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ALLGEMEINES

Das im Jahr 1972 gegründete Ithala Game Reserve ist ca. 30.000 ha groß und liegt etwas abseits der üblichen Touristenrouten am Pongola River im Norden von KwaZulu-Natal.

Der Pongola zählt zu den größten, ständig Wasser führenden Flüssen Südafrikas. Er fließt entlang der Provinzrenzen von KwaZulu Natal und Mpumalanga, mündet in den Maputa River und dann in die Delagoa Bay im Nachbarstaat Mozambique.

Das relativ kleine Ithala Reserve wirbt damit, das "bestgehütete Geheimnis von Kwazulu Natal" zu sein. Bei einer klassischen Südafrika-Rundreise stehen normalerweise eher der riesige Kruger-Nationalpark und der bekanntere Hluhluwe-iMfolozi auf dem Rundreise-Programm.

Die kleineren Reservate wie Ithala lassen die meisten Besucher links liegen – ganz zu Unrecht, denn hier wird ebenfalls eine Menge geboten. Das Umland ist allerdings touristisch relativ uninteressant, dicht besiedeltes, ländliches Afrika.

Die Zufahrt von Louwsburg zum Park ist steil und eng, trotzdem kommen hier auch große Busse durch. Wir sahen bei unserem Besuch im Jahr 2004 an 3 Tagen in der Nebensaison aber nur einen einzigen.

Es gibt sogar eine kleine, geteerte Landebahn für Privatflugzeuge in Ithala. Am modernen Gate zahlt man den Eintritt und bekommt ein Faltblatt mit Informationen. Da wir im Camp reserviert hatten, war der Eintritt in den Gebühren schon enthalten.

Ich würde raten auf jeden Fall eine Unterkunft im Park zu reservieren und auch durchaus einige Tage zum Entspannen einzuplanen. Wir haben 3 Nächte in Ithala verbracht, das war gerade genug, um alle Wege einmal ruhig und ohne Stress zu fahren. Da man üball auch aussteigen darf hat man hier oft die Gelegenheit sich mal die Beine zu vertreten und hockt nicht den ganzen Tag nur im Auto.

Schon auf dem kurzen Weg vom Eingangstor zum wunderschön gelegenen Ntshondwe Camp, das zu den besten seiner Art in südafrikanischen Wildreservaten zählt, sieht man die ersten Tiere: Zebras, Impalas, Warzenschweine, Giraffen, Wasserböcke und mit Glück auch schon das erste Nashorn.

Auf der linken Seite der Straße gibt es einen kleinen Parkplatz mit historischen Informationen. Von hier aus kann man ein Erosionstal überblicken. Was auf den ersten Blick schön und malerisch anmutet ist die Folge jahrelanger Weidewirtschaft auf dem Boden des Parks, auf einer Schautafel wird dies anschaulich erklärt.

Früher kampierten an dieser Stelle Goldsucher und ihre weidenden Esel zertrampelten das fragile Ökosystem. Danach wuchsen hier keine Pflanzen mehr und Regenfääle schwemmten den Boden weg, hinterließen diese bizarren Rinnen. An dieser Stelle ist es besonders schlimm, aber auch an anderen Stellen des Parks kann man Erosionspuren erkennen. Mit passend gesetzten kleinen Mauern arbeitet man mittlerweile dagegen an - mit Erfolg.



Reisezeit

In Ithala herrscht das typische Klima des Bushveld mit heißen Sommern und gelegentlichen Nachmittagsgewittern. Im Winter ist es mild, wenn auch nicht immer frostfrei. Es regnet meist in der Sommerzeit zwischen Oktober bis März, dann aber meist kräftig und die Wege sind oft überflutet.

Von Mai bis August ist vor allem am Abend wärmere Kleidung erforderlich, dafür regnet es kaum und man kann problemlos mit einem normalen Wagen alle Wege befahren. Zu kämpfen hat man dann nur mit dem allgegenwärtigen Staub. Wir hatten im Mai am Abend eine leichte Jacke an. Tagsüber war es wunderbar sonnig und warm mit klarem, blauem Himmel.

Eine schöne Reisezeit, da es dann auch Nebensaison in Südafrika ist und der Park meist nicht ausgebucht. So hat man manchen Weg und manchen Picknickplatz für sich alleine und auch im Ntshondwe Camp ist es dann wunderbar ruhig. Nur am Wochenende kommen südafrikanische Familien, die sich aber meist selbst verpflegen.

Einziger Nachteil zu dieser Jahreszeit: es wird früher dunkel und gegen 18:00 Uhr muss man zurück im Camp sein, denn Herumfahren bei Dunkelheit ist auch hier nicht gestattet.

Anfahrt

Um nach Ithala zu gelangen, fährt man am Besten von Durban über die N 2 Richtung Norden und 47 Km vor Empangeni biegt man links in die R 34 nach Ulundi und Vryheid ab. Von Vryheid aus folgt man der R 69 über Hlobane in Richtung Osten nach Louwsburg, wo die Zufahrt zum Park ausgeschildert ist.

Wir kamen über eine sehenswerte Nebenstrecken direkt von St. Lucia hierher, die uns über zahlreiche Dörfer weit abseits vom Tourismus führte, vorbei an Wäldern und über viele Berge mit teilweise staubigen und schlechten Straßen.

Die R 618 führt mitten durch den Doppelpark Hluhluwe-iMfolozi. Mit Glück kann von der Straße aus Tierherden im Park sehen. Da hier meist sehr wenig Verkehr herrscht ist es kein Problem am Straßenrand auf dem Seitenstreifen kurz für ein Foto zu halten.

Die Strecke führt über Hlabisa. Lange Zeit waren wir die einzigen weißen und registrierten am Straßenrand viele neugierige Blicke. Zahlreiche Schulkinder aller Altersstufen winkten uns fröhlich hinterher. Die Straße war teilweise in einem sehr schlechten Zustand, oft auch wegen umfangreichen Bauarbeiten. So kamen wir nur sehr langsam voran, aber wir hatten uns den ganzen Tag Zeit genommen für diese Strecke, Ziel war nur die Ankunft im Camp in Ithala vor Einbruch der Dunkelheit.

Guter Asphalt wechselt mit schlechteren Wegstrecken und Gravel, bei Ngome bogen wir dann auf eine 36 Km lange Nebenstrecke ab, die uns durch Wälder direkt in Richtung Louwsburg führte. Wir mussten viel Staub schlucken, wurden dafür aber mit waldreicher Umgebung und schönen Ausblicken belohnt. Unten auf dem Foto ist ein Stück der Strecke zu sehen.

Die Nebenstrecke mündet auf der R 69 und von hier waren es nur noch wenige Kilometer bis Louwsburg. Hier gibt es einen Supermarkt mit Tankstelle und rundherum eine moderat wachsende Kleinstadt - das war es auch schon. Auch wenn es manschmal wie eine Sackgasse aussieht: Immer unverdrosssen der Beschilderung folgen, dann kommt man nach ein paar rechtwinkligen Abzweigen in Wohnvierteln schließlich auf die kurvige Bergstrecke, die steil hinunter in den Park führt.

Google Map zum Thema

Ithala und Louwsburg


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