicht immer zu sehen. Ein wenig Glück und Geduld gehört natürlich dazu.




Westen und Osten

Meist muss man nicht weit vom Camp aus fahren, um den ersten Elefanten zu sehen. Asphaltiert ist die ca. 4 Kilometer lange Strecke bis zum Roiidam im Westen. Auf dem Weg dorthin passiert man schon ein anderse Wasserloch nur einen knappen Kilometer hinter dem Gate. Hier ist vor allem am frühen Morgen und am Abend viel los, wenn alle im Camp abfahren oder die letzten Minuten vor Torschluss noch nutzen wollen. Warzenschweine, Strauße, Schildkröten und Schakale kann man an der Strecke gut beobachten.

Ganz im Norden in Richtung Osten führt eine kleine asphaltierte Schleife, der Nizpondo Loop, am Doornkraal Dam und am dazugehörigen Lookout vorbei. Dort kann man auch mal aussteigen. Mit nur 7 Kilometern ein kleiner Appetithappen direkt nach der Ankunft, oder wenn noch etwas Zeit übrig ist vor der Rückfahrt ins Camp.

Ebenfalls asphaltiert ist die Hauptverbindung in den Süden bis zum Hapoor Dam. Dies ist nicht umsonst das beliebteste Wasserloch der Region, warum sehr ihr auf der Seite Treffen Hapoor.

Die Hauptverbindung ist ziemlich befahren und auch nicht ganz so interessant, schöner ist die 7,5 Kilometer lange Gravel Road die vom Roiidam aus nach Südem führt.

Manchmal muss man natürlich auch lange durch die hier sehr dichte Vegetation fahren, ohne auch nur ein einziges Tier zu sehen. Dann plötzlich rennt eine aufgescheuchte Gruppe Perlhühner mit blauen Köpfchen oder ein Frankolin aus dem Gras, oder eine Kuhantilope liegt mitten auf dem Weg. Die Tiere im Addo sind an Autos gewöhnt und somit wenig scheu.

Wer etwas länger an den Wasserlöchern verweilt, der sieht mit ziemlicher Sicherheit die verschiedensten Tierarten. Bei einer gebuchten Tour ist dafür aber meist keine Zeit, die Tour Jeeps waren oft als erste wieder weg. Dafür gibt es aber eine Dämmerungs- und Nachttour, die man mit dem eigenen Wagen wegen der Öffnungszeigen nicht machen kann.

Die Rundwege im östlichen Teil des Nord-Addo führen durch eine ganz andere Landschaft. Hier überwiegt nicht der Spekboom, der Woodlands Loop und der direkt daran anschließende Gorah Loop ist etwas Besonderes, denn er führt durch eine weite Graslandschaft. Zusammen sind das etwa 16 Kilometer Strecke durch eine etwas hügelige Landschaft, was auch weite Ausblicke ermöglicht. Hier kann man natürlich gut die grasenden Säuger beobachten: verschiedene Antilopenarten, Zebras und Büffel. Dazwischen immer wieder Warzenschweine, Schakale und mit Glück auch mal kleinere Arten wie Mungos, Hasen oder sogar Erdmännchen und Honigdachse.

Auch große Vögel konnten wir hier beobachten, ein Paar der eleganten Paradieskraniche. Ein Blue Crane (Anthropoides paradiseus) erreicht eine Größe von 110 bis 120 cm und ein Gewicht zwischen 4,8 und 5,4 kg. Die Flügelspanne beträgt 180 bis 200 cm. Die Männchen sind ein bisschen größer als die Weibchen. Er gilt als Nationalvogel von Südafrika. Leider ist der bestand seit den 1970er Jahren durch die Verwendung von Pestiziden und durch Aufforstungsprojekte stark gesunken, so dass es heute nur noch etwa 25.700 Exemplare der schönen Vögel gibt.

Sogar den im Gras stolzierenden und hier eher seltenen Sekretär Vogel kann man in diesem Teil des Parks gut beobachten. Unterwegs kommt man ganz am Südende der Schleife am Wasserloch Carols Rest vorbei, zu dem bei unserem Besuch gerade eine Büffelherde zum Trinken zog.




In Richtung Süden

Etwa 4 Kilometer fährt man vom Camp Richtung Südosten bis zum Zuurkop Lookout Point. Von hier hat man einen schönen Blick über die Vegetation. Ein wenig weiterfahren am Zuurkop vorbei und man erreicht den kleinen, aber interessanten Mbalala Loop.

Ein paar Kilometer weiter im Süden liegt die die Spekboom-Wasserstelle, auf den Karten nicht als Wasserloch eingezeichnet. Hier steigt man aus, parkt sein Auto und erklimmt über eine Treppe die dicken Außenpalisaden einer abgeschirmten Zone. Dahinter erreicht man über einen schattigen Mini-Lehrpfad durch den ursprünglichen Busch die Aussichtspunkte zum Wasserloch. Auch eine Toilette gibt es innerhalb der Palisaden. Zur Wasserstelle hin gibt es Fenster in der Palisadenwand als "Ausguck" und die Dickhäuter am Wasser lassen sich fast aus Froschperspektive beobachten. Bei unserem Besuch waren nur 2 junge Bullen anwesend.

Direkt schräg gegenüber liegt die Einfahrt zu Jack´s Picnic Site. Hier kann man sich in Ruhe hinsetzen, es gibt Toiletten und einen kleinen Botanischen Garten. Zur Mittagszeit ist es natürlich ziemlich voll, weil dann alle Pause machen.

Weiter 9 Kilometer fährt man dann auf einer guten Gravel Road in Richtung Süden, vorbei an zwei weiteren Wasserlöchern namens Marion Baree Waterhole und Grahams Pan. So erreicht man dann die offene Grenze zum neueren Teil des Parks, den ich auf der Seite Rundwege im Süden beschrieben habe.




Video zum Thema

Google Map zum Thema

Carols Rest Wasserstelle

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