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BLACK LEOPARD CAMP

Wir hatten uns das Black Leopard Camp eigentlich ursprünglich auf Grund der Nähe zur Panoramaroute ausgesucht. Die Idee war, an einem der beiden Tage einen Ausflug zum Blyde River Canyon zu machen oder auf dem Weg vom Kings Walden in Tzaneen an anderen Sehenswürdigkeiten in der Region vorbei zu fahren. Auf Grund der abgelegenen Lage und der festgelegten Zeit für einen Transport zum Camp konnten wir das aber leider vergessen. Es war hier alles etwas anders als erwartet, aber trotzdem sehr sehenswert. Und den Besuch der Panoramaroute holen wir dann beim nächsten Urlaub 2014 nach, dann haben wir eine normale Lodge ohne Programm gebucht.

Das Black Leopard Camp sollte man schon für mindestens 3 Nächte buchen, wenn man jedoch die Big 5 sehen möchte oder Probleme mit den Bandscheiben hat, dann ist dieser Übernachtungsort nicht das Richtige. Denn das Camp liegt tief unten in einem steilen Tal im privaten Thaba Tholo Wilderness Reserve, weit ab von jeder Ortschaft. Der Transport von einer Anhöhe nahe Lydenburg quer durchs Reserve bis zur Lodge im Tal dauert etwa 1,5 Stunden reine Fahrzeit. Hier sind ein paar entfernte Farmen die einzigen Nachbarn.

Das Camp besteht aus komfortablen Zelten mit einem zweiten, offenem Bush-Badezimmer, errichtet im Schatten einer 500 Meter hohen und sehr steilen Felswand. Ein kleiner Fluss fließt direkt hier vorbei. Im zentralen Bereich befinden sich das Office und die Küche, das Restaurant, ein Aufenthaltsraum mit Bar und ein Mini-Pool mit Aussicht. Hier treffen sich die Gäste vor den Pirschfahrten oder zum Klönen in der frei verfügbaren Zeit.

Abgeholt wurden wir von Rudi, der auch die Game Drives mit den Gästen machte. Es gibt noch einen zweiten Guide, den wir aber nicht kennen gelernt haben, da er gerade seine Frei-Schicht-Woche hatte. Rudis Freundin arbeitet im Service und die Besitzer der Lodge sind ebenfalls vor Ort und kümmern sich um die Gäste. Alan, dessen Familie damals das Land gekauft hat, ist in echtes Original und hat immer für eine nette Geschichte auf Lager. Seine Frau Lynsey arbeitet im Office und mittlerweile ist auch der gemeinsame Nachwuchs auf der Welt, der bei unserem Besuch noch auf sich warten ließ.

Der Empfang durch die vier war herzlich, alle Gäste bekamen einen Willkommensdrink und wurden mit Gepäck zu ihren Zelten gebracht.

Am Morgen und am Abend sitzen dann alle gemeinsam am großen Esstisch im Restaurant, das ist sehr kommunikativ. Wir hatten das Glück, dass am zweiten Tag eine Filmcrew der BBC vor Ort war, die im Reservat einen Film über Honigdachse drehen wollte. Die drei Männer waren sehr weit herumgekommen und hatten viel Interessantes zu erzählen. Sehr stolz war ich auf die Tatsache, dass diese Profis sich für eine kleine Auswahl meiner Tierfotos aus Südafrika interessieren und diese sehr lobten.

Auch die anderen Gäste, meist Engländer, waren sehr nett. Der englischer Veranstalter On Track Safaris hat die Lodge im Programm und der Besitzer Will Fox, Chairman von PAW (Protecting African Wildlife), war ebenfalls mit seiner Frau Carol dort. Seine Gäste Ian und Jackie hatten eine Führung beim Ingwe Leopard Research gebucht, an der wir dann auch teilgenommen haben. Das war sehr interessant, mehr dazu auf einer eigenen Seite.

Wie üblich gab es tägl ich einen Morning Game Drive und einen Evening Game Drive, der auf Grund der Jahreszeit auch noch ein bisschen in der Dunkelheit stattfand. Im Mai wurde es schon recht frisch, aber wir wurden mit zusätzlichen Decken versorgt, die wir besonders am frühen Morgen auch gut gebrauchen konnten. Am Nachmittgag gab es auch hier natürlich den üblichen Sundowner nach Wunsch an einem besonders schönen Ort.

Am Abend wird etwas Futter unter der Zugangsbrücke zum Camp als Köder ausgelegt und jede Nacht lockt das Tiere an. Wir sahen ein Warzenschwein und die eher seltenen Bushpigs. Mehr Bilder dazu auf der Seite Evening Drive.


Lage

Das Black Leopard Camp liegt im Tal und ist nur über steile und holprige Wege zu erreichen. Bis man dort ankommt ist man sehr gut durchgerüttelt und sein eigenes Auto darf man nicht mitnehmen. Das parkt bewacht ein paar Kilometer außerhalb von Lydenburg / Mashishing auf dem Parkplatz eines Ausflugrestaurants namens Oppi-Berg, direkt an der R37 von Burgersfort nach Polokwane.

Dort wartet ein Angestellter der Lodge mit dem Safarifahrzeug um Punkt 14:00 Uhr auf die neuen Gäste, das Gepäck wird umgeladen und durch ein verschlossenes Tor fährt man in das private Reservat herein. In unserem Fall wartete Guide Rudi auf uns und noch zwei weitere englische Gäste. Die Fahrt zum Camp ist gleichzeitig auch schon die erste Pirschfahrt.

