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AM ATLANTIK

Die Gewässer an der Atlantikküste der Kaphalbinsel sind relativ kühl, trotzdem kann man während der klimatisch angenehmen Sommermonate hier auch herrlich baden.

Wenn man vom Cape Point kommt, dann ist Kommetjie der erste Ort direkt am Atlantik, übersetzt bedeutet der Name so viel wie "Kleine Kugel". Einige schöne, alte Häuser gibt es hier, die ungefähr 1900 datiert werden und unter Denkmalschutz stehen. Der Leuchtturm stammt aus dem Jahr 1919.

Vogelliebhaber können in diesem ruhigen Ort verschiedene Spezies von Kormoranen beobachten und im Winter leben hier Antarktische Seeschwalben. Ganz in der Nähe ist der mnalerische, weiße Strand von Witsandbaii.

Besonders zu empfehlen ist auch der sehr breite Strand von Noordhoek. Auf der Ostseite der Kaphalbinsel, am Indischen Ozean, ist das Wasser etwas wärmer, dafür ist der 8 km lange Long Beach fast menschenleerer. Einen schönen Überblick hat man, wenn man von Nordhoek bis zur Sperrung des Chapman's Peak Drive fährt. Dann liegt der Sandstrand in seiner ganzen Pracht vor dem Auge des Betrachters.

Noordhoek ist ein kleiner ländlicher Ort, der sich sehr gut in die grüne hügelige Landschaft einpasst. Einige Lokale, Villen und Bauernhöfe liegen verstreut in den Dünen und sind beim Blick zwischen den Alleebäumen der vorbeiführenden Hauptstraße hindurch kaum auszumachen. Viel Verkehr war nicht: Die Restaurants und Geschäfte leiden unter der Sperrung des Chapman's Peak Drive, denn dadurch ist der Ort von den großen Touristenströmen halb abgeschnitten.

Die beschauliche Atmosphäre und der kilometerlange Sandstrand laden zu einer Pause ein, wir haben im Restaurant "The Red Herring" zu Mittag gegessen, von dessen Aussichtsterasse man ebenfalls einen herrlichen Blick über die Bucht geniesst.

Könnte man am Meer weiter entlang der Küste fahren (leider ist die Straße seit Januar 2000 gesperrt), dann wäre Hout Bay, Holzbucht, der nächste Ort. Benannt wurde er nach den ursprünglich dichten Wäldern, in denen im 17. Jahrhundert sogar noch Elefanten lebten. Hübsch gelegen zwischen markanten Bergen und einer weiten Bucht. "Mariner's Wharf" ist berühmt für die frischen Meeresfrüchte. Ausser dem Hafen und kulinarischen Köstlichkeiten in den zahlreichen Restuarants zieht auch der Vogelpark World of Birds zahlreiche Besucher nach Hout Bay.

Luxus

Um die Ecke von Hout Bay nach Norden liegt die Riveriera Südafrikas mit noblen Appartements, schicken Villen und reichen Bewohnern. Vom Suikerbossie Hill hat man einen schönen Blick auf das windgeschützte Llandundo mit seinen Millionärsvillen am Berghang und auf den sichelförmigen Strand tief unterhalb der Küstenstraße. Der Ort hat seine Exclusivität bewahrt und nichts hier lockt Touristen an, hier gibt es keine Durchgangsstraße, keine Geschäfte und keine Restaurants.

Zwei Kilometer weiter im Norden leuchtet am späten Nachmittag die Bergkette der Zwölf Apostel im Licht der untergehenden Sonne in Rosa und Rottönen.

Als wir den Ausblick genossen hat es allerdings so mächtig gepustet, dass ich kaum die Kamera ruhig halten konnte. Ein Radfahrer hatte Mühe, sich auf dem Rad zu halten. Der Wind auf der Kaphalbinsel im Sommer kann einen manchmal schon ganz schön nerven.

Zum Sundowner trifft sich dann das besserverdienende Volk in einem der schicken Terrassenrestaurants in den Orten wie Camps Bay und Clifton. Diese Orte, vor allem der letzte, liegen als einzige eingermassen windgeschützt auf der Westseite des Lions Head und ziehen ebenso wie Llandundo aufgrund der Grundstückspreise eine zahlungskräftigere Clientel an. Entsprechend dicht und unansehnlich wirkte die moderne Bebauung auf dem wenigen Boden zwischen Strand und Bergen, fast wie in Monte Carlo.

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Hout Bay


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