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Michael am Meer

TSITSIKAMMA NATIONALPARK

Vor 2.000 bis 5.000 Jahren kamen die ersten Siedler an den Storms River und gaben der Region ihren Namen. Es waren so genannte "Strandloper-Hottentots" die in den Sommermonaten an der Küste fischten und zahlreiche Beweise ihrer Anwesenheit hinterließen. Tsitsikamma bedeutet übersetzt aus ihrer Sprache "der Platz wo viel Wasser ist" oder "reich an Wasser". Das kommt nicht von ungefähr, denn hier regnet es oft und viel. Wasser gibt es auch in der Schlucht des Storms River und in den Bächen der Tsitsikamma-Berge. Das nicht trinkbare Meerwasser an der Küste mit den mächtigen Wellen war wohl nicht gemeint.

Die wild und steil zerklüftet Berg- und Küstenlandschaft, die wasserreichen Flüsse und der schattige Urwald locken besonders die Wanderer an. Aber auch Kanuten, Taucher, Mountainbiker und andere Adventure-Sportler finden hier ihr Paradies. Daher ist dieses Paradies schon ziemlich überlaufen und um wirkliche Ruhe zu haben muss man sich schon auf mehrtägige Wanderungen begeben.

Die Küstenebene lag im Tertiär im Bereich des Meeres und ist ein sehr gutes Beispiel für eine durch Schwankungen des Meeresniveaus geformte, marine Terrassenlandschaft. Später schnitten die Flüsse aus den Bergen enge Schluchten durch das Sedimentgestein. Heute ist der Meeresspiegel wieder um 30 Meter gestiegen und hat die ehemaligen Flussmündungen überflutet, trotzdem wirken die Schluchten noch gigantisch.

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Am Storms River Mouth

Lage und Wetter

Der Tsitsikamma National Park, im Jahr 1994 gegründet, erstreckt sich über 65 km entlang der Küste. Dabei liegt er jeweils zur Hälfte in den Provinzen Western und Eastern Cape.

Von Natures Valley im Westen bis nach Oubosstrand am östlichen Ende erstreckt sich das Schutzgebiet, westlich von der Groot River Lagoon gehört auch das seit 1987 unter der Verwaltung des National Parks Board stehende De Vasselot Nature Reserve dazu.

Der Tsitsikamma N.P. liegt 615 km entfernt von Kapstadt, 195 km von Port Elizabeth und 68 km von Plettenberg Bay. Über weite Strecken ist der Park kaum 200 Meter breit, bei De Vasselot reicht er allerdings 3,5 km weit ins Landesinnere. Noch 5,5 km reichen die Grenzen des Nationalparks hinaus aufs Meer.

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Die Lage ist mehr als praktisch, denn wer die Garden Route auf der N 2 entlangfährt, der kommt automatisch hier vorbei. Und wer den Südwesten Südafrikas besucht, der wird meist auch die N 2 befahren.

Am meisten Regen, bis zu 1.200 mm jährlich, fällt in der Region in den Monaten April/Mai und September/Oktober. Im Winter kann es ungemütlich kalt sein und im Sommer sehr heiß. Allerdings sinkt auch im Winter die Lufttemperatur nicht unter 10°C und die Wassertemperatur nicht unter 16-18°C. Im November/Dezember kann es zudem sehr windig sein.

Für längere Wanderungen haben somit alle Jahreszeiten ihre Nachteile. Die optimale Zeit für einen Besuch ist wohl im November oder März, wenn es nicht ganz so heiß ist, aber auch nicht so viel Regen fällt.

Wir waren im November dort und hatten Traumwetter, im Januar war es bewölkt und trübe. Selbstverständlich wirkt die ganze Szenerie bei Sonnenschein wesentlich beeindruckender, vor allem das Meer mit seinen Brechern in grüntürkis, die ohne Sonne nur grau und farblos wirken.

Das Wetter ist ziemlich beständig und Wetterumschwünge finden hier nur alle paar Tage statt.