Angesicht der langen Anfahrt und des relativ vollen Tagesprogramms haben wir auf die angedachten Ausflüge in die Umgebung verzichtet.

Zimmer

Die 10 Zelte im Black Leopard Camp sind unterschiedlich, was die Lage angeht. Die beiden schönsten sind das erste und das Letzte, wenn man von der Rezeption kommt. Wir bekamen da erste Zelt namens Swazi und hatten somit den kürzesten Weg zum Restaurant. Das Zelt liegt unten im schattigen Tal fast direkt am Bachbett, im heißen Sommer sicherlich die beste Lage. Ein langer, schmaler Pfad führt dort hin, eine Abzweigung davon geht direkt hinunter ans Wasser.

Die Zelte sind geräumig und gut ausgestattet, es gibt eine Terrasse mit zwei Campingstühlen. Den großen Zeltraum hat man schön mit ein paar alten Koffern und Teppichen auf dem Boden gestaltet. Das breite Bett ist wunderbar bequem und wird an kühlen Abenden mit Wärmeflaschen vorgeheizt. Diese bleiben fast die ganze Nacht warm, am frühen Morgen möchte man da am liebsten gar nicht mehr raus in die ca. 8°C kühle Außenwelt. Wir haben unsere Unterwäsche immer mit ins warme Bett genommen, so war sie am Morgen nicht klamm und gut vorgewärmt.

Die Lampen am Bett haben einen schwarzen Lampenschirm, was zwar ein romantisches Licht machte, aber absolut ungeeignet war zum Lesen. Die haben wir als erstes abgeschraubt. Strom gibt es im Camp nicht, hier funktioniert nur ein Rasierer. Das Licht im Zelt läuft auf Solarstrom, Akkus lässt man im Office aufladen.

Ein kleines Problem hatte ich am letzten Tag, da wir ja am Abend zurück nach Deutschland geflogen sind. Da hätte ich mit gerne noch einmal die Haare gewaschen, aber ohne Strom kein Föhn. Und bei den kühlen Temperaturen wollte ich mich auch nicht erkälten. Da hat man extra für mich den Generator etwas früher angemacht und ich konnte mir im Office die Haare föhnen und fühlte mich so gerüstet für den Heimflug.

Hinter dem Schlafzimmer liegt das Bad, ausgestattet mit einer Dusche und einer rustikalen Toilette sowie einem Waschtisch. Viel Holz und Canvas, alles ganz urig und praktikabel. Das Highlight ist aber das Außenbad hinter dem Zelt. Geschützt vor Blicken, eingerahmt von riesigen Felsblöcken, steht hier eine viktorianische Badewanne und es gibt auch eine Außendusche.

Das es am Morgen und am Abend ziemlich frisch wurde, haben wir mittags gebadet und die Umgebung genossen, eine wunderbare Entspannung.


Frühstück

Das Frühstück war leider gar nicht unser Fall. Am ersten Tag gab es warmes Essen vorbereitet auf einem Teller: eine Art Bockwurst, Ei, Speck, Tomaten - so das übliche englisch warme Frühstück. Vorher hatte man uns leider nicht gefragt, was wir davon essen. Am zweiten Tag war statt der falschen Wiener eine grobe Kuduwurst dabei, die schon eher überzeugen konnte. Als die Filmcrew dazu kam, gab es auch das warme Essen am Buffet, was uns wesentlich lieber war. So konnten wir nur das nehmen, was wir auch essen wollten.

Neben den warmen Speisen gab es Toast auf dem Tisch und Joghurt, Cerealien, Marmelade und Früchte am Buffet.

Vor dem Game Drive stellte der Koch früh am Morgen heißes Wasser auf die Veranda und wir konnten uns im Zimmer dann einen Nescafé machen. Im Restaurant gab es edbenfalls Kaffee, dazu dann die hier im südlichen Afrika sehr beliebten knochenharten Rusks zum Dippen.


Essen

Mittag gibt es hier ein kleines Buffet zum selbst bedienen und am Nachmittag stand meist Kuchen im offenen Essbereich.

Das Abendessen wird dann zusammen nach dem Game Drive mit den Guides, den Besitzern den allen anwesenden Gästen an einem großen Tisch eingenommen. Beleuchtet mit Laternen und sehr kommunikativ, vor allem wenn Alan als Hausherr seine Geschichten erzählt.

Es gab in den drei Tagen herzhafte Gerichte wie Bobootie, der Nachtisch ist eher ein Pudding als eine Mousse und oft gab es Salat als Vorspeise. Raffinierte Küche mit mehreren Gängen darf man hier nicht erwarten. Einmal gab an einem Abend es Kudu-Stew, an den Rest des Essens können wir uns nicht mehr erinnern. Es war zwar lecker und viel, hat aber keinen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Auf dem Tisch steht eine Flasche Wein zur Bedienung, je nach Wunsch in mehrere rote Rebsorten oder Weiß. Der ist im Preis nicht enthalten, ebenso wie die anderen Getränke. Jemand hat scheinbar stets im Blick, wie viel man trinkt, denn am Ende des Aufenthalts gibt es eine Strichliste und ein Glas Wein kostet 15 Rand, ebenso das Savannah oder ein Bier. Gin ist für 18 Rand und ein Softdrink für 10 Rand zu haben.

Die Rechnung für die Getränke und einen Snack betrug am Ende des Aufenthalts 332 Rand, was für die genossenen Mengen günstig war.



Fazit

Schöne Zelt-Unterkunft "off the beaten track".

Im Mai 2013 waren wir für 3 Nächte hier.

Hier ist ein Link zum Black Leopard Camp.

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Black Leopard Camp


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