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KAPWEINE

Weinbau in einer der schönsten Reblandschaften der Welt, mit diesem Slogan wirbt man am Kap für seine Erzeugnisse. Die natürlichen Vorraussetzungen für Weinanbau sind hier mehr als gut. Der Boden ist fruchtbar und die stetigen Westwinde bringen Feuchtigkeit. Die Wachstumsperiode beträgt 8 Monate, es gibt im Gegensatz zu Europa keinen Frost, keinen Hagel und keinen Regen im Herbst. Auch die üblichen Rebkrankheiten halten sich hier in Grenzen. Durch heiße Tage und kühle Nächte wird die Atmung des Weinlaubs verringert, die Pflanze kann den über Tag angesammelten Zucker nicht verbrauchen und speichert dafür umso mehr in den Trauben.

So waren früher fast ausschließlich die süßen Weine vom Kap gefragt und die Winzer bemühten sich, dem nachzukommen. Der legendärste Wein vom Kap war ein Dessert-Muskatteller aus Constantia, der an den europäischen Höfen zu Anfang des 19. Jahrhunderts sehr gefragt war. Selbst Napoleon soll sich sein Exil auf Elba mit südafrikanischem Muskateller versüßt haben.

England war jahrelang der wichtigste Exportmarkt und meist am Sherry interessiert. Die Einwohner Südafrikas hingegen waren Weltmeister im Brandytrinken. Nur langsam änderten sich die Bedingungen und die Nachfrage, damit auch die Qualität der Weine. Wo früher nur einfache Weißweine wie Steen und Chenin Blanc produziert wurden hat man ab Mitte der 70er Jahre zunehmend mehr auf Qualität statt auf Quantität geachtet.

Die weltweite Nachfrage nach guten Rotweinen brachte eine erneute Wende und heute gehört Südafrika zu den führenden Weinbaunationen der Welt. 2,5% der Gesamterzeugung weltweit kommt vom Kap, mehr als aus Deutschland. Noch sind es meist weiße Sorten, aber die Roten sind stark auf dem Vormarsch.

Qualität und Kontrolle

Seit 1973 gibt es auch in Südafrika eine Qualitätskontrolle. 14 Herkunftsbereiche wurden festgelegt und jede Angabe, sei es Lage, Herkunft, Sorte oder Jahrgang muss durch ein staatliches Siegel am Flaschenhals nachgewiesen werden.

Es gibt zahlreiche Weingüter, rund 40 von ihnen dürfen die Bezeichnung Estate führen. Der Begriff Superior auf dem Etikett garantiert, dass der Wein zu 100% aus der abgegebenen Sorte gekeltert wurde. Oft sind es auch Blends aus verschiedenen Sorten. Anfang der 80er Jahre, als mehr Wert auf Qualität gelegt wurde, begann man am Kap auch Weine in Eichenholzfässern auszubauen.

Bei uns im heimischen Supermarkt und vor Ort findet man viele Weine mit der Bezeichnung KWV. Das ist die Abkürzung für "Kooperatiewe Wijnbouwers Verreiniging van Zuid-Afrika". Der Winzervereinigung KWV gehören etwa 6.000 Winzer an, sie hat ihren Hauptsitz in Paarl. Die riesigen Keller dort haben wir im November 2002 besichtigt und darüber berichtet. Die Bandbreite der KWV Weine ist riesig, mehr als 100 Sorten und etliche Branntweine werden hier für den internationalen Markt produziert.

Durch diese Kooperative werden auch heute noch Mengen, Preise und Qualität bestimmt. Früher hatte die KVW noch wesentlich größere Macht, sie bestimmte welche Sorten angebaut wurden und verteilte Quoten. KWV kontrolliert noch immer 85% der gesamten Inlandsproduktion. Sie wurde 1918 gegründet um die Überschüsse aufzukaufen und damit dem Preisverfall entgegen zu wirken. Bis 1978 durfte kein europäischer Rebstock importiert werden und bis 1992 waren Neupflanzungen nur mit KWV-Genehmigung möglich. Erst 1992 wurde diese Macht gebrochen und die Erzeuger konnten nun ihre Weinberge nach eigenem Ermessen bepflanzen.

Es gibt ca. 70 Winzergenossenschaften in Südafrika, die 75% des Gesamtertrags hervorbringen. Der Rest kommt von Einzelwinzern, die gleichzeitig auch Händler sind, und von der KWV.

Wein-Links

Es gibt eine ganze Menge zu schreiben zum Thema Wein in Südafrika, man könnte etliche Seiten füllen mit Anbaugebieten, Winzerlinks, Weinkritiken, Rebsorten und Kellermeistern. Aber warum das Rad neu erfinden, es gibt alles schon in sehr guter Qualität im Netz beschrieben. Hier sind einige Wein-Links, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Einges zu den angebauten Sorten in Südafrika findet ihr noch auf meiner zweiten Seite über Rebsorten.

Allgemeines:

Weinshops in Deutschland mit südafrikanischem Angebot:

Weinshops in Südafrika:

Wer mit dem Gedanken spielt, aus dem Urlaub ein paar Flaschen mitzubringen, der sollte erst am letzten Tag einen großen Bottle-Shop dafür aufsuchen, denn ein mehrtägiger Transport im Auto mit extremen Temperaturen schadet dem Wein. Die Shops im Flughafen wiederum sind vergleichsweise teuer und haben eher wenig Auswahl.

Wer sich einige Flaschen Wein aus Südafrika schicken lassen möchte, der muss mit einem Preis all inclusive "Door to Door" von ca. 10 Euro pro Flasche für 24 Flaschen rechnen. Lieferzeit: 10-21 Tage und bitte auch an den Zoll denken. Die Zeiten, in denen man einige Flaschen noch im Handgepäck befördern konnte sind ja leider schon lange vorbei.

Deshalb lohnt sich für Privatleute der Einkauf von kleinen Mengen überhaupt nicht, es gibt in Deutschland mittlerweile die meisten guten Weine zu kaufen - teilweise bekommt man sie sogar eher hier als in Südafrika selbst.

Zahlreiche Onlineshops sind in den letzten Jahren dazu gekommen, die sich auf die Weine vom Kap spezialisiert haben.

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