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Erstes Stück Otter Trail

Flora und Fauna

Fauna und Flora sind hier besonders artenreich, landeinwärts gibt es dicht bewaldete Schluchten mit uralten, bis zu 50 m hohen Yellowwood-Bäumen. Das mächtigste Exemplar, der "Big Tree" soll über 800 Jahre alt sein.

Er ist leicht erreichbar, denn direkt an der N 2, zwischen Storms River Mouth aund der Paul Sauer Bridge, liegt auf der linken Seite ein kleiner Parkplatz. Ein Schild weist den Weg zum "Groot Boom". Von dort sind es nur 500 Meter zu Fuß zum Baum, dessen Stamm 8 Erwachsene gerade umspannen können. Die Krone hat 33 m Umfang und sogar mit Super-Weitwinkel ist das Riesenteil nicht gut zu fotografieren.

Ein so leicht erreichbares Ziel wird natürlich von allen Tourbussen angesteuert und so haben wir es nie geschafft, hier einen Stop einzulegen, ohne das daneben Horden aus Bussen quollen.

Während in den Tälern oft richtiger Regenwald vorherrscht wächst auf den Bergrücken lediglich dichtes hüft- bis kopfhohes Buschwerk. Bei Ankunft der ersten weißen Siedler gab es hier vorwiegend temperieten immergrünen Regenwald mit hochwertigen Harthölzern. Diese sind inzwischen zum größten Teil dem Raubbau zum Opfer gefallen. Nur 65.000 ha Urwald sind stehen geblieben und bilden heute den größten zusammenhängenden Wald im waldarmen Südafrika.

Welle

große Sägewerke an der N 2 weisen auch heute noch auf einen Raubbau an der Natur hin. Aber die Einstellung früherer Jahre, die beschönigend nur von "harvest", also "Ernte" sprach, hat sich mangels Masse gewandelt und es gibt auch riesige Aufforstungsstellen

Im Vergleich zu anderen Nationalparks sieht man im Tsitsikamma National Park nicht sehr viele Tiere, denn die vielen Bäume schränken die Sicht doch sehr ein. Der Park ist ja eigentlich auch nicht für seine Tierwelt bekannt, sondern eher für die verschiedenen angebotenen Aktivitäten und die üppig grüne Natur.

Wenn man Glück hat, sieht man an der Straße oder am Wanderweg ein paar Paviane oder scheue Buschböcke und Blauducker. Klippschliefer wurden an den Hütten angefüttert und sind nicht sehr scheu. Kaum zu sehen bekommt man sicherlich die sehr scheuen Kap-Fingerotter, die dem Otter Trail ihren Namen gaben.

Wer bei Wanderungen auch auf kleine Tiere achtet, der findet Tausenfüssler, Echsen und mit viel Glück auch mal eine Schlange.

Tausendfüüsler

Ganz bestimmt aber sieht man in dieser Region zahlreiche Vogelarten, 280 Spezies wurden gezählt. Darunter 25 Arten Seevögel. Typisch ist der Bergbussard, den man hier häufig beobachten kann. Der lärmende Ruf des Helmturakos (Lourie) schallt hier ebenfalls weit hörbar durch die Wälder. Zu sehen bekommt man das hübsche Federvieh allerdings eher selten.

Die schroffe Küste im Tsitsikamma National Park bietet eine abwechslungsreiche Wasserlandschaft. Süßwasserseen, Tidenpools, Salzwasserlagunen, Dünen, Klippen, schroffe Felsen mit schäumender Brandung und Korallenriffe bieten vielfältigen Lebensformen Raum.

Vom Ufer kann man Delfine und zur Saison auch Wale beobachten. Zahlreiche Wasservögel wie Dominikanermöwen, Flussseeschwalben, Weißbrustkormorane und die seltenen schwarzen Austernfischer sind hier ebenfalls heimisch.

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Naturgewalt
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Google Map zum Thema

Tsitsikamma N.P.


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